{"id":149550,"date":"2016-03-22T18:59:16","date_gmt":"2016-03-22T17:59:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=149550"},"modified":"2016-03-22T18:59:16","modified_gmt":"2016-03-22T17:59:16","slug":"simone-mueller-ist-seit-dieser-vergangener-woche-koordinatorin-fuer-die-oeko-modellregion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=149550","title":{"rendered":"Simone M\u00fcller ist seit dieser vergangener Woche Koordinatorin f\u00fcr die \u00d6ko-Modellregion"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/157-\u00d6ko-Modellregion.jpg\" rel=\"attachment wp-att-149561\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/157-\u00d6ko-Modellregion-265x177.jpg\" alt=\"157-\u00d6ko-Modellregion\" width=\"265\" height=\"177\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-149561\" \/><\/a>\u201eDas ist der Haken, an dem ich mich festhalten kann, um den Betrieb fortzuf\u00fchren\u201c, sagt Nebenerwerbslandwirt Thomas Sauer aus Poppenhausen. Er begr\u00fc\u00dft, dass sich der Landkreis im vergangenen Jahr beim Land f\u00fcr die Teilnahme an einem Projekt zum \u00d6kolandbau beworben hatte. Seit Mai 2015 geh\u00f6rt Fulda nun zu einer von drei \u00d6ko-Modellregionen in Hessen.<\/p>\n<p>Bereits heute weist die Rh\u00f6n mit rund zw\u00f6lf Prozent einen im hessischen Vergleich hohen Anteil an Biobetrieben auf. \u201eZiel der \u00d6ko-Modellregion ist es nicht, ausschlie\u00dflich auf Biobetriebe zu setzen. Aber es soll so viele geben, dass der Verbraucher beim Kauf regionaler Lebensmittel die Wahl zwischen biologisch und konventionell erzeugten hat\u201c, erl\u00e4utert Rieke Trittin, Sachbearbeiterin im Fachdienst Landwirtschaft. Als Ziel f\u00fcr den F\u00f6rderzeitraum bis 2017 wird ein Fl\u00e4chenanteil von 16 Prozent \u00d6kolandbau angestrebt. Daf\u00fcr m\u00fcssten pro Jahr f\u00fcnf Betriebe auf biologische Produktion umstellen. Bis 2023 soll ein \u00d6ko-Fl\u00e4chenanteil von 20 Prozent erreicht werden. Dies entspricht auch der Zielsetzung f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n.<\/p>\n<p>Thomas Sauer bewirtschaftet gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Frau einen Milchviehbetrieb mit 30 K\u00fchen. \u201eAls kleiner Bauernhof k\u00f6nnen wir nicht mit Weltmarktpreisen konkurrieren\u201c, sagt er. Dabei sind seine weidenden Tiere aber auch Landschaftspfleger im \u201eLand der offenen Fernen\u201c \u2013 und ein h\u00fcbscher Anblick f\u00fcr Wanderer am Pferdskopf. Zw\u00f6lf der 41 Hektar Gr\u00fcnland der Sauers k\u00f6nnen aufgrund der Steillage ausschlie\u00dflich als Hutung genutzt werden. Auf Anregung der landwirtschaftlichen Beraterin des Vereins Natur und Lebensraum Rh\u00f6n, Janet Emig, plant die Familie, auf Mutterkuhhaltung und biologische Fleischerzeugung umzusteigen. \u201eDaf\u00fcr m\u00fcssen wir fast nichts \u00e4ndern\u201c, erl\u00e4utert Thomas Sauer. \u201eUnsere gro\u00dfz\u00fcgigen Laufst\u00e4lle gen\u00fcgen jetzt bereits Bio-Kriterien. Auch der Verzicht auf Minerald\u00fcnger bedeutet keinen Einschnitt, weil ich damit schon immer sparsam umgegangen bin.\u201c<\/p>\n<p>Beim Gro\u00dfteil der Bioh\u00f6fe im Landkreis handelt es sich um Gr\u00fcnlandbetriebe. K\u00fcnftig soll verst\u00e4rkt ein Augenmerk auf die \u00f6kologische Umstellung des Ackerbaus gelegt werden. Auch der Aufbau einer regionalen Biomilch-Verarbeitung und -Vermarktung sowie der verst\u00e4rkte Einsatz von regionalen Bio-Produkten in der Gastronomie sind Schwerpunkte des Projekts. <\/p>\n<p>Extra f\u00fcr diese Aufgaben hat der Landkreis jetzt eine Koordinatorin f\u00fcr \u00d6kolandbau eingestellt, deren Stelle zu 75 Prozent vom Land Hessen finanziert wird. Die Agraringenieurin Simone M\u00fcller leitete vor ihrem Wechsel nach Fulda zuletzt die Direktvermarktung eines Bioland-Betriebs in Nordrhein-Westfalen. Seit 2007 war die ausgebildete Landwirtin, die zudem Sozialp\u00e4dagogik mit Schwerpunkt Beratung studiert hat, in verschiedenen \u00f6kologischen Landwirtschaftsbetrieben in leitender Position t\u00e4tig.<\/p>\n<p>\u201eEine meiner Hauptaufgaben hier wird sein, die Landwirte &#8211; etwa die Ackerbauern des Fuldaer Beckens und die Gr\u00fcnlandbetriebe der Rh\u00f6n &#8211; untereinander zu vernetzen und gemeinsam mit Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern regionale Wertsch\u00f6pfungsketten aufzubauen\u201c, k\u00fcndigt die 44-J\u00e4hrige an.<\/p>\n<p>Auf verschiedenen Messen hat der Landkreis bereits die \u00d6ko-Modellregion vorgestellt: mit Fruchtaufstrichen, Sirups, Apfel-Quitte-Secco und \u201eRh\u00f6nkrachern\u201c \u2013 alles \u00f6kologische Leckereien aus der Region. Jedoch ist der Geschmack nicht der einzige Nutzen, den der Verbraucher aus dem Projekt zieht. \u201eDie Landwirtschaft wird sich verst\u00e4rkt an Werten wie Ressourcenschutz, nachhaltiger Landentwicklung und verbrauchernaher Lebensmittelerzeugung ausrichten. Konkret bedeutet dies beispielsweise, eine geringere Belastung des Grundwassers mit Schadstoffen und eine garantiert gentechnikfreie  Nahrungsmittelerzeugung\u201c, erl\u00e4utert Janet Emig, die ma\u00dfgeblich an der Erarbeitung des Konzepts zur \u00d6ko-Modellregion mitgewirkt hat. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eDas ist der Haken, an dem ich mich festhalten kann, um den Betrieb fortzuf\u00fchren\u201c, sagt Nebenerwerbslandwirt Thomas Sauer aus Poppenhausen. Er begr\u00fc\u00dft, dass sich der Landkreis im vergangenen Jahr beim Land f\u00fcr die Teilnahme an einem Projekt zum \u00d6kolandbau beworben hatte. 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