{"id":147050,"date":"2016-01-12T11:23:45","date_gmt":"2016-01-12T10:23:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=147050"},"modified":"2016-01-12T11:23:45","modified_gmt":"2016-01-12T10:23:45","slug":"abschlussbericht-iab-betriebspanel-hessen-2014-stabiler-arbeitsmarkt-mit-herausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=147050","title":{"rendered":"Abschlussbericht IAB-Betriebspanel Hessen 2014   Stabiler Arbeitsmarkt mit Herausforderungen"},"content":{"rendered":"<p>Das IAB-Betriebspanel liefert j\u00e4hrlich aktuelle und ausf\u00fchrliche Erkenntnisse \u00fcber das Verhalten hessischer Betriebe und stellt betriebliche Besch\u00e4ftigungspolitik in ihren unterschiedlichen Facetten dar. Der heute vorgelegte Abschlussbericht bietet unter anderem Hintergrundinformationen \u00fcber<\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigungsentwicklung,<br \/>\nbetrieblichen Fachkr\u00e4ftebedarf,<br \/>\nAusbildungsbeteiligung,<br \/>\nFrauen in F\u00fchrungspositionen.<\/p>\n<p>Positive Besch\u00e4ftigungssituation<\/p>\n<p>2014 stellte sich die Besch\u00e4ftigungsentwicklung in Hessen insgesamt positiv dar. Die Gesamtzahl der Besch\u00e4ftigten erreichte in Hessen mit hochgerechnet 3,06 Millionen ebenso einen H\u00f6chststand wie die Zahl der Neueinstellungen. Klein- und Mittelbetriebe waren weiterhin Haupttreiber des Besch\u00e4ftigungszuwachses in Hessen. Der Anstieg blieb nicht auf einzelne Besch\u00e4ftigtengruppen beschr\u00e4nkt, sondern umfasste nahezu alle Besch\u00e4ftigungstypen und Qualifikationsstufen. Die Besch\u00e4ftigungschancen f\u00fcr An- und Ungelernte blieben weiterhin gut.<\/p>\n<p>Im Befragungszeitraum rechneten mehr Betriebe mit einem Anstieg der Besch\u00e4ftigtenzahlen als mit einem R\u00fcckgang. Derzeit lassen sich keine Anzeichen f\u00fcr eine Trendumkehr erkennen.<\/p>\n<p>Nutzung vorhandener Potenziale bei der Fachkr\u00e4ftegewinnung<\/p>\n<p>Deutlich mehr Betriebe erwarten zuk\u00fcnftig Probleme bei der Stellenbesetzung. Als L\u00f6sungsans\u00e4tze werden mehr Investitionen in das eigene betriebliche Humankapital, insbesondere durch betriebliche Fort- und Weiterbildungsma\u00dfnahmen, aber auch die betriebliche Ausbildung genannt.<\/p>\n<p>Besonders an Bedeutung gewonnen haben Strategien, die die Erhaltung der innerbetrieblichen Potenziale zum Ziel haben, wie eine l\u00e4ngerfristig angelegte spezifische Personalentwicklung oder die l\u00e4ngere Bindung \u00e4lterer Fachkr\u00e4fte an den Betrieb. Die Hinwendung zu den eigenen, bereits vorhandenen Potenzialen zeigt, dass die Betriebe um die Schwierigkeiten bei der externen Besetzung wissen.<\/p>\n<p>Ausbildungsbeteiligung der Betriebe stabil<\/p>\n<p>Auf dem hessischen Ausbildungsmarkt herrscht gro\u00dfe Bewegung. Einerseits boten die hessischen Betriebe mehr Ausbildungsstellen an als in den\u00c2\u00a0 Jahren zuvor, andererseits blieben noch nie so viele angebotene Ausbildungsstellen unbesetzt wie 2014.<br \/>\nBesonders hoch ist die Ausbildungsbeteiligung bei Betreiben, die bereits heute Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Fachkr\u00e4ften haben oder eine \u00dcberalterung der Belegschaft erwarten.<br \/>\nDie Befragungsergebnisse belegen, dass die vorzeitige L\u00f6sung von Ausbildungsvertr\u00e4gen ein durchaus nennenswertes Problem ist. Jeder neunte im Ausbildungsjahr 2013\/2014 abgeschlossene Ausbildungsvertrag wurde noch im gleichen Jahr wieder aufgel\u00f6st. 15 Prozent der ausbildenden Betriebe in Hessen waren von einer vorzeitigen L\u00f6sung betroffen. Von den frei werdenden Stellen konnte nur ein sehr kleiner Anteil nachbesetzt werden. Der Gro\u00dfteil dieser Ausbildungspl\u00e4tze bleibt vakant.<\/p>\n<p>Betriebsf\u00fchrung weiterhin M\u00e4nnerdom\u00e4ne<\/p>\n<p>Frauen sind in qualifizierten T\u00e4tigkeiten noch immer unterrepr\u00e4sentiert, zugleich aber deutlich h\u00e4ufiger auf Teilzeitstellen besch\u00e4ftigt oder befristet eingestellt als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen.<br \/>\nBei Betrachtung der betrieblichen F\u00fchrungsetagen bietet sich ein \u00e4hnliches Bild. Die Zahl der Frauen, die die h\u00f6chste Hierarchiestufe erreichen, hat sich 2014 zwar erh\u00f6ht, ihr Anteil liegt aber nahezu unver\u00e4ndert bei knapp einem Viertel aller F\u00fchrungskr\u00e4fte. Auf der zweiten F\u00fchrungsebene findet sich eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Zahl von Frauen, aber auch hier ist kein Zuwachs zu verzeichnen. Anzeichen f\u00fcr eine Verbesserung der Situation finden sich nur punktuell.<br \/>\nIn jedem f\u00fcnften hessischen Betrieb bestand 2014 die M\u00f6glichkeit F\u00fchrung in Teilzeit wahrzunehmen. \u00dcber 22.000 F\u00fchrungskr\u00e4fte machten hiervon Gebrauch, davon waren ein Drittel m\u00e4nnlich.<\/p>\n<p>Hintergrundinformation:<\/p>\n<p>Das Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (IAB) l\u00e4sst seit 1993 j\u00e4hrlich Betriebe im Rahmen des IAB-Betriebspanels durch TNS Infratest Sozialforschung befragen. Die Auswertung f\u00fcr Hessen erfolgt durch das Institut f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Kultur. Finanziert werden die hessischen Zusatzauswertungen durch das Hessische Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit sowie durch den Europ\u00e4ischen Sozialfonds.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Das IAB-Betriebspanel liefert j\u00e4hrlich aktuelle und ausf\u00fchrliche Erkenntnisse \u00fcber das Verhalten hessischer Betriebe und stellt betriebliche Besch\u00e4ftigungspolitik in ihren unterschiedlichen Facetten dar. Der heute vorgelegte Abschlussbericht bietet unter anderem Hintergrundinformationen \u00fcber Besch\u00e4ftigungsentwicklung, betrieblichen Fachkr\u00e4ftebedarf, Ausbildungsbeteiligung, Frauen in F\u00fchrungspositionen. Positive Besch\u00e4ftigungssituation 2014 stellte sich die Besch\u00e4ftigungsentwicklung in Hessen insgesamt positiv dar. 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