{"id":146939,"date":"2016-01-07T18:56:16","date_gmt":"2016-01-07T17:56:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=146939"},"modified":"2016-01-07T18:56:16","modified_gmt":"2016-01-07T17:56:16","slug":"stefan-fasmers-leitet-das-djo-landesheim-in-rodholz-und-holt-zeitreisende-in-die-rhoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=146939","title":{"rendered":"Stefan Fasmers leitet das djo-Landesheim in Rodholz und holt Zeitreisende in die Rh\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p>Lange Jahre war Stefan Fasmers ein Reisender. Jetzt hat sich der geb\u00fcrtige Bremer mitten in der Rh\u00f6n niedergelassen, um Reisenden eine Herberge zu geben. Seit Mai dieses Jahres leitet der 45-J\u00e4hrige das djo-Landesheim in Rodholz. Fasmers ist mit Leib und Seele Herbergsvater und dabei auch noch Geschichtenerz\u00e4hler und Ritter in Personalunion.<\/p>\n<p>Gelernt\u00c2\u00a0 hat Stefan Fasmers einen ganz seri\u00f6sen Beruf, n\u00e4mlich Koch. Und h\u00e4tte der norddeutsche Jung nicht in seinen \u201ewilden Zwanzigern\u201c das Angebot bekommen, mit einer Met-Sch\u00e4nke kreuz und quer durch die Weltgeschichte reisen zu k\u00f6nnen, w\u00fcrde er vielleicht heute noch in einer Bremer Klinik f\u00fcr das leibliche Wohl\u00c2\u00a0 der Patienten sorgen.<\/p>\n<p>Doch die Kombination aus Fernweh und Begeisterung f\u00fcr die Mittelalter-Szene lie\u00dfen Fasmers drei Jahre lang zu einem fahrenden Gesellen werden. Knapp 140.000 Kilometer standen j\u00e4hrlich auf dem Tacho des Reisenden. Mit dessen 30. Geburtstag wurde das Leben allm\u00e4hlich etwas \u201eangepasster\u201c. \u201cIch habe meine langen Haare abgeschnitten, meinen K\u00fcchenmeister gemacht und die letzte Marktsaison eingel\u00e4utet\u201c, erinnert sich der 45-J\u00e4hrige. Danach wartete der erste Job in einer Jugendherberge auf ihn.<\/p>\n<p>Den Wunsch, irgendwann einmal eine Jugendherberge zu leiten, habe er schon sehr fr\u00fch gehegt, verr\u00e4t der ehemalige Pfadfinder, der durch seine Zeit in der Jugendbewegung wohl ebenso gepr\u00e4gt worden ist, wie durch die Geschichten und Charaktere\u00c2\u00a0 von Robin Hood und K\u00f6nig Artus. Dass sich beides geschickt und zielf\u00fchrend miteinander verkn\u00fcpfen l\u00e4sst, hat Fasmers fr\u00fch erkannt. Denn mit ma\u00dfgeschneiderten Abenteuer- und Fantasy-Programmen hat der Mittelalter-Fan schon viele Schulklassen und begeisterte Hobby-Rollenspieler in seine Jugendherbergen gelockt und so die \u00dcbernachtungszahlen optimiert.<\/p>\n<p>Bevor Fasmers die Leitung des djo-Landesheims in Rodholz \u00fcbernahm, war er drei Jahre im Weserbergland als Herbergsvater t\u00e4tig. Weitere berufliche Stationen waren im Odenwald und in Norddeutschland. \u201eIm djo-Landesheim\u201c, sagt Fasmers, \u201ekann ich mir vorstellen, alt zu werden. Denn hinter dem Haus kann man zu einhundert Prozent stehen, weil einfach alles stimmt \u2013 das Team, das Essen, die Ausstattung.\u201c<\/p>\n<p>Dass Stefan Fasmers, der mit seiner Frau und der 5-J\u00e4hrigen Tochter in Poppenhausen lebt, die Rolle des Gastgebers liebt, merkt man ihm an. \u201eIch sch\u00e4tze das pers\u00f6nliche Miteinander sehr. Hier gibt es keine Massenabfertigung, sondern echte Begegnungen. Das Haus tr\u00e4gt Geschichte und hier werden auch viele Geschichten erz\u00e4hlt.\u201c<\/p>\n<p>Nach neun Monaten in der Rh\u00f6n hat sich bei dem Reisenden bereits ein Zuhause-Gef\u00fchl eingestellt. Das Ankommen sei ihm durch die Unterst\u00fctzung seines\u00c2\u00a0 Vorg\u00e4ngers Hermann M\u00fcller, das Team der Jugendherberge und durch viele andere Menschen leicht gemacht worden. \u201eIch schaue optimistisch in die Zukunft\u201c, sagt der 45-J\u00e4hrige. Die Belegung f\u00fcr 2016 sei richtig gut.<\/p>\n<p>Und das neue Programm klingt auch vielversprechend. So werden unter anderem eine Trickfilmwerkstatt, Schattentheater und Live-Fantasy-Rollenspiele angeboten. Deshalb m\u00fcssen sich die Einheimischen gar nicht wundern: Wenn demn\u00e4chst kost\u00fcmierte Abenteurer auf den Wanderwegen und in den W\u00e4ldern zwischen Wasserkuppe und Pferdskopf unterwegs sind, dann hat vermutlich der Ritter aus Rodholz zum Rollenspiel gerufen.<\/p>\n<p>BU: Stefan Fasmers leitet seit Mai 2015 das djo-Landesheim in Rodholz und schreibt die Geschichte eines etablierten Hauses fort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Lange Jahre war Stefan Fasmers ein Reisender. Jetzt hat sich der geb\u00fcrtige Bremer mitten in der Rh\u00f6n niedergelassen, um Reisenden eine Herberge zu geben. Seit Mai dieses Jahres leitet der 45-J\u00e4hrige das djo-Landesheim in Rodholz. Fasmers ist mit Leib und Seele Herbergsvater und dabei auch noch Geschichtenerz\u00e4hler und Ritter in Personalunion. 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