{"id":147194,"date":"2016-01-17T22:12:31","date_gmt":"2016-01-17T21:12:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=147194"},"modified":"2016-01-17T22:12:47","modified_gmt":"2016-01-17T21:12:47","slug":"eindeutiges-ja-zur-gesetzlichen-krankenversicherung-kab-fordert-dazu-gravierende-reformen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=147194","title":{"rendered":"Eindeutiges Ja zur gesetzlichen Krankenversicherung KAB fordert dazu gravierende Reformen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/P1160637_IMPULS-2016.jpg\" rel=\"attachment wp-att-147201\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-147201\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/P1160637_IMPULS-2016-265x198.jpg\" alt=\"P1160637_IMPULS 2016\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/P1160637_IMPULS-2016-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/P1160637_IMPULS-2016-768x575.jpg 768w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/P1160637_IMPULS-2016-600x449.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/P1160637_IMPULS-2016.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Provozierend klangen die Fragen \u201eK\u00f6nnen wir es uns noch leisten krank zu sein? &#8211; Hat die gesetzliche Krankenversicherung eine Zukunft?\u201c die die Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Di\u00f6zesanverband Fulda anl\u00e4sslich ihrer diesj\u00e4hrigen Jahresauftaktveranstaltung in den Raum stellte. Zu dem IMPULS 2016 hatte der Sozialverband die Referentin der KAB Deutschlands im Grundsatzreferat, die Juristin Sabrina Schmalz, M\u00fcnchen eingeladen.<\/p>\n<p>Die gesetzliche Krankenversicherung, als eine der S\u00e4ulen des sozialen Sicherungssystems in Deutschland, habe sich \u00fcber Jahrzehnte bew\u00e4hrt, so Schmalz, Expertin f\u00fcr Arbeits- und Sozialrecht in der KAB. Wenngleich nur Anspruch auf Leistungen bestehe, die notwendig, ausreichend und zweckm\u00e4\u00dfig seien, sei die GKV ein Garant f\u00fcr eine gute gesundheitliche Absicherung. Eine Weiterentwicklung, um gesellschaftlichen Gegebenheiten gerecht zu werden, war schon immer eine Herausforderung f\u00fcr das Solidarsystem. Diese Herausforderung sei allerdings in den letzten Jahren deutlich gr\u00f6\u00dfer geworden. \u201eWer behauptet, die gesetzliche Krankenversicherung leide unter der demographischen Entwicklung und k\u00f6nne zuk\u00fcnftig nicht mehr bestehen, verkennt die Tatsachen\u201c so die KABlerin. Zum Beispiel seien die geburtenstarke Jahrg\u00e4nge des 20. Jahrhunderts jetzt in einer Alterskohorde, in der erh\u00f6hter medizinischer Bedarf bestehe, andererseits sei aber auch die Zahl der versicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten und damit der Beitragszahler in die gesetzliche Krankenversicherung gestiegen. Der Produktivit\u00e4tszuwachs w\u00fcrde zwar ausreichen, das Problem seien jedoch zu geringe Lohnsteigerungen. Hinzu k\u00e4men die hohe Zahl der prek\u00e4ren Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse sowie eine steigende Zahl von Ungelernten und schlecht Qualifizierten, die sehr wenig verdienen. \u201eEine vollwertige Versorgung f\u00fcr jede und jeden kann \u00fcber die GKV geleistet werden, wenn jede\/r Einwohner\/in in der GKV pflichtversichert ist\u201c so die Referentin. Dazu m\u00fcsste die Beitragsbemessungsgrenze mindestens auf die der Rentenversicherung erh\u00f6ht werden und f\u00fcr die Eink\u00fcnfte der gleiche prozentuale Anteil eingezahlt werden. Genauso m\u00fcsste der volle Beitragssatz f\u00fcr positive Eink\u00fcnfte\u00c2\u00a0 neben denen aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit erhoben werden. \u201eWir brauchen eine Vollversicherung f\u00fcr alle \u00fcber die GKV, \u00fcber die private Krankenversicherung k\u00f6nnten dar\u00fcber hinaus Zusatzversicherungen abgeschlossen werden\u201c. Eine Reihe von weiteren Forderungen formulierte die KAB schon seit Jahren in einem eigenen Konzept zur gesetzlichen Krankenversicherung.<\/p>\n<p>Auf die aktuelle Lage eingehend kritisierte sie, dass zus\u00e4tzliche Kosten, verursacht durch den Gesetzgeber, wie auch Ausgabensteigerungen durch allgemeine Teuerung, alleine von den Versicherten, d.h. Arbeitnehmern und Rentner, zu tragen seien. Durch die Festschreibung des Arbeitgeberanteils am Beitragssatz zahlen Versicherte derzeit \u2013 abh\u00e4ngig von der Krankenkasse \u2013 einen Zusatzbeitrag von bis zu 1,7 %. Weitere Steigerungen seien abzusehen.<\/p>\n<p>Positiv sieht sie die Ma\u00dfnahmen zur gesundheitlichen Pr\u00e4vention, kritisiert aber deutlich die festgelegte Querfinanzierung von staatlichen Aufgaben durch die GKV. Auch sei es mehr als notwendig, im Bereich der Krankenh\u00e4user Reformen durchzuf\u00fchren. Aber auch hier k\u00f6nne es nicht sein, dass Beitragszahler zur Kasse gebeten werden und die in der Pflicht stehenden Bundesl\u00e4nder sich aus ihrer Verantwortung herausziehen. Weiterhin mahnte Schmalz eine Reform zur Begrenzung der Arzneimittelkosten an.<\/p>\n<p>Unter dieser Pr\u00e4misse sieht sie die Forderung der KAB Deutschlands, initiiert durch die KAB Fulda, schnellstens zur parit\u00e4tischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung zur\u00fcckzukehren, als mehr als berechtigt an. \u201eDie Haltung der KAB wird nicht nur von Gewerkschaften gest\u00fctzt, sondern aktuell auch von einer Bundesratsinitiative der L\u00e4nder Hamburg und Rheinland-Pfalz\u201c macht Schmalz der KAB Fulda Mut f\u00fcr ihre Kampagne \u201eZur\u00fcck zur Parit\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p>Begonnen hatte die Jahresauftaktveranstaltung mit einem Gottesdienst in der K\u00fcnzeller Pfarrkirche. KAB Di\u00f6zesanpr\u00e4ses Pfarrer Christian Sack forderte die Teilnehmer auf, im Jahr der Barmherzigkeit als Zeugen Christi aufzutreten und sich Menschen, die Hilfe ben\u00f6tigen, zuzuwenden. \u201eWenn wir Glauben und Botschaft der Barmherzigkeit leben, ecken wir an und m\u00fcssen uns mit dem \u00c2\u00b4Kompliment\u00c2\u00b4 Gutmensch beschimpfen lassen\u201c. Nur durch unerschrockenes Engagement f\u00fcr Hilfesuchenden k\u00f6nne die sich immer schneller drehende Spirale des Hasses in unserem Land gestoppt werden.<\/p>\n<p>Unter den G\u00e4sten konnte KAB Di\u00f6zesanvorsitzender Wolfgang Spiegel, Hann-M\u00fcnden, auch den Beigeordneten der Gemeinde K\u00fcnzell, Rainer Kremer begr\u00fc\u00dfen, der in Vertretung von B\u00fcrgermeister Timo Zentgraf ein Gru\u00dfwort sprach. In diesem betonte er die Bedeutung des Engagements der KAB auf der \u00f6rtlichen Ebene.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Provozierend klangen die Fragen \u201eK\u00f6nnen wir es uns noch leisten krank zu sein? &#8211; Hat die gesetzliche Krankenversicherung eine Zukunft?\u201c die die Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Di\u00f6zesanverband Fulda anl\u00e4sslich ihrer diesj\u00e4hrigen Jahresauftaktveranstaltung in den Raum stellte. 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