{"id":146326,"date":"2015-12-12T13:52:56","date_gmt":"2015-12-12T12:52:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=146326"},"modified":"2015-12-12T13:52:56","modified_gmt":"2015-12-12T12:52:56","slug":"erinnerungen-an-konrad-zuse-todestag-des-computerpioniers-jaehrt-sich-am-18-dezember-zum-20-mal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=146326","title":{"rendered":"Erinnerungen an Konrad Zuse Todestag des Computerpioniers j\u00e4hrt sich am 18. Dezember zum 20. Mal"},"content":{"rendered":"<p>Zum 20. Mal j\u00e4hrt sich am 18. Dezember der Todestag des Computererfinders Konrad Zuse, der 1995 in H\u00fcnfeld starb. Zu seinem 20. Todestag wird die Konrad-Zuse-Gesellschaft um 11 Uhr am Neuen H\u00fcnfelder Friedhof einen Kranz an seinem Grab niederlegen. Dazu sind auch G\u00e4ste willkommen, die sich mit Konrad Zuse verbunden f\u00fchlen. Treffpunkt ist an der Friedhofskapelle.<\/p>\n<p>Der Konrad-Zuse-Gesellschaft geh\u00f6ren Wissenschaftler, Unternehmen, Verb\u00e4nde und Weggef\u00e4hrten Zuses an. Sie veranstaltet an diesem Tag ihre Vorstandssitzung in H\u00fcnfeld.\u00c2\u00a0 Die Gesellschaft wurde 1988 noch auf die Initiative von Konrad Zuse in H\u00fcnfeld gegr\u00fcndet. Ihr Ziel ist die Wahrung des wissenschaftlichen und k\u00fcnstlerischen Andenkens an Zuse. Deshalb unterst\u00fctzt sie unter anderem in H\u00fcnfeld das Konrad-Zuse-Museum, das \u00fcber die umfangreichste Sammlung historischer Zuse-Computer weltweit verf\u00fcgt. Auf Vermittlung der Konrad-Zuse-Gesellschaft baute der \u00e4lteste Sohn des Computererfinders, Prof. Horst Zuse, einen detailgetreuen Nachbau der Z 3, die als erster funktionsf\u00e4higer Digitalcomputer der Welt gilt. Dieser Nachbau ist gegenw\u00e4rtig noch im Berliner Technikmuseum ausgestellt, soll aber dauerhaft seinen Platz im H\u00fcnfelder Museum finden.<\/p>\n<p>Konrad Zuse wurde 1910 in Berlin geboren und studierte nach T\u00e4tigkeiten unter anderem als Gebrauchsgrafiker Bauingenieurwesen an der Technischen Universit\u00e4t Berlin. Bereits 1936 entwickelte er erste Visionen freiprogrammierbarer Maschinen, die 1938 in die Fertigstellung der Z 1, des ersten mechanischen Digitalrechners, m\u00fcndeten. Aufgrund der unzul\u00e4nglichen Materialien erwies sich diese Maschine allerdings nicht als funktionssicher. \u00dcberzeugt von der Leistungsf\u00e4higkeit seiner Apparate baute er 1941 in Berlin die Z 3, die bereits \u00fcber ein Rechenwerk und Speicher aus Relais verf\u00fcgte. Sie gilt als die erste frei programmierbare, in Gleitkommarechnung arbeitende und auf dem bin\u00e4ren Zahlensystem basierende Rechenmaschine der Welt und wird heute allgemein als erster funktionsf\u00e4higer Computer anerkannt. Dieses Funktionsprinzip ist bis heute die Grundlage aller Computer. 1946 entwickelte Zuse mit dem \u201ePlankalk\u00fcl\u201c die erste h\u00f6here Programmiersprache. 1949 gr\u00fcndete er in Neukirchen im Altkreis H\u00fcnfeld die Zuse KG, die als der erste kommerzielle Computerhersteller der Welt gilt. Der erste Serienrechner war die Z 11 ab 1955, die vor allem in der optischen Industrie eingesetzt wurde. Mit der Z 22 schuf Konrad Zuse auch den ersten Rechner mit einem magnetischen Speicher, ein Prinzip, das bis heute von fast allen Speichermedien genutzt wird. 1964 zog er sich aus dem Unternehmen zur\u00fcck, das aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten von der Firma Siemens \u00fcbernommen wurde. Seit dieser Zeit widmete er sich verst\u00e4rkt seinen wissenschaftlich theoretischen \u00dcberlegungen und ver\u00f6ffentlichte unter anderem 1969 seine Theorien zum \u201eRechnenden Raum\u201c. Auch f\u00fcr seine k\u00fcnstlerische T\u00e4tigkeit fand er wieder mehr Zeit, so dass heute die Gesamtzahl seiner Werke auf \u00fcber 1.400 in Sammlerh\u00e4nden weltweit gesch\u00e4tzt wird. 1995 starb Konrad Zuse in H\u00fcnfeld, wo er seit Ende 1956 mit seiner Familie in einem Haus Am Haselgrund wohnte.<\/p>\n<p>Nach Konrad Zuse sind mittlerweile auch international zahlreiche Geb\u00e4ude, Einrichtungen, Preise und Institute an Universit\u00e4ten benannt. J\u00e4hrlich vergibt die Konrad-Zuse-Gesellschaft an herausragende Wissenschaftler die Konrad-Zuse-Medaille und zeichnet im Rahmen des Bundeswettbewerbs \u201eJugend forscht\u201c besonders originelle Ideen im Rahmen der Informatik aus. Etabliert wurden durch die Konrad-Zuse-Gesellschaft auch die sogenannten \u201eH\u00fcnfelder Gespr\u00e4che \u00fcber Informatik\u201c, bei dem herausragende Wissenschaftler ihre Entwicklungen und Ideen im Bereich der Informatik pr\u00e4sentieren. Die Informatik, so wie sie von Konrad Zuse ihre entscheidenden Impulse erhielt, gilt heute als weltweite Schl\u00fcsselwissenschaft. 90 Prozent aller Patente, die in Deutschland angemeldet werden, beziehen sich auf diesen Bereich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zum 20. Mal j\u00e4hrt sich am 18. Dezember der Todestag des Computererfinders Konrad Zuse, der 1995 in H\u00fcnfeld starb. Zu seinem 20. Todestag wird die Konrad-Zuse-Gesellschaft um 11 Uhr am Neuen H\u00fcnfelder Friedhof einen Kranz an seinem Grab niederlegen. Dazu sind auch G\u00e4ste willkommen, die sich mit Konrad Zuse verbunden f\u00fchlen. 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