{"id":146698,"date":"2015-12-22T11:07:03","date_gmt":"2015-12-22T10:07:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=146698"},"modified":"2015-12-22T11:07:03","modified_gmt":"2015-12-22T10:07:03","slug":"bonifatiushaus-medienpaedagogische-trendtagung-digital-2020-in-der-hessischen-landesvertretung-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=146698","title":{"rendered":"Bonifatiushaus: Medienp\u00e4dagogische Trendtagung &#8220;Digital 2020&#8221; in der Hessischen Landesvertretung in Berlin"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Geiger.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-146717\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Geiger-265x177.jpg\" alt=\"Geiger\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Geiger-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Geiger-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Geiger.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Rund 90 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung diskutierten in dieser Woche bei der medienp\u00e4dagogischen Trendtagung \u201eDigital 2020: Auftrag f\u00fcr Politik, Gesellschaft und Medien\u201c Auswirkungen des digitalen Wandels auf schulische und au\u00dferschulische Bildung. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Veranstaltung in der Hessischen Landesvertretung in Berlin \u2013 eine Kooperation des Bonifatiushauses Fulda mit der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (AKSB), der Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz, dem Institut f\u00fcr Medienp\u00e4dagogik und Kommunikation und der Hessischen Landesanstalt f\u00fcr privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) \u2013 stand der im M\u00e4rz 2015 vorgestellte Entschlie\u00dfungsantrag der gro\u00dfen Koalition im Deutschen Bundestag \u201eDurch St\u00e4rkung der Digitalen Bildung Medienkompetenz f\u00f6rdern und digitale Spaltung \u00fcberwinden&#8221;, den Bundestagsabgeordnete Saskia Esken vorstellte.<\/p>\n<p>\u201eBei dem Antrag geht es um Bildung in einer und f\u00fcr eine digitalisierte Welt\u201c, erl\u00e4uterte Saskia Esken zu Beginn ihres Beitrages. Dabei steht\u00c2\u00a0 f\u00fcr sie die Frage im Mittelpunkt: Was muss Bildung f\u00fcr die Digitalisierung leisten, damit Sch\u00fcler wie Erwachsene \u201eim lebensbegleitenden Lernen zur Teilhabe an einer digitalisierten Welt sowohl im gesellschaftlichen wie auch im beruflichen Umfeld bef\u00e4higt werden.\u201c\u00c2\u00a0 Andererseits gehe es darum, was die Digitalisierung f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Bildung tun k\u00f6nne: \u201eBesonders wichtig ist es mir dabei, dass die Digitalisierung zu mehr Bildungsgerechtigkeit und zu besseren Bildungschancen f\u00fcr alle Menschen beitr\u00e4gt. Wir brauchen einen nachhaltigen, individuellen Ansatz der Bildung\u201c.<\/p>\n<p>Die anwesenden Bundestagsabgeordneten der Opposition konnten in einzelnen Punkten mit den Inhalten des Antrages \u00fcbereinstimmen, einig waren sie sich jedoch in der Kritik, dass mit dem Antrag die aktuellen Probleme des digitalen Wandels zu sp\u00e4t angegangen werden: F\u00fcr \u00d6czan Mutlu (B\u00fcndnis 90 \/ Die Gr\u00fcnen) werde die digitale Entwicklung wie in der Autoindustrie verschlafen. Es drohe ein Fachkr\u00e4ftemangel im IT-Bereich und die digitale Spaltung der Gesellschaft werde zunehmen. Aus seiner Sicht m\u00fcsse vor allen Dingen der weitere Breitband-Ausbau umgesetzt werden. Dr. Rosemarie Hein (Die Linke) sieht dringenden Handlungsbedarf bei der Ausstattung der Schulen. Der sei mangelhaft, die Behebung falle\u00c2\u00a0 aber in die Kompetenz der Kommunen, die daf\u00fcr keine ausreichenden Mittel h\u00e4tten. Hier m\u00fcsse der Bund finanzielle Unterst\u00fctzung leisten.<\/p>\n<p>Andere, aber auch \u00fcbereinstimmende Gesichtspunkte konnten in der weiteren Diskussion Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung einbringen. Dr. Hans-Joachim Popp von der Deutschen Luft- und Raumfahrt pl\u00e4dierte f\u00fcr die Vermittlung von \u201esystemischen\u201c Verst\u00e4ndnis der digitalen Entwicklungen. \u201eJugendliche wissen, wie sie digitale Ger\u00e4te nutzen k\u00f6nnen, sie verstehen die Medien aber nicht in ihrer Wirkung\u201c. Defizite hinsichtlich der Systemkompetenz sieht er nicht nur bei den Sch\u00fcler\/-innen, sondern auch bei den Lehrkr\u00e4ften. F\u00fcr Christian St\u00f6cker, Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel Online, bedeute Medienkompetenz weit mehr, als zu wissen, welche Fotos man auf Facebook stellen sollte. Medienkompetenz m\u00fcsse zur Quellenkompetenz werden: \u201eWelcher Aussage kann ich trauen, wer ist der Absender?\u201c Daher m\u00fcsse die Analyse und Einsch\u00e4tzung von Informationsquellen, die Verwertung von Informationen, die an einen herangetragen wird, zu einem zentralen Bestandteil moderner Bildung werden. F\u00fcr Gerhard Seiler von der Stiftung \u201eDigitale Chancen\u201c ist der Weg zur Digitalen Gesellschaft unumkehrbar und m\u00fcsse jetzt gestaltet werden. Die positiven Effekte der Digitalisierung m\u00fcssen erkannt und die Teilhabe aller daran erm\u00f6glicht werden. Als wesentlichen Faktor f\u00fcr das Gelingen sieht er die St\u00e4rkung der medienerzieherischen Kompetenzen bei Eltern, Fach- und Lehrpersonal. Alle waren sich darin einig, dass die Vermittlung von Medienkompetenz eine Gemeinschaftsaufgabe sei. Wie dies bereits auf Bundes- und Landesebene umgesetzt werden kann, stellten Bettina Klingbeil vom Bundesministerium f\u00fcr Forschung und Bildung und Dr. Michael Kaden von der Kultusministerkonferenz dar.<\/p>\n<p>Zu Beginn der Tagung hatte bereits Ministerialdirigent Wolf-Michael Kuntze vom Hessischen Kultusministerium die Bedeutung der digitalen Teilhabe f\u00fcr Ausbildung und Bildung hervorgehoben: \u201eErforderlich ist hierf\u00fcr die Anpassung des Bildungswesen, besonders die Schule. Wir brauchen eine Gesamtstrategie und ein Zusammenwirken von Bund und Land\u201c. F\u00fcr die Veranstalter sprach Gunter Geiger, Akademiedirektor des Bonifatiushauses Fulda, den Dank an das Hessische Kultusministerium f\u00fcr die Kooperation bei der Trendtagung aus. \u201eWir arbeiten schon lange an diesem Thema und wollen bewusst die Erfahrungen aus den Bereichen der au\u00dferschulischen Bildung mit in den bundesweiten Diskurs einbringen. Wir hoffen, dass wir nicht nur heute, sondern auch in Zukunft bei der Entwicklung eines Gesamtkonzepte zur Digitalen Bildung wichtiger Gespr\u00e4chspartner f\u00fcr Bund und Land bleiben.\u201c Die Kooperationspartner werden die Ergebnisse der Trendtagung auswerten und dann Anfang des Jahres 2016 ver\u00f6ffentlichen. Bereits am 2. Und 3. M\u00e4rz 2016 steht eine weitere Tagung zum Themenfeld \u201eDigital 2020\u201c an. Unter dem Titel \u201eUnterwegs in der digitalen Arbeitswelt\u201c werden die Kooperationspartner Medienbildung im \u00dcbergang zwischen Schule und Beruf unter die Lupe nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rund 90 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung diskutierten in dieser Woche bei der medienp\u00e4dagogischen Trendtagung \u201eDigital 2020: Auftrag f\u00fcr Politik, Gesellschaft und Medien\u201c Auswirkungen des digitalen Wandels auf schulische und au\u00dferschulische Bildung. 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