{"id":149512,"date":"2016-03-22T18:51:11","date_gmt":"2016-03-22T17:51:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=149512"},"modified":"2016-03-22T18:54:30","modified_gmt":"2016-03-22T17:54:30","slug":"150-jugendliche-begehen-dioezesanen-weltjugendtag-mit-bischof-heinz-josef-algermissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=149512","title":{"rendered":"150 Jugendliche begehen di\u00f6zesanen Weltjugendtag mit Bischof Heinz Josef Algermissen"},"content":{"rendered":"<p>150 Jugendliche aus verschiedenen Regionen des Bistums Fulda versammelten sich am Palmsonntag in der Bischofsstadt, um gemeinsam mit Bischof Heinz Josef Algermissen den di\u00f6zesanen Weltjugendtag zu feiern. Unter dem Motto \u201eBarmherzigkeit \u2013 macht die Herzen weit!\u201c setzten sich die jungen Erwachsenen mit der f\u00fcnften der so genannten Seligpreisungen der Bergpredigt Jesu auseinander. \u201eBarmherzigkeit ist der Warmherzigkeit mit einem \u00e2\u20ac\u0161B\u00e2\u20ac\u02dc davor, oder?\u201c, fragte Luisa Kriegelstein in einem kurzen Theaterst\u00fcck in die Runde. Ihre Mitdarstellerinnen Theresa Schmitt und Anna M\u00f6ller hatten noch weitere Erg\u00e4nzungen parat: \u201eJemanden vergeben, der dich mit Worten oder Taten verletzt hat oder auf Schw\u00e4chere und Ausgegrenzte zugehen. Manchmal muss man eben ein Risiko eingehen und den inneren Schweinehund \u00fcberwinden.\u201c<\/p>\n<p>Die drei Jugendlichen aus Kalbach f\u00fchrten mit ihrem St\u00fcck, das unter der Leitung von Timo Hillenbrand entstand, ins Thema ein, um dass sich am Nachmittag das B\u00fchnenprogramm in der Aula des Marianums drehte. Kilian Machill aus Fulda-Niesig und Marina Brenzel aus Petersberg-Marbach moderierten durch das abwechslungsreiche Programm, das musikalisch von der Band \u201eExhalation\u201c aus Steinau-Steinhaus gestaltet wurde. H\u00f6hepunkt war das Interview von Schwester Maria und Sophie-Pauline. Die beiden Schwestern aus dem Orden des heiligen Vinzenz von Paul berichteten \u00fcber ihren Weg ins Kloster und ihre Arbeit als Barmherzige Schwestern. \u201eDiesem Ideal zu folgen ist schwer. Aber ich gebe jeden Tag mit aller Kraft das, was ich kann, und den Rest macht Jesus\u201c, sagte Schwester Maria. F\u00fcr sie sei Barmherzigkeit eine tiefe Liebe, die man weitergeben m\u00fcsse. Sie warb daf\u00fcr, im anderen die Gegenwart Gottes zu sehen. Praktisch erlebe sie das immer wieder bei Besuchen von Kranken. \u201eDa bringe ich zum einen, dem anderen eine Wertsch\u00e4tzung entgegen und zum anderen sp\u00fcre ich, dass ich zu etwas gut bin. Das macht mich gl\u00fccklich, so dass ich manchmal vor Freude h\u00fcpfen k\u00f6nnte\u201c, so Schwester Maria, die auch spontan die Jugendlichen mit einem eigenen Lied zum Thema begeisterte.<\/p>\n<p>In der Besuchsaktion konnten die jungen Erwachsenen dann diese praktische Form der Barmherzigkeit selbst ausprobieren. Sie besuchten das Antoniusheim, das Herz-Jesu-Krankenhaus und das Heilig-Geist-Seniorenzentrum. Anna M\u00f6ller sagte nach den Besuchen: \u201eEs war beeindruckend f\u00fcr mich, wie sehr sich die Menschen \u00fcber unseren Besuch gefreut haben. Das h\u00e4tte ich vorher nicht gedacht\u201c, so die 20-J\u00e4hrige aus Niederkalbach. Auch Jonas Drescher ist begeistert: \u201eEiner hat mir ganz offen von seiner Familie und seinen Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg berichtet. Mein Besuch tat ihm gut. Das machte auch mich gl\u00fccklich\u201c, so der 17-J\u00e4hrige aus Fritzlar.<\/p>\n<p>Zu diesen Werken der Barmherzigkeit hatte Bischof Heinz Josef Algermissen die Jugendlichen bereits am Vormittag bei der Feier der Palmsonntagsliturgie ermutigt. \u201eIn dieser Zeit der Unbarmherzigkeit und Brutalit\u00e4t, braucht es in der christlichen Nachfolge Werke der Barmherzigkeit, die immer eine  gro\u00dfe menschliche Leistung sind\u201c, sagte Algermissen zu Beginn der Feier in der Michaelskirche. Er erinnerte an die acht S\u00e4ulen, die die Rotunde der Kirche tragen. Sie stehen f\u00fcr die acht Seligpreisungen, von denen eine lautet: \u201eSelig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden\u201c (Matth\u00e4us 5,7). Damit geh\u00f6re die Barmherzigkeit zum Fundament des christlichen Lebens. Nach der Weihe der Palmstr\u00e4u\u00dfe zogen die Jugendlichen mit Kreuz und Fahnen zusammen mit Bischof Algermissen von der Michaelskirche \u00fcber den Domplatz durch das Mittelportal in den Fuldaer Dom, wo die Messfeier fortgesetzt wurde. Dabei lasen die Jugendlichen die Lukaspassion und beteten in verschiedenen Sprachen f\u00fcr die Anliegen der Welt. Musikalisch gestaltete der Jugendkathedralchor unter der Leitung von Franz Peter Huber die Palmsonntagsliturgie im Dom mit.<\/p>\n<p>In seinem Gru\u00dfwort im Marianum erinnerte Bischof Algermissen an die \u00f6rtliche N\u00e4he von Auschwitz und Krakau. \u201eDie beiden Orte sind zeigen, wozu der Mensch f\u00e4hig sein kann: zu Wunderbarem und zu Teuflischem\u201c, so der Bischof. Er ermutigte die jungen Pilger sich beiden Wirklichkeiten zu stellen und so zum Aufbau einer besseren Welt in Liebe und Frieden beizutragen. Zudem habe er Krakau als eine junge und lebendige Stadt pers\u00f6nlich erlebt, wo Jugendliche auch zur Beichte anst\u00fcnden. Daher w\u00fcnschte er sich: \u201e Macht in diesen Tagen nicht nur eine oberfl\u00e4chliche Erfahrung in der Masse, sondern nutzt diese Tage in Krakau, dass es tiefe geistliche Tage werden, die euer Leben pr\u00e4gen\u201c. In diesem Zusammenhang entsandte Bischof Algermissen auch wieder das Jugendkreuz des Bistums auf die n\u00e4chste Etappe. Jugendliche aus Eiterfeld \u00fcbernahmen es aus der Hand des Bischofs und brachten es am Abend in ihre Pfarrei. Er bat darum, dieses Kreuz in Ehren zu halten und es im Gebet zu pflegen, da schon so viele Menschen in den vergangenen Jahren ihre N\u00f6te und Sorgen in Vertrauen auf die Jugendlichen mit diesem Kreuz verbunden haben.<\/p>\n<p>Der Gebetsabend, der musikalisch von der Band \u201eLobklang\u201c aus Marburg gestaltet wurde, schloss den di\u00f6zesanen Weltjugendtag ab. In seiner Katechese ermutigte Jugendpfarrer Thomas Renze die Jugendlichen, sich die Barmherzigkeit Gottes in der Beichte neu schenken zu lassen. Sie sei ein Geschenk. \u201eGott verzeiht ohne zu fragen. Er streckt uns beide H\u00e4nde aus und will, dass wir an seinem Herzen ruhen. Er will das Leben mit uns teilen und sehnt sich danach uns zu vergeben\u201c, so Renze. Dabei gehe es um jeden ganz pers\u00f6nlich und um einen Blick in die Zukunft. W\u00e4hrend der Anbetung nutzten viele Jugendliche die M\u00f6glichkeit zur Beichte, so dass es sogar zu Wartezeiten kam.<\/p>\n<p>Der Bistumsjugendpfarrer, der das Vorbereitungsteam an diesem Tag leitete, \u00e4u\u00dferte sich zufrieden mit der Veranstaltung: \u201eEs ist uns gelungen, das Wort Barmherzigkeit f\u00fcr die Jugendlichen konkret in ihren Alltag hinein zu \u00fcbersetzen. Sie konnten sich die Barmherzigkeit durch Gott pers\u00f6nlich neu schenken lassen und haben sie zugleich an andere weitergeben. Das macht mich froh und ich freue mich auf den Weltjugendtag in Krakau\u201c, so Thomas Renze.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kurzfahrt des Bistums Fulda zum Weltjugendtag sind noch Pl\u00e4tze frei, weshalb das Vorbereitungsteam am Palmsonntag mit einem Informationszelt noch mal auf die Fahrt besonders aufmerksam machte. Der Anmeldeschluss ist der 31. M\u00e4rz. Weitere Informationen unter www.weltjugendtag.bistum-fulda.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>150 Jugendliche aus verschiedenen Regionen des Bistums Fulda versammelten sich am Palmsonntag in der Bischofsstadt, um gemeinsam mit Bischof Heinz Josef Algermissen den di\u00f6zesanen Weltjugendtag zu feiern. 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