{"id":149112,"date":"2016-03-11T18:36:02","date_gmt":"2016-03-11T17:36:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=149112"},"modified":"2016-03-11T18:36:02","modified_gmt":"2016-03-11T17:36:02","slug":"kreissynode-beschaeftigt-sich-mit-zukunftsbeschluessen-und-haushalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=149112","title":{"rendered":"Kreissynode besch\u00e4ftigt sich mit Zukunftsbeschl\u00fcssen und Haushalt"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Tagesordnungspunkte stellte die Kreissynode in Fulda in den Mittelpunkt der Verhandlungen, den Bericht \u00fcber den Ver\u00e4nderungsprozess und die Zukunft der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, wie sie die Landessynode im Herbst 2015 beschlossen hatte, sowie die Haushalte f\u00fcr 2016 und 2017 im Kirchenkreis Fulda.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des landeskirchlichen Zukunftsausschusses Pfarrer Wolfgang Kallies (Kassel) berichtete den rund 90 Fuldaer Synodalen \u00fcber den Zukunftsprozess der Landeskirche. Ziel des Prozesses sei es, die Volkskirche qualitativ weiter zu entwickeln angesichts geringer werdender finanzieller Mittel und auf lange Sicht weniger werdender Gemeindeglieder aufgrund des demographischen Wandels. Bis zum Jahr 2026 werden daf\u00fcr 25 Prozent der Haushaltsmittel in der gesamten Landeskirche eingespart. \u201eDabei ging es nicht um blo\u00dfes K\u00fcrzen, sondern darum, in einer kleiner werdenden Kirche die Kraft zu Neuem zu erhalten\u201c, so der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n<p>Der Reformprozess wurde in f\u00fcnf sogenannten Korridore aufgeteilt: Geb\u00e4ude, Theologisches Personal, Sonderhaushalte, Diakonie und Verwaltung mit Mitarbeitenden. Besonders interessiert zeigte sich die Synode an den Bereichen kirchliche Geb\u00e4ude und theologisches Personal. \u00dcber die Kirchengeb\u00e4ude wolle man, so die Landessynodenbeschl\u00fcsse, weiterhin vor Ort sichtbar sein, Gemeindeh\u00e4user, wenn m\u00f6glich, multifunktional und kooperativ nutzen. Die rund 1100 Kirchen der Landeskirche werden dabei vor Gemeindeh\u00e4usern und Pfarrh\u00e4usern priorisiert und in Regional-, Lokal- und Okkasionalkirchen &#8211; f\u00fcr bestimmte Anl\u00e4sse &#8211; kategorisiert und entsprechend unterschiedlich bauunterhalten. Beim theologischen Personal sollen Pfarrer und Pfarrerinnen zuk\u00fcnftig intensiver zusammenarbeiten und Kooperationsr\u00e4ume bilden. \u201eMit zuk\u00fcnftig mindestens 400 Gemeindepfarrstellen und 150 funktionalen Stellen soll die fl\u00e4chendeckende Versorgung der Gemeinden gew\u00e4hrleistet sein\u201c, so Kallies. Der Propst des Sprengels Hanau Bernd B\u00f6ttner warf ein, dass man in Zukunft mehr ressourcenorientiert fragen m\u00fcsse, welche Aufgaben zuk\u00fcnftig in Kooperationen durch Gemeinden m\u00f6glich seien und welche nicht. Die Landessynodalen Pfarrer Wolfgang Echtermeyer und G\u00fcnter Ungermann betonten nach einer ersten Diskussion zu den Zukunftspl\u00e4nen gleicherma\u00dfen, dass der Vortrag von Pfarrer Kallies erst der Auftakt f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Planen und Umsetzen im Kirchenkreis Fulda sei, man aber hoffnungsvoll sei, dass durch die angesto\u00dfenen Reformprozesse ein guter Weg f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Kirche eingeschlagen sei.<\/p>\n<p>Bei den Haushaltsbeschl\u00fcssen f\u00fcr die evangelische Kirche in Fulda machte Kirchenkreisamtsleiter Hans-Martin K\u00fcmmel deutlich, dass der Kirchenkreis in den Jahren 2016 und 2017 erstmals nicht ohne R\u00fccklagenentnahmen ausgekommen sei. F\u00fcr die Erhaltung der Tr\u00e4gerschaft kirchlicher Kindertagesst\u00e4tten, die Finanzierung einiger Beratungsstellen des Diakonischen Werks Fulda sowie die F\u00f6rderung der Kirchenmusik und des Sozialfonds f\u00fcr die Kinder- und Jugendarbeit musste der Kirchenkreis Fulda beachtliche R\u00fccklagen entnehmen. Dekan Bengt Seeberg erg\u00e4nzte, dass die Aufgaben der Kindertagesst\u00e4tten der einzige Bereich in den Haushalten sei, in dem keine Einsparungen erfolgen w\u00fcrden und damit herausragende Priorit\u00e4t habe, wenn man hier auch an die Schmerzgrenze gehe, was sich die evangelische Kirche noch finanziell leisten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Die zu erwartenden tariflich bedingten Personalkostensteigerungen, erkl\u00e4rte K\u00fcmmel weiter, werden nicht mehr durch die Kirchensteuer-Mehreinnahmen gedeckt. Auch die geplanten Projekte im Rahmen des Reformationsjubil\u00e4ums 2017 k\u00f6nnen nicht aus den laufenden Haushaltsmitteln bestritten werden. Ingesamt liegen die Haushalte in den zwei kommenden Jahren jeweils bei rund 3,8 Mio. Euro. Einen Konsolidierungsprozess beim Haushalt regte der Vorsitzende des Finanzausschusses Bernd Klee an.<\/p>\n<p>Dekan Bengt Seeberg zeigte sich dankbar, so der Pressebeauftragte des Kirchenkreises Fulda Pfarrer Stefan B\u00fcrger, gegen\u00fcber allen Kirchensteuerzahlern, die diese wichtigen Aufgaben finanzieren. Ankn\u00fcpfend an die Andacht von Pfarrer Holger Biehn und dem Festhalten am Bekenntnis zu Jesus Christus stellte er angesichts der Reformen in den n\u00e4chsten Jahren ohne Bange fest: \u201eVer\u00e4nderungen im Sinne des Herrn Jesus sind urevangelisch.\u201c<\/p>\n<p>Bild: Pfarrer Wolfgang Kallies (links) Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Zukunftsausschusses der EKKW mit (von links) Pfarrer Wolfgang Echtermeyer, Vorsitzender der Synode Andreas Maraun, G\u00fcnter Ungermann und Dekan Bengt Seeberg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zwei Tagesordnungspunkte stellte die Kreissynode in Fulda in den Mittelpunkt der Verhandlungen, den Bericht \u00fcber den Ver\u00e4nderungsprozess und die Zukunft der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, wie sie die Landessynode im Herbst 2015 beschlossen hatte, sowie die Haushalte f\u00fcr 2016 und 2017 im Kirchenkreis Fulda. 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