{"id":149096,"date":"2016-03-10T19:37:41","date_gmt":"2016-03-10T18:37:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=149096"},"modified":"2016-03-10T19:37:41","modified_gmt":"2016-03-10T18:37:41","slug":"40-jahre-osterputz-im-landkreis-fulda%e2%80%a8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=149096","title":{"rendered":"40 Jahre Osterputz im Landkreis Fulda\u00e2\u20ac\u00a8"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/125-Hofaschenbach_Auftakt_Osterputzaktion_2015_1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-149105\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-149105\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/125-Hofaschenbach_Auftakt_Osterputzaktion_2015_1-265x145.jpg\" alt=\"125-Hofaschenbach_Auftakt_Osterputzaktion_2015_1\" width=\"265\" height=\"145\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/125-Hofaschenbach_Auftakt_Osterputzaktion_2015_1-265x145.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/125-Hofaschenbach_Auftakt_Osterputzaktion_2015_1-768x422.jpg 768w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/125-Hofaschenbach_Auftakt_Osterputzaktion_2015_1-600x329.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/125-Hofaschenbach_Auftakt_Osterputzaktion_2015_1.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Rund 150.000 flei\u00dfige Helfer, mehr als 20.000 unentgeltlich erbrachte Arbeitsstunden, etwa 200.000 gef\u00fcllte M\u00fclls\u00e4cke und rund 15.000 Kubikmeter M\u00fcll, der an Stra\u00dfen- und Waldr\u00e4ndern sowie an Flussl\u00e4ufen gesammelt wurde\u00c2\u00a0 \u2013 das sind die aktuellen \u201eBilanzkennzahlen\u201c der Osterputzaktion im Fuldaer Land.<\/p>\n<p>Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hatte die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Region vor ziemlich genau 40 Jahren zum ersten Mal dazu aufgerufen, sich bei der M\u00fcllbeseitigung in Wald und Flur zu engagieren. Dass die Aktion \u00fcber die Jahre zu einem Selbstl\u00e4ufer geworden ist und bis heute viele freiwillige Helfer in Schulen, Gemeinden, Vereinen und Institutionen findet, freut insbesondere den Initiator.<\/p>\n<p>Dr. Hennig Faust hatte mit Unterst\u00fctzung des damaligen Landrats Fritz Kramer im Fr\u00fchjahr 1976 die Aktion ins Leben gerufen. Dr. Faust, der von 1975 bis 1998 Leiter des Forstamts Fulda und viele Jahre Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Kreisverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald war, erinnert sich daran, dass bei der Premiere die Stadt Fulda, die Gemeinden Gro\u00dfenl\u00fcder und Bad Salzschlirf sowie die Revierf\u00f6rstereien des Forstamtes Fulda beteiligt waren. \u201eBereits ein Jahr sp\u00e4ter\u201c, so Dr. Faust, \u201ewurde die Aktion auf den gesamten Landkreis ausgeweitet, und in den 1990er Jahren wurde auch in Th\u00fcringen sowie in Unterfranken mit dem gemeinschaftlichen M\u00fcllsammeln begonnen.\u201c<\/p>\n<p>Beim Blick zur\u00fcck erinnern sich der 82-J\u00e4hrige und sein Mitstreiter Jochen R\u00fcmann (69), der ebenfalls im Forstamt t\u00e4tig war und Kassierer bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist, an viele Anekdoten, die Zuh\u00f6rer zum Schmunzeln, unter Umst\u00e4nden aber auch zum Gruseln bringen k\u00f6nnen. So geh\u00f6rten beispielsweise ein Totenkopf zu den besonders skurrilen und Pr\u00e4servative zu den eher kompromittierenden Fundst\u00fccken.<\/p>\n<p>Besonders lebhaft sind den pensionierten F\u00f6rstern die gemeinschaftlichen Eins\u00e4tze mit den Truppen des in Fulda stationierten US-Milit\u00e4rs in Erinnerung geblieben. \u201eMit unseren amerikanischen Freunden waren wir vor allem auf den Fl\u00fcssen und an den Flussl\u00e4ufen im Einsatz. Das schwere technische Ger\u00e4t und die Soldatenkraft waren unentbehrlich\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Faust, dem bei der Aktion auch immer der Faktor Umweltbildung wichtig war.<\/p>\n<p>Doch die p\u00e4dagogische Bilanz f\u00e4llt nach 40 Jahren Osterputz eher realistisch als optimistisch aus. \u201eIn den 1960er und 1970er Jahren gab es viele gro\u00dfformatige Umwelts\u00fcnden wie Autowracks, K\u00fchlschr\u00e4nke, Fernseher oder Reifen. In der Zeit ohne Flaschen- und Dosenpfand glich der Wald einer M\u00fcllkippe\u201c, so der Pension\u00e4r. \u201eErst die Einf\u00fchrung des Pfands in 2004\u201c, erg\u00e4nzt Jochen R\u00fcmann, \u201ehat zu einem merklichen R\u00fcckgang des achtlos weggeworfenen M\u00fclls gef\u00fchrt. Wir k\u00f6nnen heute sagen, dass der M\u00fcll kleiner und weniger geworden ist. \u00dcberfl\u00fcssig ist eine Osterputzaktion aber leider immer noch nicht\u201c, so R\u00fcmann. Wenn jeder seinen Abfall mitnehmen und ad\u00e4quat entsorgen w\u00fcrde, w\u00e4re dies vielleicht anders.<\/p>\n<p>Umso mehr freuen sich R\u00fcmann und Faust dar\u00fcber, dass die beteiligten Schulen das Thema Umweltbildung im Rahmen der Osterputzaktion aufgreifen und die Aktion seit vielen Jahren vom Landkreis Fulda, der Sparkasse Fulda, der Rh\u00f6n Energie und die Firma KCL in Eichenzell, die j\u00e4hrlich \u00fcber 5000 Handschuhe spendet, unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>Im Jubil\u00e4umsjahr der Osterputzaktion schlie\u00dft sich \u00fcbrigens ein Kreis. Denn der Startschuss f\u00e4llt n\u00e4chste Woche \u2013 wie schon im Jahr 1976 \u2013 in Bad Salzschlirf. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Bonifatiusschule werden am 9. M\u00e4rz den Anfang beim gro\u00dffl\u00e4chigen S\u00e4ubern machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rund 150.000 flei\u00dfige Helfer, mehr als 20.000 unentgeltlich erbrachte Arbeitsstunden, etwa 200.000 gef\u00fcllte M\u00fclls\u00e4cke und rund 15.000 Kubikmeter M\u00fcll, der an Stra\u00dfen- und Waldr\u00e4ndern sowie an Flussl\u00e4ufen gesammelt wurde\u00c2\u00a0 \u2013 das sind die aktuellen \u201eBilanzkennzahlen\u201c der Osterputzaktion im Fuldaer Land. 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