{"id":147850,"date":"2016-02-05T18:17:09","date_gmt":"2016-02-05T17:17:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=147850"},"modified":"2016-02-05T18:17:09","modified_gmt":"2016-02-05T17:17:09","slug":"projekt-netz-mit-web-fehlern-wird-2016-fortgesetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=147850","title":{"rendered":"Projekt &#8220;Netz mit Web-Fehlern&#8221; wird 2016 fortgesetzt"},"content":{"rendered":"<p>Die Hessische Landesstelle f\u00fcr Suchtfragen (HLS) und die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen kooperieren 2016 erneut in dem Projekt &#8220;Netz mit Web-Fehlern&#8221;. Das Projekt dient der Pr\u00e4vention gegen Onlinesucht und f\u00fcr bessere Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen. Die Fachstellen f\u00fcr Suchtpr\u00e4vention organisieren dazu landesweit Angebote, die sich an Kinder, Jugendliche, Eltern und P\u00e4dagogen richten. Die m\u00f6glichen Aktionen sind breit gef\u00e4chert: Von Mediencamps, Aktionstagen an Schulen, Fotocomicprojekten mit Mobiltelefonen und Sch\u00fclerworkshops \u00fcber Fortbildungen f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte und Eltern-Lan-Partys. Das Projekt l\u00e4uft bereits seit 2008, war aber zeitlich begrenzt und sollte 2014 auslaufen. Auch die Fortsetzung 2015 war zun\u00e4chst begrenzt. Die R\u00fcckmeldungen aus den Fachstellen f\u00fcr Suchtpr\u00e4vention haben jedoch gezeigt, dass es weiterhin gro\u00dfen Aufkl\u00e4rungsbedarf im Umgang mit dem Internet bei Eltern, Sch\u00fclern und Lehrkr\u00e4ften gibt. Auch die Sorge vor Onlinesucht treibt viele Eltern um. Die TK in Hessen hat daraufhin entschieden, das Projekt &#8220;Netz mit Web-Fehlern&#8221; weiter zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>&#8220;In Zeiten, in denen WhatsApp und Facebook die meisten Menschen den ganzen Tag \u00fcber auf dem Smartphone begleiten, ist es wichtig, vor allem Kinder und Jugendliche f\u00fcr den Umgang mit Medien und das Internet fit zu machen&#8221;, sagt Dr. Barbara Vo\u00df, Leiterin der TK-Landesvertretung in Hessen. Die sozialen Netzwerke sind zu festen Bestandteilen der Kommunikation geworden und unterst\u00fctzen damit auch vielfach die sozialen Kontakte. Allerdings sind auch die Schattenseiten der digitalen Kommunikation sp\u00fcrbar, wie beispielsweise durch Cybermobbing oder Missbrauch von pers\u00f6nlichen Daten. &#8220;Gerade auch, weil die sozialen Netzwerke f\u00fcr Jugendliche eine Parallelwelt darstellen, zu denen Betreuungspersonen oft keinen Zugang haben, m\u00fcssen wir sie aufkl\u00e4ren&#8221;, sagt Vo\u00df. Des Weiteren komme hinzu, dass die Jugendlichen mit dem Smartphone die ganze Welt in ihrer Tasche h\u00e4tten, so Vo\u00df.<\/p>\n<p>Auch Grundsch\u00fcler sind meist schon mit einem Mobiltelefon ausgestattet, vielfach mit Internetzugang. Sie nutzen die digitalen Medien meist v\u00f6llig unbedarft. Gerade bei Kindern ist es deshalb wichtig, mit der richtigen Medienstrategie fr\u00fchzeitig anzusetzen und von Anfang an den verantwortungsvollen Umgang mit Fernsehen, Computer und Internet zu f\u00f6rdern. &#8220;Computer und Internet haben in sehr kurzer Zeit unseren Alltag gepr\u00e4gt und ver\u00e4ndert. Parallel dazu erreichen uns immer mehr Anfragen von Eltern, Angeh\u00f6rigen oder Lehrpersonal&#8221;, sagt Wolfgang Schmidt-Rosengarten von der HLS in Frankfurt.\u00c2\u00a0 Besonders verunsichert seien Eltern und P\u00e4dagogen bei internetbasierten Rollenspielen, wie etwa \u201eWorld of Warcraft\u201c, oder Community orientierten Bereichen, wie Chats, sozialen Netzwerken und Foren, so Schmidt- Rosengarten.<\/p>\n<p>Einer Forsa-Umfrage zufolge, die 2014 im Auftrag der TK durchgef\u00fchrt wurde, sehen die meisten hessischen Eltern (87 Prozent) im Internet zwar eine gro\u00dfe Hilfe bei der Informationsbeschaffung f\u00fcr Hausaufgaben, Referate oder bei der Freizeitorganisation der Kinder. \u00dcber die H\u00e4lfte (55 Prozent) macht sich jedoch zugleich Sorgen, dass ihr Kind im Internet schlechte Erfahrungen durch Mobbing, Bel\u00e4stigung oder Betrugsversuche machen k\u00f6nnte. Die Befragung zeigt auch, dass jedes f\u00fcnfte Kind (19 Prozent) im Alter zwischen zw\u00f6lf und 17 Jahren bei Gespr\u00e4chen w\u00e4hrend der Mahlzeiten durch sein Smartphone oder seinen Gameboy abgelenkt wird. Viele hessische Eltern (17 Prozent) glauben, dass ihr Kind durch die lange Zeit, die es im Internet surft, chattet oder spielt, die Familie Freunde und Hobbys vernachl\u00e4ssigt. Ein F\u00fcnftel der hessischen Eltern (21 Prozent) wei\u00df indes gar nicht, was ihr Kind im Internet macht.<\/p>\n<p>Eine gut entwickelte Medienkompetenz ist indes ein wichtiger Schutz vor exzessivem Medienkonsum. &#8220;F\u00fcr die Pr\u00e4ventionsarbeit hei\u00dft das, den Blick zu weiten. Oft liegt der Fokus auf Ern\u00e4hrungs- oder Bewegungsprojekten. Den Aspekt Medienkompetenz m\u00fcssen wir k\u00fcnftig noch viel st\u00e4rker in unsere Arbeit integrieren&#8221;, erkl\u00e4rt die Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen, Dr. Barbara Vo\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Hessische Landesstelle f\u00fcr Suchtfragen (HLS) und die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen kooperieren 2016 erneut in dem Projekt &#8220;Netz mit Web-Fehlern&#8221;. Das Projekt dient der Pr\u00e4vention gegen Onlinesucht und f\u00fcr bessere Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen. Die Fachstellen f\u00fcr Suchtpr\u00e4vention organisieren dazu landesweit Angebote, die sich an Kinder, Jugendliche, Eltern und P\u00e4dagogen richten. 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