{"id":148729,"date":"2016-03-01T21:05:43","date_gmt":"2016-03-01T20:05:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=148729"},"modified":"2016-03-01T21:05:43","modified_gmt":"2016-03-01T20:05:43","slug":"workshop-zur-erarbeitung-des-neuen-rahmenkonzepts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=148729","title":{"rendered":"Workshop zur Erarbeitung des neuen Rahmenkonzepts"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-1-25-Jahre-UNESCO-Biospha\u00cc\u02c6renreservat-Rho\u00cc\u02c6n.jpg\" rel=\"attachment wp-att-148734\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-148734\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-1-25-Jahre-UNESCO-Biospha\u00cc\u02c6renreservat-Rho\u00cc\u02c6n-265x144.jpg\" alt=\"Foto 1 - 25 Jahre UNESCO-Biospha\u00cc\u02c6renreservat Rho\u00cc\u02c6n\" width=\"265\" height=\"144\" \/><\/a>Das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n hat eine komplexe Aufgabe. Unter dem Motto \u201eDer Mensch und die Biosph\u00e4re\u201c geht es hier um die Balance zwischen Schutz und Nutzung, \u00d6konomie und \u00d6kologie. Gleichzeitig zu bewahren und zu entwickeln, das verlangt weitsichtige Planung und kluge Weichenstellungen. Genau darum geht es bei dem Rahmenkonzept. Wertvolle Impulse f\u00fcr Leitbilder, Ziele, Projekte und Initiativen geben unter anderem zehn Arbeitsgruppen mit Mitgliedern aus m\u00f6glichst allen gesellschaftlichen Gruppen der drei Rh\u00f6n-Bundesl\u00e4nder. K\u00fcrzlich traf man sich arbeitsgruppen- und vor allem themen\u00fcbergreifend zu einem zweit\u00e4gigen Workshop, der von allen Teilnehmern als konstruktiver und ideenreicher Gedankenaustausch gew\u00fcrdigt wurde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-3-Workshopsession-Tourismus.jpg\" rel=\"attachment wp-att-148735\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-148735\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-3-Workshopsession-Tourismus-265x129.jpg\" alt=\"Foto 3 - Workshopsession Tourismus\" width=\"265\" height=\"129\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-3-Workshopsession-Tourismus-265x129.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-3-Workshopsession-Tourismus-768x374.jpg 768w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-3-Workshopsession-Tourismus-600x292.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Foto-3-Workshopsession-Tourismus.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Die Freunde und Aktivisten des UNESCO-Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n sind offenbar Fr\u00fchaufsteher. Denn schon kurz nach 8.00 Uhr waren an den beiden Workshop-Tagen in der Umweltbildungsst\u00e4tte Oberelsbach (\u201eRh\u00f6niversum\u201c) reger Andrang und sp\u00fcrbarer Tatendrang zu verzeichnen. Rund 180 Anmeldungen waren eingegangen, \u00fcberwiegend von Mitgliedern der zehn Rahmenkonzept-Arbeitsgruppen. Die hatten einige Monate zuvor bereits einzeln getagt, jetzt wollte man einmal zusammen diskutieren, Themen, die alle betreffen, beleuchten und konkreten gemeinsamen Leitbildern und Zielen n\u00e4herkommen.<\/p>\n<p>Dazu hatten die Organisatoren \u00fcber die zwei Tage verteilt 22 parallele Sessions zu den zu diskutierenden Handlungsfeldern eingerichtet. Deren inhaltliches Spektrum reichte von \u201eRegionale Produkte und Wertsch\u00f6pfungsketten\u201c \u00fcber \u201eNaturschutz in landwirtschaftlichen Gebieten\u201c sowie \u201eDemographie &amp; Migration\u201c bis hin zu \u201eWirtschaft, Innovation und Infrastruktur\u201c. F\u00fcr die Sessions waren Diskussionspapiere vorbereitet worden. Zu jedem Themenfeld fand man darin erste Entw\u00fcrfe eines zusammenfassenden Leitbildes, gefolgt von Zielen und sich daraus ergebenden Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Dieses inhaltliche Ideenger\u00fcst stand nun in Oberelsbach f\u00fcr alle Teilnehmer zur Diskussion. Die verlief auch deshalb so lebhaft, weil die Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern stammten und ihre spezifischen Sichtweisen einbrachten. Vertreten waren unter anderem Landwirte, Natursch\u00fctzer, Forstleute, Touristiker, hochrangige Vertreter vieler Dienststellen und \u00c4mter der drei Bundesl\u00e4nder, B\u00fcrgermeister, Lehrer, Funktionstr\u00e4ger von Verb\u00e4nden, \u00c4rzte und nicht zuletzt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Verwaltungsstellen und Tr\u00e4gervereine des UNESCO-Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n.<\/p>\n<p>Gut strukturiert und vorbereitet<\/p>\n<p>Die in den Gruppensitzungen vorgetragenen Ideen und erzielten Kompromisse wurden gleich an Ort und Stelle niedergeschrieben und f\u00fcr alle sichtbar auf eine Leinwand projiziert. \u201eUnsere Workshopsessions waren nicht nur gut besetzt, sondern auch sehr produktiv\u201c, freut sich Ulrike Schade aus der Bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, die den Workshop als Projektkoordinatorin des neuen Rahmenkonzepts vorbereitet hatte. \u201eUnser erkl\u00e4rtes Ziel war es, alle Ideen und Optimierungsvorschl\u00e4ge zu erfassen, damit nichts verloren geht. Das ist gelungen. Wir sind in jedem einzelnen Themenbereich weitergekommen. Ich freue mich sehr, dass der n\u00e4chste Schritt in diesem Bottom-Up-Prozess gemeinsam so gut gelungen ist. Hinzu kommt, dass wir das nat\u00fcrlich nicht alleine stemmen. Acht verschiedene Institutionen haben sich bei der Erstellung der Diskussionspapiere und der Moderation l\u00e4nder\u00fcbergreifend beteiligt. Das zeigt auch die Breite der Themen und Zust\u00e4ndigkeiten in der Region.\u201c<\/p>\n<p>Als erfreulich produktiv bezeichnet auch der Leiter der Bayerischen Verwaltungsstelle, Michael Geier, den zweit\u00e4gigen Workshop. \u201eAls wir die Arbeiten an dem neuen Rahmenkonzept starteten, war es uns ein Anliegen, die detaillierte Zukunftsplanung auf eine m\u00f6glichst breite Basis zu stellen. Bereits in den Arbeitsgruppensitzungen der vergangenen Monate haben wir erleben d\u00fcrfen, dass sich die Teilnehmer fundiert einbringen. In der nun nochmals gr\u00f6\u00dferen Runde des Workshops hat sich dieser konstruktive Input potenziert. Dabei war es spannend, dass zum Thema Landschaftsbild alle gesellschaftlichen Gruppen gefragt waren. Mein besonderer Dank gilt dem Markt Oberelsbach, der uns f\u00fcr diese Session freundlicherweise die Kapazit\u00e4ten der Elstalhalle zur Verf\u00fcgung gestellt hat.\u201c<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Monaten sollen die vielen Anregungen aus dem Oberelsbacher Workshop in die Textentw\u00fcrfe zu den einzelnen Themenbereichen des Rahmenkonzepts eingearbeitet werden. Auch die zehn festen Arbeitsgruppen werden vor der Sommerpause erneut zusammenkommen. Im Januar 2017 soll dann auf einer Veranstaltung in Th\u00fcringen der Entwurf des neuen Rahmenkonzeptes vorgelegt werden. Die Endfassung soll im zweiten Quartal des Jahres 2017 in Hessen pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p>Planwerk f\u00fcr die Zukunft des UNESCO-Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n<\/p>\n<p>\u201eUnser bisheriges Rahmenkonzept stammt aus dem Jahr 1995\u201c, erl\u00e4utert Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle. \u201eSeither hat sich das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n erheblich weiterentwickelt. Es sind etliche neue Aufgabenstellungen hinzugekommen, zum Beispiel im Bereich der Energie, des Klimawandels, der demographischen Entwicklung und auch der Mobilit\u00e4t. Insofern muss unser neues Rahmenkonzept erheblich breiter angelegt sein.\u201c<\/p>\n<p>UNESCO-Biosph\u00e4renreservate sind in positivem Sinne Experimentierfelder. Sie haben den expliziten Auftrag der UNESCO, vor Ort L\u00f6sungen zu suchen, um den angestrebten Ausgleich zwischen Schutz und Nutzung zu realisieren. Das alles funktioniere aber nur, wenn es unter den regional Beteiligten einen Konsens gibt, wo es hingehen soll, betont Karl-Friedrich Abe, Leiter der Th\u00fcringischen Verwaltungsstelle und dienst\u00e4ltester Verantwortungstr\u00e4ger im UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n: \u201eGenau daf\u00fcr brauchen wir das Rahmenkonzept. Es ist Fahrplan und Regelwerk in einem. Alle zuk\u00fcnftigen Einzelprojekte und F\u00f6rderma\u00dfnahmen beziehen sich darauf. Insofern ist das derzeit entstehende Rahmenkonzept f\u00fcr alle rund 226.000 Menschen, die im UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n leben, ein enorm wichtiges Papier. Der gro\u00dfe Aufwand, den wir bei der schrittweisen Erstellung treiben, ist auf jeden Fall sachgerecht.\u201c<\/p>\n<p>Optimistischer Blick nach vorn<\/p>\n<p>Der zweit\u00e4tige Workshop \u2013 von einem Teilnehmer treffend als \u201eTrainingslager\u201c bezeichnet \u2013 endete mit einer Abschlussveranstaltung in der Oberelsbacher Elstalhalle. Dort pr\u00e4sentierten die drei Verwaltungsstellenleiter vor gro\u00dfer Runde abwechselnd noch einmal Ergebnisse aus allen 22 Sessions. Dabei zeigte sich: Auch wenn die Teilnehmer in Einzelfragen durchaus unterschiedliche Positionen vertreten, so eint sie doch alle ein gemeinsames Ziel: das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n voranzubringen. Der zweit\u00e4gige Workshop in Oberelsbach hat dazu auf jeden Fall in hohem Ma\u00df beigetragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n hat eine komplexe Aufgabe. Unter dem Motto \u201eDer Mensch und die Biosph\u00e4re\u201c geht es hier um die Balance zwischen Schutz und Nutzung, \u00d6konomie und \u00d6kologie. Gleichzeitig zu bewahren und zu entwickeln, das verlangt weitsichtige Planung und kluge Weichenstellungen. Genau darum geht es bei dem Rahmenkonzept. 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