{"id":149526,"date":"2016-03-22T18:55:47","date_gmt":"2016-03-22T17:55:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=149526"},"modified":"2016-03-22T18:55:47","modified_gmt":"2016-03-22T17:55:47","slug":"kolping-werkwochen-starten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=149526","title":{"rendered":"Kolping Werkwochen starten"},"content":{"rendered":"<p>Steffen Kempa begr\u00fc\u00dft die teilnehmenden Personen der Pressekonferenz zum Projektstart der Kolping-Werkwochen des Kolping Di\u00f6zesanverbandes Fulda. Brigitte Kram, Initiatorin und Ideengeberin des Projektes Kolping-Werkwochen berichtet eindrucksvoll von ihren Erfahrungen, sowohl als B\u00fcrgermeisterin der Rh\u00f6n-Gemeinde Ebersburg als auch ihren pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit Gefl\u00fcchteten.  Sie stellt  fest, dass die Erstversorgung der Fl\u00fcchtlinge weitesgehend gew\u00e4hrleistet ist und sich besonders in diesem Bereich  viele freiwillige Helfer  durch z.B. Kleiderspenden und Fahrdienste  einbringen. Diese ehrenamtliche Arbeit ben\u00f6tigt allerdings Unterst\u00fctzung, wenn es in einem n\u00e4chsten Schritt darum gehe, Gefl\u00fcchtete  nachhaltig in Deutschland zu integrieren und ihnen eine Perspektive zu vermitteln. Aus dieser Erkenntnis resultiert das Projekt Kolping-Werkwochen. \u201eUnser Projekt Kolping Werkwochen ist ein Beitrag des Kolpingwerkes Di\u00f6zesanverband Fulda zur ersten Berufsorientierung von Asylbewerbern im Handwerk\u201c, so Brigitte Kram. \u201e Wir konzentrieren uns auf die Zusammenarbeit mit Asylbewerbern, die schon etwas l\u00e4nger in Deutschland sind. Sprachliche Grundlagen sind meist vorhanden. Die Teilnehmenden sollen erste Grundkenntnissen des deutschen  Berufs- und Ausbildungssystem  erlangen. Eine gute Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft und er\u00f6ffnet mehr Chancen als eine dauerhafte Anstellung als Hilfskraft &#8211; dies gilt f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten ebenso wie f\u00fcr die aufnehmende Gesellschaft. Kolping ist pr\u00e4destiniert f\u00fcr diese Projektarbeit, als Sozialverband setzen wir uns schon lange f\u00fcr Bildung und Hilfe zur Selbsthilfe ein. .\u201c<\/p>\n<p>Vor allem f\u00fcr Betriebe, die aufgrund von Betriebsgr\u00f6\u00dfe oder Personalstruktur nur schwer Praktikums- oder Ausbildungspl\u00e4tze anbieten k\u00f6nnen, sei die Kolping-Werkwoche die Chance, ihr Berufsbild und die handwerkliche Leistung zu pr\u00e4sentieren, so Steffen Kempa, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Kolping Di\u00f6zesanverbandes Fulda. \u201eEine Win-Win-Strategie; denn Handwerksbetriebe haben unter Umst\u00e4nden auch die M\u00f6glichkeit potentiell Interessierte f\u00fcr eine Ausbildung in ihrem Betrieb zu gewinnen. Als Kolping f\u00fchlen wir uns auf ganz besondere Weise mit dem Handwerk verbunden.\u201c<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich zum Josefstag am 18.03.2016, an dem sich die Katholische Kirche und die Politik traditionell f\u00fcr Benachteiligte in der Arbeitswelt engagieren, startet das Projekt Kolping-Werkwochen. \u201e Viele unserer rund 4500 Mitglieder freuen sich,  dieses tolle Projekt ehrenamtlich zu begleiten\u201c,  best\u00e4tigt Kempa.<\/p>\n<p>Projektkoordinatorin Mareike Wei\u00dfm\u00fcller erl\u00e4utert den Ablauf: \u201eDie Werkwoche ist ein mehrt\u00e4giges Projekt, was theoretische Schulungseinheiten mit praktischen Erfahrungen verbinden soll. In der Theorie sollen die grunds\u00e4tzlichen Voraussetzungen f\u00fcr eine kompetente Teilnahme am deutschen Arbeitsmarkt vermittelt werden, an folgenden Praxistagen sollen die Teilnehmer die M\u00f6glichkeit bekommen f\u00fcr einen Tag in verschiedene Berufe hinein zu schnuppern.\u201c  <\/p>\n<p>Brigitte Kram verdeutlicht noch einmal die Situation der Betriebe in dem Kommunen, die zunehmenden Probleme haben, geeignete Auszubildenden zu finden. \u201eHier gehen wir gemeinsam ein Schritt in die richtige Richtung\u201c. Stephan Kowoll berichtet als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kolping Recycling GmbH, von weiteren Vorteilen, die sich ihm als Partnerbetrieb in diesem Projekt bieten.  Er verdeutlicht anschaulich, dass neben der Bedeutung des sozialen Engagements des Betriebes und einer potentiellen Mitarbeitergewinnung, er besonders f\u00fcr die Koordination des Projekts dankbar ist. \u201eIch verlasse mich voll und ganz auf den starken Partner Kolping Di\u00f6zesanverband Fulda, der sich um rechtliche Grundlagen, Versicherungsangelegenheiten und um die n\u00f6tige Vorbildung der Teilnehmenden k\u00fcmmert. Ich habe als Unternehmer eines kleinen mittelst\u00e4ndigen Unternehmens mit 8 Mitarbeitern nicht die Kapazit\u00e4ten, mich mit diesem Aspekt zu besch\u00e4ftigen. Als teilnehmender Betrieb signalisiere ich lediglich meine Bereitschaft mitzuwirken. Um alles weitere k\u00fcmmern sich die Koordinatoren des Projekts.<\/p>\n<p>Auch Tigist aus \u00c4thiopien schildert exemplarisch f\u00fcr die vielen Gefl\u00fcchtet ihre Situation: Geflohen sei sie wegen der unsicheren innenpolitischen Lage in ihrem Herkunftsland. Da das Grundbed\u00fcrfnis der Sicherheit nun befriedigt ist, hegt sie den Wunsch nach einer Lebensperspektive: \u201eEs reicht mir nicht, in Deutschland Essen und ein Bett zu bekommen; ich m\u00f6chte mich in die Gesellschaft einbringen. Ich m\u00f6chte praktische Erfahrungen sammeln mit einer Chance auf ein besseres Leben.\u201c \u201eAus diesem Grund ist es f\u00fcr uns so wichtig, einen Beitrag zur Integration zu leisten. Auch wenn die Gefl\u00fcchteten wenig Aussicht auf ein dauerhaftes Bleiberecht haben und diese ihr erlerntes Know-how mit in ihr Herkunftsland nehmen. Auch dann haben wir  viel erreicht, und einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation initiiert\u201c, erg\u00e4nzt Kempa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Steffen Kempa begr\u00fc\u00dft die teilnehmenden Personen der Pressekonferenz zum Projektstart der Kolping-Werkwochen des Kolping Di\u00f6zesanverbandes Fulda. 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