{"id":150117,"date":"2016-04-13T07:44:35","date_gmt":"2016-04-13T05:44:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=150117"},"modified":"2016-04-13T07:44:35","modified_gmt":"2016-04-13T05:44:35","slug":"80-jaehriger-hofaschenbacher-als-mister-vhs-in-nuesttal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=150117","title":{"rendered":"80-j\u00e4hriger Hofaschenbacher als \u201eMister VHS\u201c in N\u00fcsttal"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich k\u00f6nnte man mit einem Bericht \u00fcber seine Person und seine Aktivit\u00e4ten ein ganzes Buch f\u00fcllen. F\u00fcr die Menschen im N\u00fcsttal ist er eine \u201eInstitution\u201c. B\u00fcndelt man sein Engagement f\u00fcr die Volkshochschule des Landkreises, dann darf man ihn getrost \u201eMister VHS\u201c nennen. Adolf Trott, Geburtsjahr 1936, geb\u00fcrtiger Hofaschenbacher, ist Autodidakt, leidenschaftlicher Musiker und Heimatforscher, zudem gl\u00fccklich verheirateter Vater von zwei S\u00f6hnen und Opa von f\u00fcnf Enkeln. Ihn zu portr\u00e4tieren gelingt nur, wenn man sich beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Musik wurde ihm wohl in die Wiege gelegt und seine Begabung so gef\u00f6rdert, dass daraus eine kraftvolle Eigenmotivation erwuchs. Adolf Trott lernte Violine, Klarinette, Klavier und lie\u00df sich von der Orgel faszinieren. Sein erster \u00f6ffentlicher Auftritt war im Jahre 1949 als Sch\u00fclersolist bei einer Goethe-Feier im H\u00fcnfelder Kolpinghaus. Der berufliche Werdegang bis zum Ingenieur f\u00fcr Regeltechnik und Elektronik f\u00fchrte ihn \u00fcber Frankfurt bis an die Schweizer Grenze nach Weil am Rhein, wo er sein Orgelspiel bei einem professionellen Organisten verfeinerte. Er spielte er Frankfurter Kirchen, in den Justizvollzugsanstalten Preungesheim, studierte Orgelkonzerte ein und \u00fcbernahm im Jahr 1974 in der Hofaschenbacher Pfarrkirche die Aufgabe des Organisten. Noch heute spielt er leidenschaftlich und zu jeder Gelegenheit die Orgel. Vom Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen wurde er im Jahr 2014 f\u00fcr 40 Jahre Organistent\u00e4tigkeit geehrt.<\/p>\n<p>Als Adolf Trott 1967 seine Ehefrau Agnes heiratete, die unter anderem auch ein gro\u00dfes Potential kreativer Begabungen besitzt, stand die R\u00fcckkehr nach Hofaschenbach an. Damit sich auch Agnes daf\u00fcr begeistern konnte, versprach er ihr, \u201ewenn in Hofaschenbach nichts los ist, dann machen wir halt was los\u201c. Es blieb nicht bei leeren Worten: Mit der Verabschiedung des Hessischen Volkshochschulgesetzes im Jahr 1972 wurde ihm die VHS-Zweigstelle mit der Ma\u00dfgabe \u00fcbertragen, in allen Ortsteilen der Gro\u00dfgemeinde N\u00fcsttal Kurse anzubieten. Sein Einsatz f\u00fchrte zu einem ausgesprochenen Boom an Angeboten. Diese umfassten neben Kreativkursen wie H\u00e4keln, Stricken, Malen und Tonarbeiten, um nur einiges zu nennen, auch berufliche Angebote. Handwerkliches wie Schwei\u00dfen stand ebenso auf dem Programm wie Buchf\u00fchrung, Sprachkurse und Informatik. Auch die Freizeitgestaltung mit Sportkursen, Vortr\u00e4gen und Filmvorf\u00fchrungen kam nicht zu kurz. Manchmal seien es bis zu 80 Kurse gewesen.<\/p>\n<p>Doch Adolf Trott lag auch das Musizieren am Herzen. Mit Hilfe der VHS-Musikschule wurde das Instrumentalspiel etabliert. Es gab eine Melodica-Gruppe, aus der Bl\u00e4sergruppe wurde im Jahre 1980 die Musikkapelle N\u00fcsttal gegr\u00fcndet, und Adolf Trott oblag die Tasten-Instrumenten-Gruppe mit zus\u00e4tzlicher Sing-, Tanz- und Gitarrengruppe. Die VHS-Zweigstelle habe f\u00fcr einige Vereine Pate gestanden wie beispielsweise die Rock\u00c2\u00b4n Roll-Tanzgruppe, die Gymnastikgruppe des Sportvereins, der Volkstanzgruppe \u201eN\u00e4ssetaler\u201c, der Gospelgruppe \u201eflash light\u201c oder der Akkordeongruppe \u201eOktavias\u201c. Die Akkordeongruppe war eines seiner Lieblingskinder. Mit ihr schaffte er Auftritte im Kulturkeller des Vonderau-Museums und in Kombination mit der Gospelgruppe Vortragsst\u00fccke wie \u201eSister-Act\u201c.<\/p>\n<p>Adolf Trott hatte und hat bis heute seine Finger mit im Spiel. So auch bei den beiden gro\u00dfen VHS-Jubil\u00e4umsveranstaltungen mit Ausstellungen, Konzert und Tanzvorf\u00fchrungen im November 1987 und 1997. Auch in der Ortspolitik war er aktiv. Hatte er schon im Jahre 1982 den Bildband \u201eN\u00fcsttal in historischen Bildern\u201c zusammengestellt, so gipfelte sein schriftstellerisches Tun im Arbeitskreis \u201eChronik 850 Jahre Hofaschenbach\u201c. Adolf Trott trug ma\u00dfgeblich zur Herausgabe der Dorfchronik zum Ortsjubil\u00e4um von Hofaschenbach im Jahr 2015 durch den Heimatverein bei. Ideen hat er trotz seiner 80 Lebensjahre noch reichlich. Er spielt weiter die Orgel, geht zum Morgenkreis freitags in den Kindergarten und schmettert mit den Kindern das von ihm verfasste Ulmensteinlied \u201eFrisch auf, frisch auf, zum Ulmenstein hinauf\u201c, nat\u00fcrlich mit Akkordeonbegleitung. In Sachen VHS will er sich zuk\u00fcnftig den neuen Online-Medien widmen. Damit er fit bleibt, hat er das Nordic Walking entdeckt. Seine \u201eNeu-Rentner-Formel\u201c, die ihm zudem noch interessante Erlebnisse und viel Natur beschert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Eigentlich k\u00f6nnte man mit einem Bericht \u00fcber seine Person und seine Aktivit\u00e4ten ein ganzes Buch f\u00fcllen. F\u00fcr die Menschen im N\u00fcsttal ist er eine \u201eInstitution\u201c. 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