{"id":146931,"date":"2016-01-07T18:54:17","date_gmt":"2016-01-07T17:54:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=146931"},"modified":"2016-01-07T18:54:17","modified_gmt":"2016-01-07T17:54:17","slug":"teenager-und-gefuehlsausbrueche-ruhig-bleiben-zuhoeren-und-bei-problemloesung-unterstuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=146931","title":{"rendered":"Teenager und Gef\u00fchlsausbr\u00fcche  Ruhig bleiben, zuh\u00f6ren und bei Probleml\u00f6sung unterst\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p>Eltern von Kindern im Teenageralter k\u00f6nnen ein Lied davon singen. Scheinbar aus dem Nichts heraus reicht eine einzige Frage oder nur ein Blick, um sich im n\u00e4chsten Moment in einer lautstarken Auseinandersetzung mit Tochter oder Sohn zu befinden.<\/p>\n<p>So anstrengend das f\u00fcr alle Beteiligten auch sein mag, die Auseinandersetzungen mit den Eltern sind Ausdruck einer ganz normalen Entwicklung im Rahmen der Abl\u00f6sung und Verselbst\u00e4ndigung junger Menschen. Sie h\u00e4ngen in hohem Ma\u00dfe mit den starken Ver\u00e4nderungen des Gehirns zusammen. Hinzu kommt, dass Jugendliche auf Ereignisse, die sie nicht kontrollieren k\u00f6nnen, oftmals sehr schnell und sehr emotional reagieren.<\/p>\n<p>Wie soll man damit als Vater oder Mutter umgehen? Erst einmal: Ruhig bleiben! Tief durchatmen! Jugendliche sind diesen Gef\u00fchlsausbr\u00fcchen ebenso ausgeliefert. Aufgabe der Eltern ist es, sie zu unterst\u00fctzen, mit unangenehmen Situationen umzugehen. Dabei sollten nur so viel Unterst\u00fctzung angeboten werden, wie notwendig ist. Jugendliche k\u00f6nnen nicht lernen, Probleme selbst zu l\u00f6sen, wenn Eltern die ganze Verantwortung \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Wenn Jugendliche sehr aufgew\u00fchlt sind, sollte man versuchen, ihre Sorgen ernst zu nehmen und nachzuvollziehen, wo genau der Grund beziehungsweise das Problem liegt. Das bedeutet, zun\u00e4chst einmal die Gef\u00fchle zu verstehen. Auch wenn es schwer f\u00e4llt, unterbrechen Sie nicht! Zeigen Sie ehrliches Interesse und fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben! Fassen Sie mit eigenen Worten das Gesagte noch einmal zusammen!<\/p>\n<p>Wenn es Ihnen gelingt, dem Sohn beziehungsweise der Tochter zuzuh\u00f6ren und deren Gef\u00fchle anzuerkennen, dann f\u00fchrt dies meist schon zu einer deutlichen Beruhigung der Situation. Im zweiten Schritt sollten Sie gemeinsam \u00fcberlegen, ob und wie Sie helfen k\u00f6nnen. Wichtig dabei ist, keine eigenen Vorschl\u00e4ge einzubringen, sondern durch gezielte Fragen den Jugendlichen beim selbst\u00e4ndigen Probleml\u00f6sen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Ziel sollte es sein, verschiedene L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten aufzulisten, die Vor- und Nachteile zu bedenken und sich dann f\u00fcr einen Weg zu entscheiden. Das Wichtigste bei allem ist, ruhig zu bleiben. Dies ist besonders schwierig, wenn sich der Gef\u00fchlsausbruch gegen die Eltern richtet oder diese selbst gestresst sind. Eltern m\u00fcssen aber immer wieder deutlich machen, dass Gef\u00fchlsausbr\u00fcche nicht hilfreich sind und es bessere Alternativen gibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Eltern von Kindern im Teenageralter k\u00f6nnen ein Lied davon singen. Scheinbar aus dem Nichts heraus reicht eine einzige Frage oder nur ein Blick, um sich im n\u00e4chsten Moment in einer lautstarken Auseinandersetzung mit Tochter oder Sohn zu befinden. 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