{"id":147528,"date":"2016-01-28T06:53:22","date_gmt":"2016-01-28T05:53:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=147528"},"modified":"2016-01-28T06:53:22","modified_gmt":"2016-01-28T05:53:22","slug":"der-junge-kunstkreis-huenfeld-mit-elmar-hegmann-fuehrt-seit-46-jahren-kulturinteressierte-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=147528","title":{"rendered":"Der Junge Kunstkreis H\u00fcnfeld mit Elmar Hegmann f\u00fchrt seit 46 Jahren Kulturinteressierte zusammen"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie Kunst ist so vielgestaltig wie das Leben \u2013 und dem wollen wir Rechnung tragen\u201c, sagt Elmar Hegmann, vor 46 Jahren Gr\u00fcnder und seit dieser Zeit (!) Vorsitzender des Jungen Kunstkreises H\u00fcnfeld. Malerei und Fotografie, Keramik, Mode, Literatur, Livemusik und Tanz, Comedy, Kulturfahrten, Filmabende sowie Spielefeste unterstreichen, dass sich der Verein Kunst tats\u00e4chlich nicht als speziell oder elit\u00e4r, sondern als nat\u00fcrlichen Teil der Gesellschaft betrachtet.<\/p>\n<p>Weit \u00fcber 300 Ausstellungen und andere Veranstaltungen haben die Vereinsmitglieder bislang organisiert \u2013 eine beachtliche Zahl, auch deshalb, weil der Eintritt stets frei ist. Alle Leistungen werden ehrenamtlich erbracht und aus den Beitr\u00e4gen der 85 Mitglieder sowie Spenden finanziert. Viel Arbeit, wie aktuell das Rahmen der \u00fcber 50 Gem\u00e4lde Fritz D\u00f6rings f\u00fcr die Ausstellung, die seit vergangenem Sonntag in der Galerie am Bahnhof gezeigt wird, bleibt an dem in H\u00fcnfeld wohnenden Vorsitzenden h\u00e4ngen. \u201eDer Maler selbst \u2013 ein Freund von mir \u2013 lebt nicht mehr und seine Enkelin wohnt weit weg\u201c, berichtet der 72-J\u00e4hrige.\u00c2\u00a0 \u201eDer Kunstkreis ist ein St\u00fcck meines Lebens.\u201c<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den anderen beiden Kunstlehrern G\u00fcnter Liebau und Dr. Joachim Schulz hatte er 1970 den Verein gegr\u00fcndet. Als P\u00e4dagoge in Hofaschenbach habe er vor allem Jugendlichen eine Anregung zur Freizeitgestaltung bieten wollen. \u201eDer Freitagabend geh\u00f6rte schon bald den jungen Menschen, die \u00fcber Kunst und Gott und die Welt diskutierten\u201c, erinnert sich Hegmann. Viele von ihnen seien, obschon mittlerweile in ganz Deutschland lebend, nach wie vor Mitglied des Jungen Kunstkreises. Der Vereinsname bezieht sich zum einen darauf, dass \u201ejunge\u201c, zeitgen\u00f6ssische Kunst im Mittelpunkt steht. Im Unterschied zum Museum Modern Art habe man sich aber nie auf eine Richtung spezialisiert, erkl\u00e4rt der Vorsitzende. Zum anderen solle jungen, unbekannten K\u00fcnstlern ein Forum geboten werden.<\/p>\n<p>Die Galerie am Bahnhof besteht seit 1999. \u201eKunst braucht einen kommerzfreien Raum\u201c, betont Hegmann, der unter anderem als Fotograf selbst kreativ ist. Zugleich unterst\u00fctzt er die Idee, Kunst dorthin zu bringen, wo Menschen arbeiten. Deshalb unterh\u00e4lt der Kunstkreis st\u00e4ndig wechselnde Treppenhausgalerien in der H\u00fcnfelder VR-Bank oder im Seniorenheim Mediana und nutzt R\u00e4ume von Autoh\u00e4usern.<\/p>\n<p>Vor der Renovierung wurden die heute hellen und gem\u00fctlichen Galerier\u00e4ume mit Atelier und Bibliothek von einem Rockerklub genutzt. Der junge Kunstkreis hat aus eigener Tasche neue Fenster, B\u00f6den, Heizk\u00f6rper, W\u00e4rmeisolierung und die Beleuchtung finanziert und eingebaut. \u201eDie Arbeitsstunden lassen sich nicht z\u00e4hlen\u201c, merkt Hegmann an, zumal es sich um die mittlerweile vierten Ausstellungsr\u00e4ume des Vereins handelt.\u00c2\u00a0 \u201eNiemand von uns w\u00e4re bereit, noch einmal umzuziehen\u201c, sagt er deshalb. Der Vorsitzende sieht allerdings wegen \u00c4nderungen im Mietvertrag f\u00fcr das Geb\u00e4ude die Zukunft seines Vereins auf t\u00f6nernen F\u00fc\u00dfen. Zudem hat die Stadt einen in den Vorjahren gew\u00e4hrten Zuschuss zur Kaltmiete abgelehnt. \u201eUnsere\u00c2\u00a0 Stimmung ist gedr\u00fcckt, und ich bin entt\u00e4uscht\u201c, klagt Hegmann. \u201eWir haben uns jahrelang ins H\u00fcnfelder Kulturgeschehen eingebracht.\u201c Er erinnert an das 1200-j\u00e4hrige Stadtjubil\u00e4um, zwei Spielefeste, Ausstellungen mit den Partnerst\u00e4dten Landerneau und Proskau und eine Foto-Ausstellung \u00fcber Alt-H\u00fcnfeld. Zur Zeit der Umstrukturierung der Volkshochschule habe der Junge Kunstkreis geb\u00fchrenfreie Kurse angeboten. Deshalb w\u00fcnscht\u00c2\u00a0 Hegmann sich, dass sich der Magistrat noch einmal mit dem Antrag des Vereins befasst.<\/p>\n<p>Der Junge Kunstkreis ist in der Region gut vernetzt: Beispielsweise kooperiert er mit der Kunststation Kleinsassen, der st\u00e4dtischen Galerie ada in Meiningen, dem Malatelier der Tanner Diakonie und verschiedenen Schulen im Landkreis. So trat etwa das Schulorchester der Jahnschule im Rahmen der Reihe \u201eSonntags um 4\u201c in der Bahnhofsgalerie auf; oder Studierende der Hochschule Fulda stellten Projekte zum Thema \u201eDigitale Medien\u201c vor.<\/p>\n<p>\u201eWerke von Sch\u00fclern z\u00e4hlen zun\u00e4chst meist nicht als Kunst, sondern als Auftragsarbeiten. Trotzdem entstehen faszinierende Ergebnisse, die es wert sind, gezeigt zu werden\u201c, erl\u00e4utert der ehemalige Kunstlehrer, w\u00e4hrend er gemeinsam mit der Lehrerin und K\u00fcnstlerin Halina Kraft Bilder von Sch\u00fclern der Biebertalschule sichtet. Ab Mai sind die Arbeiten dann, gerahmt und aufgeh\u00e4ngt, in der Bahnhofsgalerie zu sehen. www.junger-kunstkreis-huenfeld.de<\/p>\n<p>BU: Bereits jetzt bereitet Elmar Hegmann gemeinsam mit Kunstlehrerin Halina Kraft f\u00fcr Mai und Juni eine Ausstellung mit Arbeiten von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der Biebertalschule vor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eDie Kunst ist so vielgestaltig wie das Leben \u2013 und dem wollen wir Rechnung tragen\u201c, sagt Elmar Hegmann, vor 46 Jahren Gr\u00fcnder und seit dieser Zeit (!) Vorsitzender des Jungen Kunstkreises H\u00fcnfeld. 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