{"id":148156,"date":"2016-02-16T17:44:42","date_gmt":"2016-02-16T16:44:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=148156"},"modified":"2016-02-16T17:44:42","modified_gmt":"2016-02-16T16:44:42","slug":"steuerzahler-werden-durch-mindestlohn-entlastet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=148156","title":{"rendered":"Steuerzahler werden durch Mindestlohn entlastet"},"content":{"rendered":"<p>Ein Jahr nach der Einf\u00fchrung des gesetzlichen Mindestlohns zieht die SPD-Kreisvorsitzende Sabine Waschke eine positive Bilanz. \u201eZum ersten Mal haben alle Besch\u00e4ftigten von der K\u00fcchenhilfe bis zur Verk\u00e4uferin im Backshop den regul\u00e4ren Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde erhalten\u201c. F\u00fcr die Kreisvorsitzende hat sich damit nachweislich der Mindestlohn weder als \u201eKonjunktur-Bremser\u201c noch als \u201egef\u00e4hrlicher Job-Killer\u201c erwiesen.<\/p>\n<p>In einer von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) vorgelegten Studie erkl\u00e4ren Wissenschaftler zur Besch\u00e4ftigungssituation im Landkreis Fulda: \u201eAnstatt Servicekr\u00e4fte oder K\u00fcchenpersonal zu entlassen, haben Hotels, Pensionen, Restaurants und Gastst\u00e4tten neue Kr\u00e4fte eingestellt. Insgesamt arbeiteten dort im Juni vergangenen Jahres gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat immerhin 2.748 sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigte.\u201c<\/p>\n<p>Dabei hat auch der Staat laut Waschke vom Mindestlohn profitiert. Er musste weniger Menschen unterst\u00fctzen und sparte bei den Hartz-IV-Ausgaben. Die Zahl der Aufstocker sei \u201eim Juni vergangenen Jahres im Landkreis Fulda um 151 Aufstocker gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat zur\u00fcckgegangen. Diese Menschen k\u00f6nnen nun von ihrer Arbeit leben. Sie sind nicht l\u00e4nger auf die vom Steuerzahler finanzierte \u00e2\u20ac\u0161St\u00fctze vom Staat\u00e2\u20ac\u02dc angewiesen\u201c.<\/p>\n<p>Das Lohn-Plus hat nach Auskunft des NGG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers Andreas Kampmann dem Landkreis Fulda eine h\u00f6here Kaufkraft beschert, von der insbesondere auch die heimische Wirtschaft profitiert habe. \u201eDenn Besch\u00e4ftigte, die den gesetzlichen Mindestlohn bekommen, haben das zus\u00e4tzlich verdiente Geld nahezu eins zu eins in den Konsum gegeben\u201c, so Kampmann.<\/p>\n<p>Sorgen bereitet der Kreisvorsitzenden Waschke noch die Rente der Mindestlohn-Empf\u00e4nger. Um eine Rente von 769 Euro pro Monat im Alter zu bekommen, muss ein Besch\u00e4ftigter mindestens 11,50 Euro pro Stunde verdienen. Erst dann steht nach einer Vollbesch\u00e4ftigung von 45 Jahren gerade einmal die Grundsicherung zur Verf\u00fcgung. \u201eEin Leben lang arbeiten und dann doch nur \u00e2\u20ac\u0161Alters-Hartz-IV\u00e2\u20ac\u02dc zu bekommen \u2013 das kann und das darf nicht sein\u201c. Diese \u00dcberzeugung der Gewerkschaft teilt die SPD-Kreisvorsitzende Sabine Waschke.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Ein Jahr nach der Einf\u00fchrung des gesetzlichen Mindestlohns zieht die SPD-Kreisvorsitzende Sabine Waschke eine positive Bilanz. \u201eZum ersten Mal haben alle Besch\u00e4ftigten von der K\u00fcchenhilfe bis zur Verk\u00e4uferin im Backshop den regul\u00e4ren Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde erhalten\u201c. 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