{"id":148009,"date":"2016-02-11T20:45:36","date_gmt":"2016-02-11T19:45:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=148009"},"modified":"2016-02-11T20:45:36","modified_gmt":"2016-02-11T19:45:36","slug":"aerztliche-behandlungsfehler-fast-300-verdachtsfaelle-bei-der-tk-in-hessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=148009","title":{"rendered":"\u00c4rztliche Behandlungsfehler: Fast 300 Verdachtsf\u00e4lle bei der TK in Hessen"},"content":{"rendered":"<p>292 hessische Versicherte haben im letzten Jahr bei der Techniker Krankenkasse (TK) einen Verdacht auf einen Behandlungsfehler gemeldet. Bundesweit hat die TK 3.275 vermutete Behandlungsfehler ihrer Versicherten registriert. Mehr als die H\u00e4lfte der Vorw\u00fcrfe bezieht sich auf Fehler bei Operationen oder es wurde eine falsche Diagnose gestellt. Die Verdachtsf\u00e4lle betrafen am h\u00e4ufigsten den chirurgischen Bereich (1.204 F\u00e4lle), zahnmedizinische F\u00e4lle (387), Orthop\u00e4den (194) und Allgemeinmediziner (192).<\/p>\n<p>F\u00fcr Patienten ist ein Behandlungsfehler oftmals nur schwer zu erkennen. &#8220;Viele Patienten k\u00f6nnen schlichtweg nicht einsch\u00e4tzen und unterscheiden, ob ihre Krankheit schicksalhaft verl\u00e4uft oder ob ein Behandlungsfehler vorliegt. Daher entpuppt sich nicht jeder Verdachtsfall tats\u00e4chlich als Behandlungsfehler, aber wir vermuten auch zus\u00e4tzlich zu den gemeldeten F\u00e4llen eine hohe Dunkelziffer&#8221;, sagt Christian Soltau, Experte f\u00fcr Medizinrecht bei der TK.<\/p>\n<p>&#8220;Es ist eine Verpflichtung und Herausforderung f\u00fcr alle, die im Gesundheitswesen arbeiten, Behandlungsfehler zu vermeiden. Jeder einzelne Fehler ist einer zu viel &#8220;, sagt Dr. Barbara Vo\u00df, Leiterin der TK-Landesvertretung in Hessen. Da die moderne Medizin immer komplexer und leistungsf\u00e4higer wird, bestehe jedoch das Risiko immer neuer Fehlerquellen. Umso wichtiger ist es aus Sicht der TK, die Sicherheitskultur im Gesundheitswesen weiter auszubauen. &#8220;Vielfach steht bei Fehlern immer noch die Frage im Mittelpunkt, wer einen Fehler gemacht hat. Viel wichtiger ist aber die Frage, was den Fehler verursacht hat und wie er zuk\u00fcnftig vermieden werden kann. Werden die richtigen Konsequenzen aus Fehlern gezogen, k\u00f6nnen Patienten besser und sicherer versorgt werden&#8221;, so Dr. Vo\u00df.<\/p>\n<p>Die TK empfiehlt Versicherten, die einen Behandlungsfehler vermuten, hier\u00fcber zun\u00e4chst mit ihrem behandelnden Arzt zu sprechen. \u00dcber die weitere Vorgehensweise k\u00f6nnen sich die Betroffenen dann von ihrer Krankenkasse beraten lassen. Die Kl\u00e4rung von Behandlungsfehler-Vorw\u00fcrfen ist ein in der Regel zeitaufw\u00e4ndiges, komplexes und oft auch schwieriges Verfahren. Alleine von der Anforderung aller notwendigen medizinischen Unterlagen bis zum Erstellen eines erforderlichen Gutachtens k\u00f6nnen mehrere Monate verstreichen. H\u00e4ufig m\u00fcssen die Betroffenen mehrere Jahre warten, bis klar ist, ob sie Schadenersatz erhalten. Aus Sicht der TK m\u00fcssen die Verfahren viel schneller abgewickelt und die Betroffenen fr\u00fchzeitig entsch\u00e4digt werden, da in schweren F\u00e4llen Versicherte nach einem Behandlungsfehler nicht mehr arbeiten k\u00f6nnen und dadurch in ihrer finanziellen Existenz bedroht sind.<\/p>\n<p>Hintergrund<br \/>\nDie TK unterst\u00fctzt ihre Versicherten bei Fragen zu Behandlungsfehlern unter der Telefonnummer 0385 &#8211; 77885970 oder per E-Mail unter behandlungsfehler@tk.de. Betroffene k\u00f6nnen auch den Online-Lotsen auf der Internetseite der TK (www.tk.de, Webcode 132622) nutzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>292 hessische Versicherte haben im letzten Jahr bei der Techniker Krankenkasse (TK) einen Verdacht auf einen Behandlungsfehler gemeldet. Bundesweit hat die TK 3.275 vermutete Behandlungsfehler ihrer Versicherten registriert. Mehr als die H\u00e4lfte der Vorw\u00fcrfe bezieht sich auf Fehler bei Operationen oder es wurde eine falsche Diagnose gestellt. 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