{"id":150091,"date":"2016-04-11T18:15:17","date_gmt":"2016-04-11T16:15:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=150091"},"modified":"2016-04-11T18:15:17","modified_gmt":"2016-04-11T16:15:17","slug":"neuplanung-von-suedlink-%e2%80%a8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=150091","title":{"rendered":"Neuplanung von SuedLink \u00e2\u20ac\u00a8"},"content":{"rendered":"<p>Pressemitteilung im Original: Nachdem mit der Konsultation zum \u201ePositionspapier der Bundesnetzagentur zur Erdverkabelung\u201c derzeit die M\u00f6glichkeiten der direkten B\u00fcrgerbeteiligung zum Netzausbau abgeschlossen sind, muss der f\u00fcr die SuedLink-Trasse zust\u00e4ndige \u00dcbertragungsnetzbetreiber, die TenneT TSO GmbH, in den n\u00e4chsten Wochen die Vorgaben des o.g. Methodenpapiers in seinen Planungen umsetzen. Da SuedLink urspr\u00fcnglich als Freileitung gebaut werden sollte, wird nun eine komplette Neuplanung der Gleichstromtrasse erwartet. Dies bedeutet, dass alle Trassenverl\u00e4ufe, ob Vorzugs- oder Alternativtrassen, neu erarbeitet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Bestrebungen bisher betroffener Landkreise und Kommunen bereits zum jetzigen Zeitpunkt im Sinne des St. Florian-Prinzips (\u00fcberall, nur nicht bei mir) Vorschl\u00e4ge f\u00fcr neue Leitungstrassen einzubringen, ist kontraproduktiv und abzulehnen. Vielmehr sollte das Augenmerk auf die Sinnhaftigkeit des gesamten Netzausbaus gelegt werden, auf alternative M\u00f6glichkeiten, wie durch F\u00f6rderung regionaler Energiekonzepte und die Verst\u00e4rkung des dezentralen Verteilnetzes die gro\u00dfen \u00dcbertragungsleitungen auf ein Minimum beschr\u00e4nkt werden k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr uns vom Bundesverband der B\u00fcrgerinitiativen gegen SuedLink (BBgS) stellt sich nach wie vor die grunds\u00e4tzliche Frage, ob wir die Gleichstromtrassen f\u00fcr die Energiewende und eine sichere und bezahlbare Energieversorgung \u00fcberhaupt brauchen. Wir werden nicht m\u00fcde werden, eine unabh\u00e4ngige Bedarfsermittlung f\u00fcr diese Trassen einzufordern\u201c, gibt sich der Vorstand des BBgS k\u00e4mpferisch, \u201edenn wir f\u00fchlen uns den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern entlang der Trasse verpflichtet, die sich seit Monaten f\u00fcr den Erhalt ihrer Lebensqualit\u00e4t, ihrer Gesundheit, ihres Wohnumfeldes und der Natur einsetzen.\u201c<\/p>\n<p>Das Methodenpapier der Bundesnetzagentur f\u00fcr Gleichstromvorhaben mit gesetzlichem Erdkabelvorrang soll den \u00dcbertragungsnetzbetreibern als Richtlinie f\u00fcr die Vorbereitung und die Durchf\u00fchrung der Bundesfachplanung dienen. Der gesetzliche Rahmen wird unter anderen auch durch das NABEG (Netzausbaubeschleunigungsgesetz) festgelegt. Dieses Gesetz schr\u00e4nkt verst\u00e4rkt die B\u00fcrgerbeteiligung bei der Bundesfachplanung ein, denn trotz verschiedener Konsultationsm\u00f6glichkeiten zum Netzausbau ergibt sich daraus keine Verbindlichkeit f\u00fcr die Bundesnetzagentur. Die Stellungnahmen der \u00d6ffentlichkeit werden somit nicht geb\u00fchrend ber\u00fccksichtigt. <\/p>\n<p>\u201eDas Positionspapier der Bundesnetzagentur zielt zwar in die richtige Richtung, wenn man den Bau der SuedLink-Trasse als unumg\u00e4nglich betrachten w\u00fcrde, doch es bleibt in weiten Teilen vage und unverbindlich. Die Tatsache, dass eine Erdverkabelung der Trasse den \u00dcbertragungsnetzbetreibern mehr Geld in die Kasse sp\u00fclen w\u00fcrde, l\u00e4sst zwar vermuten, dass auch TenneT an umfangreichen Neuplanungen interessiert ist. Die vorrangige Problematik erschlie\u00dft sich jedoch erst, wenn man die Stromnetzplanungen im europ\u00e4ischen Konsens betrachtet. Dar\u00fcber muss verst\u00e4rkt in der \u00d6ffentlichkeit diskutiert werden.\u201c, erl\u00e4utert Verbandssprecher Guntram Ziepel weiter und, \u201e es ist zwar zu begr\u00fc\u00dfen, dass die BNetzA versucht, im Sinne eines Prozessmanagements ein \u201eZielsystem Netzausbau\u201c aufzubauen, aber dieses darf keinesfalls durch die \u00dcbertragungsnetzbetreiber und ohne geeignete Pr\u00fcfschritte der Beh\u00f6rde erstellt werden. Das eigentliche Ziel ist eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende auf Basis der Erneuerbaren Energien und wir m\u00fcssen uns im Klaren dar\u00fcber sein, dass es viele Bestrebungen gibt, dies zu verhindern, sei es von Seiten konventioneller Kraftwerksbetreiber, von Wirtschaftslobbyisten oder durch die vielfach kontr\u00e4re Energiepolitik unserer europ\u00e4ischen Nachbarn.\u201c<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Stromkonzerne haben die rasante Entwicklung der Erneuerbaren Energien untersch\u00e4tzt und versuchen jetzt verst\u00e4rkt, ihre Gesch\u00e4ftsmodelle  anzupassen. Ihnen geht es dabei nicht um eine b\u00fcrgerfreundliche, saubere und bezahlbare Energieversorgung, sondern haupts\u00e4chlich um viel Geld, Macht und Einflussnahme. <\/p>\n<p>Die gesamtgesellschaftliche Aufgabe einer sicheren Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Energie f\u00fcr Strom, W\u00e4rme und Mobilit\u00e4t wird f\u00fcr alle politischen Entscheidungstr\u00e4ger zur gewaltigen Herausforderung werden. Das \u201eZielsystem der Energiewende\u201c muss von einem zukunftsf\u00e4higen Konzept getragen werden. Neue Wege \u2013 neue M\u00f6glichkeiten. Es hat sich schon vielfach gezeigt, dass die richtigen F\u00f6rderma\u00dfnahmen zielf\u00fchrend sein k\u00f6nnen. Wir erwarten hierbei objektive Entscheidungen der Bundesregierung und prangern den \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Einfluss von Industrie- und Wirtschaftslobbyisten an, denn Politik darf nicht erpressbar sein.<\/p>\n<p>Wir B\u00fcrger m\u00f6chten in diesen Entscheidungsprozess eingebunden werden. SuedLink ist f\u00fcr uns ein Schritt in die falsche Richtung und daher werden wir die weiteren Netzplanungen gewohnt kritisch verfolgen. Jeder kann sich \u00fcber die m\u00f6glichen Alternativen ausreichend informieren und unterst\u00fctzt durch eine objektive mediale Aufarbeitung des Themas, k\u00f6nnte weiteres Interesse bzw. Verst\u00e4ndnis geweckt werden. <\/p>\n<p>Der Sprecherkreis des Bundesverbandes der B\u00fcrgerinitiativen gegen SuedLink<\/p>\n<p>Guntram Ziepel<br \/>\nVeronika Papenhagen-Stannick<br \/>\nMaria Quanz<br \/>\nErdmuthe Hoeft<br \/>\nSiegfried Lemke\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Pressemitteilung im Original: Nachdem mit der Konsultation zum \u201ePositionspapier der Bundesnetzagentur zur Erdverkabelung\u201c derzeit die M\u00f6glichkeiten der direkten B\u00fcrgerbeteiligung zum Netzausbau abgeschlossen sind, muss der f\u00fcr die SuedLink-Trasse zust\u00e4ndige \u00dcbertragungsnetzbetreiber, die TenneT TSO GmbH, in den n\u00e4chsten Wochen die Vorgaben des o.g. Methodenpapiers in seinen Planungen umsetzen. 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