{"id":146626,"date":"2015-12-18T22:19:19","date_gmt":"2015-12-18T21:19:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=146626"},"modified":"2015-12-18T22:19:19","modified_gmt":"2015-12-18T21:19:19","slug":"umweltministerin-hinz-die-jagd-in-hessen-ist-weiterhin-notwendig-wird-aber-staerker-an-der-wildbiologie-ausgerichtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=146626","title":{"rendered":"Umweltministerin Hinz: \u201eDie Jagd in Hessen ist weiterhin notwendig, wird aber st\u00e4rker an der Wildbiologie ausgerichtet.\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie neue Hessische Jagdverordnung beinhaltet eine moderne J\u00e4gerpr\u00fcfungsordnung und an die Wildbiologie angepasste Jagdzeiten. In Hessen wurde der Tierschutz bei der Jagd aufgewertet und gef\u00e4hrdete Wildtiere erfahren einen deutlich besseren Schutz. Au\u00dferdem wird Falknerinnen und Falknern erstmals erm\u00f6glicht, in Hessen ihre Ausbildung abzuschlie\u00dfen\u201c, fasste Umweltministerin Priska Hinz heute die wichtigsten Neuerungen der Hessischen Jagdverordnung zusammen. Sie tritt Anfang Januar in Kraft, die neuen Jagd- und Schonzeiten gelten dann vom 1. April 2016 an. \u201eMit der vorliegenden Hessischen Jagdverordnung haben wir eine umfassende Rechtsgrundlage f\u00fcr die Jagdaus\u00fcbung in Hessen geschaffen, welche die art- und tierschutzgerechte Bejagung der Wildtiere noch verst\u00e4rkt\u201c, erl\u00e4uterte die Ministerin.<\/p>\n<p>Die Jagdverordnung wurde im zur\u00fcckliegenden Jahr rege in der \u00d6ffentlichkeit diskutiert. Ministerin Hinz dankte allen Beteiligten f\u00fcr diesen lebhaften Meinungsaustausch. Im Rahmen der Anh\u00f6rungen wurden fachlich begr\u00fcndete Einw\u00e4nde ge\u00e4u\u00dfert, die im weiteren Verlauf auch in die neue Jagdverordnung aufgenommen wurden. \u201eDas Thema Jagd wird zwischen den Interessensvertretungen sehr emotional diskutiert. Mir war es daher wichtig, mit der notwendigen Neuausrichtung der Verordnung einen f\u00fcr alle akzeptablen Kompromiss zu finden. Alle sachlich nachvollziehbaren Argumente haben wir geh\u00f6rt und viele Punkte finden sich in der neuen Verordnung auch wieder. Diese sollte in dieser Form von allen mitgetragen werden k\u00f6nnen\u201c, so Hinz.<\/p>\n<p>Bei bestandsbedrohten Arten wie zum Beispiel dem Rebhuhn wird die Bejagung k\u00fcnftig ausgesetzt. Bei allen Niederwildarten, beispielsweise dem Feldhasen, regelt die neue Verordnung, dass bei einer Bejagung ein ausreichender Besatz sichergestellt ist und bleibt. W\u00e4hrend der Setz- und Aufzuchtzeit werden die Tiere neben dem gesetzlichen Schutz der Elterntiere auch durch eine allgemeine Schonzeit gesch\u00fctzt. Wildtiere, die stark gef\u00e4hrdet sind, d\u00fcrfen nach der neuen Hessischen Jagdverordnung gar nicht mehr bejagt werden. Das gilt zum Beispiel f\u00fcr Iltis und Hermelin. Die Erhebung und Entwicklung des Tierbestandes,\u00c2\u00a0 das sogenannte Monitoring, wird k\u00fcnftig in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der J\u00e4gerschaft und Wildbiologen der Universit\u00e4t Gie\u00dfen erfolgen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig f\u00fchrte die Umweltministerin aus, dass die Bejagung von Wildtieren einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz des Waldes und zur Gesundheit der Wildpopulation leistet. \u201eDas wirkt sich nat\u00fcrlich positiv auf die Biodiversit\u00e4t in hessischen W\u00e4ldern aus\u201c, betonte Hinz. Zudem k\u00f6nnen die Lebensgewohnheiten mancher Wildtiere direkte Auswirkungen auf das Umfeld der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger haben: Wildschweine in Vorg\u00e4rten, Verkehrsunf\u00e4lle mit Wildtieren und Sch\u00e4den auf Hessens Feldern und in den W\u00e4ldern sind wesentliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die Notwendigkeit der Jagdaus\u00fcbung.<\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Jagdverordnung liegt auf einer grundlegenden \u00dcberarbeitung der jagdlichen Vorschriften und der Einf\u00fchrung einer neu strukturierten sowie modernisierten Ausbildung und Pr\u00fcfung f\u00fcr die Jagd und Falknerei. \u201eDas Angebot von lediglich zwei Pr\u00fcfungsterminen pro Jahr f\u00fcr eine J\u00e4gerpr\u00fcfung war einfach nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. K\u00fcnftig werden bis zu zw\u00f6lf Termine im Jahr stattfinden\u201c, sagte die Ministerin. Schon bei der jagdlichen Ausbildung wird das Wohl der Wildtiere k\u00fcnftig in den Mittelpunkt der Ausbildungsinhalte gestellt. \u201eWir halten gut organisierte Bewegungsjagden f\u00fcr eine effektive und artgerechte Bejagungsform f\u00fcr die hessischen Wildtiere. Daher ist es konsequent, dass wir von den k\u00fcnftigen J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern in der Schie\u00dfpr\u00fcfung nun auch den Nachweis verlangen, dass sie zielsicher sich bewegende Wildtiere treffen\u201c, erl\u00e4uterte die auch f\u00fcr den Tierschutz zust\u00e4ndige Ministerin abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eDie neue Hessische Jagdverordnung beinhaltet eine moderne J\u00e4gerpr\u00fcfungsordnung und an die Wildbiologie angepasste Jagdzeiten. In Hessen wurde der Tierschutz bei der Jagd aufgewertet und gef\u00e4hrdete Wildtiere erfahren einen deutlich besseren Schutz. 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