{"id":147713,"date":"2016-02-02T10:47:22","date_gmt":"2016-02-02T09:47:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=147713"},"modified":"2016-02-02T10:47:30","modified_gmt":"2016-02-02T09:47:30","slug":"der-arbeitsmarkt-im-januar-hessens-arbeitsmarkt-startet-gut-ins-neue-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=147713","title":{"rendered":"Der Arbeitsmarkt im Januar Hessens Arbeitsmarkt startet gut ins neue Jahr"},"content":{"rendered":"<p>Wie f\u00fcr einen Januar \u00fcblich, stiegen die Arbeitslosenzahlen zwar saisonbedingt, aber im Vergleich zum Vorjahreswert moderat an. Der Zuwachs ist auch in diesem Monat auf das Ende des Weihnachtsgesch\u00e4ftes im Einzelhandel und in der Logistikbranche zur\u00fcckzuf\u00fchren. Ebenso sinkt in den Wintermonaten die Besch\u00e4ftigung in den Au\u00dfenberufen, was \u00fcblicherweise, trotz des milden Winters, mehr arbeitslose M\u00e4nner nach sich zieht.<br \/>\nMit 182.460 arbeitslosen Frauen und M\u00e4nnern wurde der niedrigste Januarwert seit 23 Jahren erreicht. Von der guten Entwicklung profitierten im Vorjahresvergleich auch \u00c4ltere \u00fcber 50 Jahren (-3,1 Prozent) und Langzeitarbeitslose (- 3,2 Prozent).<\/p>\n<p>Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen, sieht den hessischen Arbeitsmarkt weiterhin in einer guten Verfassung: \u201eDer hessische Arbeitsmarkt startet gut ins neue Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr wurden deutlich weniger Arbeitslose gez\u00e4hlt und der Stellenindex der BA befindet sich auf einem Rekordhoch. Die hessische Wirtschaft erscheint trotz internationaler Krisen und der Fl\u00fcchtlingsthematik stabil und widerstandsf\u00e4hig. Die Einf\u00fchrung des Mindestlohnes hat die robuste wirtschaftliche Phase in Hessen nicht beeinflusst.\u201c<\/p>\n<p>Die Zahl der Fl\u00fcchtlinge wirkt sich derzeit noch nicht nennenswert auf die Arbeitslosenzahlen in Hessen aus, es zeichnen sich aber erste Ver\u00e4nderungen ab. Seit Oktober letzten Jahres weist die Personengruppe der unter 20-J\u00e4hrigen einen Anstieg gegen\u00fcber dem Vorjahr auf. Inzwischen liegt ihre Zahl mit 3.308 um 5,1 Prozent h\u00f6her als vor einem Jahr. Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe wird mehr und mehr durch den Zugang Jugendlicher aus den Asylzugangsl\u00e4ndern beeinflusst.<\/p>\n<p>Im Vorjahresvergleich sank die Zahl arbeitsloser Menschen aus den europ\u00e4ischen Asylzugangsl\u00e4ndern (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Russische F\u00f6deration, Serbien, Ukraine) um -5,6 Prozent auf 5.393. Der Anstieg aus den au\u00dfereurop\u00e4ischen Asyl-Zugangsl\u00e4ndern (Eritrea, Nigeria, Somalia, Afghanistan, Iran, Irak, Pakistan, Syrien) lag bei +30,4 Prozent auf 10.778 Personen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig zeigen die aktuellen Daten, dass das anhaltende deutliche Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigten mit einer signifikant steigenden Zahl an Besch\u00e4ftigten ohne deutschen Pass einhergeht. Zum 30.06.2015 stieg die Zahl sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigter Ausl\u00e4nder um 8,5 Prozent zum Vorjahr.<\/p>\n<p>Hierzu Dr. Frank Martin: \u201eEin weiteres Wachstum ist stark von der weiteren Zuwanderung qualifizierter Arbeitnehmer aus dem Ausland abh\u00e4ngig. Etwa die H\u00e4lfte aller neu geschaffenen Stellen wurden zuletzt durch Menschen ohne deutschen Pass besetzt.\u201c<\/p>\n<p>Arbeitslosigkeit in Hessen: Entwicklung im Januar<\/p>\n<p>In Hessen waren im Januar 182.460 arbeitslose Frauen und M\u00e4nner bei den Agenturen f\u00fcr Arbeit gemeldet. Das waren 14.295 Personen (+8,5 Prozent) mehr als im Dezember und 7.259 (-3,8 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,5 Prozentpunkte auf  5,6 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote noch bei 5,9 Prozent. Saisonbereinigt ergab sich zum Vormonat eine Ver\u00e4nderung von -1.000,  zum Vorjahr gab es einen R\u00fcckgang um 7.000.<\/p>\n<p>Die Unterbesch\u00e4ftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunf\u00e4higkeit mitz\u00e4hlt, belief sich im Januar auf 230.938 Personen. Das waren 11.292 (-4,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr.<\/p>\n<p>Im Vormonatsvergleich stieg die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen saison\u00fcblich an: M\u00e4nner: +10,8 Prozent, Frauen: +5,9 Prozent, Jugendliche: +10,0 Prozent, \u00dcber 50-j\u00e4hrige: +8,7 Prozent, Ausl\u00e4nder: +8,3 Prozent, Langzeitarbeitslose: +3,7 Prozent.<\/p>\n<p>Der Vorjahresvergleich zeigt weiterhin einen R\u00fcckgang f\u00fcr die ausgew\u00e4hlten Personengruppen: Frauen: -4,3 Prozent, M\u00e4nner -3,4 Prozent Jugendliche: -4,7 Prozent, \u00c4ltere \u00fcber 50 Jahren: -3,1 Prozent, Langzeitarbeitslose: &#8211; 3,2 Prozent. Einzig die Gruppe der arbeitslosen Menschen ohne deutschen Pass musste weiterhin einen Anstieg zum Vorjahr verzeichnen: +4,1 Prozent.<\/p>\n<p>Entwicklung in den Rechtskreisen SGB II und SGB III: Anstieg haupts\u00e4chlich in der Arbeitslosenversicherung<\/p>\n<p>Im Januar stieg die Arbeitslosigkeit haupts\u00e4chlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) an. 59.673 Personen waren hier arbeitslos gemeldet, 17,7 Prozent mehr als noch im Vormonat. In der Grundsicherung (SGB II) wuchs die Zahl zum Dezember um +4,5 Prozent auf 122.787. 32,7 Prozent aller Arbeitslosen in Hessen geh\u00f6ren so dem Rechtskreis SGB III an, 67,3 Prozent dem Rechtkreis SGB II.<\/p>\n<p>Offene Stellen: Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften weiterhin auf Wachstumskurs<\/p>\n<p>Der Bestand der gemeldeten Stellen in Hessen lag im Januar bei 43.713 und war somit rund 22 Prozent h\u00f6her als im Vorjahr. Der monatliche Zugang \u00fcberstieg mit 11.693 das Vorjahrsniveau um 21,5 Prozent.<\/p>\n<p>Sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung: Besch\u00e4ftigungsanstieg ungebrochen<br \/>\nDie Besch\u00e4ftigung steigt in Hessen weiterhin an. Der hochgerechnete, vorl\u00e4ufige Wert der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung belief sich f\u00fcr den Monat November 2015 auf 2.462.400 Damit liegt Hessen mit einem Anstieg von 2,5 Prozent zum Vorjahr weiterhin auf dem bundesdeutschen Niveau.<br \/>\nDen gr\u00f6\u00dften prozentualen Anstieg konnten im November die Wirtschaftszweige Gastgewerbe, Arbeitnehmer\u00fcberlassung sowie Heime und Sozialwesen verzeichnen. Die meisten Besch\u00e4ftigten in Hessen gab es im Verarbeitenden Gewerbe (446.800), im Handel (341.000) und dem Wirtschaftszweig Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (212.800).<\/p>\n<p>Regionen: Niedrigste Arbeitslosenquote bleibt in Fulda<\/p>\n<p>Der Landkreis Fulda bleibt mit einer Quote von 3,6 Prozent im Januar weiterhin an der Spitze. Unver\u00e4ndert ist die Stadt Offenbach die Region mit der h\u00f6chsten Arbeitslosenquote in Hessen, derzeit 11,1 Prozent.<br \/>\nDie Arbeitslosenquoten der Regierungsbezirke stiegen im Januar saisonbedingt leicht an und verteilen sich wie folgt: Kassel und Gie\u00dfen 5,4 Prozent, Darmstadt 5,7 Prozent.<br \/>\nIm Vergleich der 26 Kreise und kreisfreien St\u00e4dte stieg die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr in den Kreisen Gro\u00df-Gerau (+5,1 Prozent) und Hochtaunus (+5,0 Prozent) sowie der Landeshauptstadt Wiesbaden (+3,1 Prozent) an. Den prozentual st\u00e4rksten R\u00fcckgang gab es mit 10,9 Prozent im Kreis Hersfeld-Rotenburg.<\/p>\n<p>Ausbildungsmarktprognose: Weniger Sch\u00fcler, weniger besetze Lehrstellen<\/p>\n<p>Die demografische Entwicklung macht, wie bereits im letzten Ausbildungsjahr, nicht vor dem Lehrstellenmarkt halt. Die aktuell ver\u00f6ffentlichten Zahlen deuten bereits jetzt darauf hin, dass es zunehmend schwierig wird, jedem Ausbildungsbetrieb einen passenden Bewerber vorzuschlagen. Bis jetzt haben die Betriebe etwa +1.800 (+7, 7 Prozent) betriebliche Lehrstellen mehr gemeldet, als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bewerber stieg lediglich um +191 (+0,8 Prozent) an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wie f\u00fcr einen Januar \u00fcblich, stiegen die Arbeitslosenzahlen zwar saisonbedingt, aber im Vergleich zum Vorjahreswert moderat an. 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