{"id":145680,"date":"2015-11-25T10:47:56","date_gmt":"2015-11-25T09:47:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=145680"},"modified":"2015-11-25T10:47:56","modified_gmt":"2015-11-25T09:47:56","slug":"initiative-qualitaetsmedizin-transparenz-fuer-die-bestmoegliche-medizinische-behandlungsqualitaet-klinikum-fulda-praesentierte-aktuelle-daten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=145680","title":{"rendered":"Initiative Qualit\u00e4tsmedizin Transparenz f\u00fcr die bestm\u00f6gliche Medizinische Behandlungsqualit\u00e4t: Klinikum Fulda pr\u00e4sentierte aktuelle Daten"},"content":{"rendered":"<p>Die Initiative Qualit\u00e4tsmedizin (IQM), ein Projekt von mehr als 350 Krankenh\u00e4usern aus Deutschland und der Schweiz mit einem gemeinsamem Ziel: die medizinische Behandlungsqualit\u00e4t im Krankenhaus transparent zu machen und f\u00fcr alle Patienten zu verbessern. Qualit\u00e4tsmessungen mit Kennzahlen auf Basis von Routinedaten, Transparenz der Ergebnisse durch Ver\u00f6ffentlichung und Qualit\u00e4tsverbesserung durch so genannte Peer Review Verfahren sind die drei S\u00e4ulen der Initiative.<\/p>\n<p>Das Klinikum Fulda ist seit 2014 Mitglied von IQM und geht damit weit \u00fcber die bestehenden gesetzlichen Anforderungen zur Qualit\u00e4tssicherung hinaus: im Interesse bester Medizin und gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Patientensicherheit.<\/p>\n<p>\u201eWir haben uns entschlossen, bereits in diesem Jahr unsere Qualit\u00e4tsergebnisse f\u00fcr alle relevanten Krankheitsbilder des Klinikums im Internet zu ver\u00f6ffentlichen, auch wenn wir damit bis 2016 Zeit gehabt h\u00e4tten\u201c, erl\u00e4utert Dr. Ulrike Scheske-Zink, Leiterin Stabsstelle Qualit\u00e4ts- und Risikomanagement.<br \/>\nDie Ergebnisse stammen aus der IQM-Gruppenauswertung von mehr als 350 Kliniken in Deutschland und der Schweiz, die sich der Initiative Qualit\u00e4tsmedizin (IQM) angeschlossen haben. Insgesamt umfasst der IQM-Indikatorensatz mehr als 40 Qualit\u00e4tskennzahlen f\u00fcr 60 h\u00e4ufige Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren. Zu den Qualit\u00e4ts-Indikatoren geh\u00f6ren z.B. die Krankenhaus-Sterblichkeit, Prozesskennzahlen, Komplikationsraten, und Mengeninformationen.<\/p>\n<p>\u201eWir nutzen das IQM-Verfahren f\u00fcr ein aktives Qualit\u00e4tsmanagement, denn mit Hilfe auff\u00e4lliger Ergebniswerte k\u00f6nnen Bereiche\u00c2\u00a0 mit m\u00f6glichem Verbesserungspotential in Behandlungsabl\u00e4ufen erkannt und in anschlie\u00dfenden Einzelfallanalysen optimiert werden. Dabei geht es um die Optimierung der Behandlungsprozesse und damit vor allem um Behandlungsergebnisse\u201c, so Dr. Scheske-Zink weiter. \u201eZiel ist es, unseren Patienten die bestm\u00f6gliche Qualit\u00e4t in der medizinischen Versorgung zu bieten und die Patientensicherheit zu erh\u00f6hen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie IQM-Indikatoren zur Ergebnisqualit\u00e4t belegen unsere St\u00e4rken, zeigen aber auch, wo weiteres Optimierungspotenzial besteht\u201c, erg\u00e4nzte Privatdozent Dr. Thomas Menzel, Vorstand des Klinikums Fulda, \u201eunsere Ergebnisse ver\u00f6ffentlichen wir ganz bewusst freiwillig im Internet. Diese konsequente Transparenz ist f\u00fcr uns vor allem ein zus\u00e4tzlicher Ansporn, um noch besser zu werden\u201c.<\/p>\n<p>Qualit\u00e4tszahlen<br \/>\nSehr gute Ergebnisse hat das Klinikum Fulda\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 u.a. bei der Behandlung von Patienten mit Herzinfarkt erzielt: mit 5,9 % lag die Sterblichkeitsrate deutlich unter dem IQM-Durchschnittswert von 8,2 %. Auch bei der Schlaganfall-Behandlung und bei der Behandlung von Hirninfarkten (Apoplex)\u00c2\u00a0 lag das Krankenhaus der Spitzenversorgung\u00c2\u00a0 bzgl. der Todesfall-Quote jeweils unter dem IQM-Durchschnitt.<\/p>\n<p>Verbesserungspotenzial gibt es bei der\u00c2\u00a0 Diagnose COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung): 2014 wurden im Klinikum Fulda 241 Patienten mit der Hauptdiagnose COPD behandelt, die beobachtete Krankenhaussterblichkeit lag \u00fcber dem Durchschnittswert der IQM H\u00e4user. IQM hat deshalb die COPD-F\u00e4lle f\u00fcr ein sogenanntes \u201ePeer Review\u201c im Klinikum ausgew\u00e4hlt. \u201eAnfang November 2015 hat bei uns das Peer Review zum Indikator COPD stattgefunden. Erfahrene Chef\u00e4rzte aus anderen IQM-Mitgliedskliniken haben gemeinsam mit unseren Direktoren die\u00c2\u00a0 Patientenf\u00e4lle auf m\u00f6gliche Fehler in Abl\u00e4ufen und Strukturen analysiert. Damit haben wir als IQM-Mitgliedsklinik die M\u00f6glichkeit, Optimierungspotenziale zu identifizieren und zielgenaue Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualit\u00e4t umzusetzen\u201c, so Dr. Menzel.<\/p>\n<p>Ergebnisse des Peer Reviews<br \/>\nDie seit Kurzem vorliegenden Auswertungsergebnisse f\u00fcr das erste Halbjahr 2015 zeigen, dass das Klinikum Fulda\u00c2\u00a0 nach Neugr\u00fcndung der Medizinischen Klinik V (Pneumologie) unter der Leitung von Prof. Dr. Philipp Markart bei der COPD zwischenzeitlich deutlich unter dem Durchschnitt aller IQM-H\u00e4user liegt.<br \/>\n\u201eMit der Etablierung der Medizinischen Klinik V (Pneumologie) im letzten Jahr, konnten wir also einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Behandlungsqualit\u00e4t\u00c2\u00a0 f\u00fcr Patienten mit einer COPD leisten\u201c, freut sich Dr. Menzel.<\/p>\n<p>Peer Review<br \/>\nDas IQM Peer Review Verfahren gibt gezielte Impulse f\u00fcr einen kontinuierlichen internen Verbesserungsprozess und eine offene Fehler- und Sicherheitskultur. Die\u00c2\u00a0 f\u00e4cher\u00fcbergreifende Zusammenarbeit wird gef\u00f6rdert. Das Peer Review Verfahren der IQM beruht auf Freiwilligkeit sowie einem unb\u00fcrokratischen kollegialen Austausch und fokussiert die Hilfe zur Selbsthilfe unter \u00e4rztlichen Kollegen. Damit unterst\u00fctzen sich teilnehmende Kliniken aus Deutschland und der Schweiz \u00fcber Tr\u00e4ger- und L\u00e4ndergrenzen hinweg bei der Suche nach Verbesserungspotenzial. Dieses wird im Peer Review Verfahren von chef\u00e4rztlichen Fachkollegen anhand retrospektiver Fallaktenanalysen identifiziert. Kernst\u00fcck eines Reviews bei IQM ist die gemeinsame Diskussion der Ergebnisse. \u201eDiese findet auf Augenh\u00f6he zwischen den Peers und dem verantwortlichen Chefarzt statt. Dabei identifizierte Probleme dienen anschlie\u00dfend als Grundlage f\u00fcr zielgenaue Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualit\u00e4t\u201c, so Prof. Dr. Clemens-Alexander Greim, Direktor der Klinik f\u00fcr An\u00e4sthesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin. Die IQM-Peers werden nach dem Curriculum \u201e\u00c4rztliches Peer Review\u201c der Bundes\u00e4rztekammer ausgebildet. Dr. Petra Zahn, Direktorin der Zentralen Notaufnahme und ausgebildeter IQM-Peer: \u201eDer faktenbasierte kollegiale Austausch macht das Verfahren so wertvoll. Klinisch t\u00e4tige \u00c4rzte analysieren mit den \u00c4rzten vor Ort anhand der Fallakten systematisch Prozesse und Strukturen auf m\u00f6gliche Optimierungspotenziale\u201c.<\/p>\n<p>Nutzen f\u00fcr den Patienten<br \/>\nDie Patientinnen und Patienten profitieren\u00c2\u00a0 aus den abgeleiteten Verbesserungsma\u00dfnahmen, die zu einer verbesserten Behandlungsqualit\u00e4t und gesteigerten Patientensicherheit f\u00fchren. Patienten, Angeh\u00f6rigen und einweisenden \u00c4rzten dienen die Qualit\u00e4tsdaten zur Orientierung bei der Wahl eines Krankenhauses. Die Ver\u00f6ffentlichung von IQM-Qualit\u00e4tsindikatoren aus Routinedaten ist ein wichtiger Schritt, um der \u00d6ffentlichkeit objektive Daten zur Verf\u00fcgung zu stellen und damit Grundvoraussetzung f\u00fcr einen funktionierenden Qualit\u00e4tswettbewerb um beste medizinische Ergebnisse.<\/p>\n<p>Die Initiative Qualit\u00e4tsmedizin e.V. (IQM)<br \/>\nF\u00fchrende Krankenhaustr\u00e4ger haben sich 2008 zur \u201eInitiative Qualit\u00e4tsmedizin\u201c (IQM) zusammengeschlossen. Die tr\u00e4ger\u00fcbergreifende Initiative mit Sitz in Berlin ist offen f\u00fcr alle Krankenh\u00e4user aus Deutschland, der Schweiz und \u00d6sterreich. Vorhandenes Verbesserungspotenzial in der Medizin sichtbar zu machen und zum Wohle der Patienten durch aktives Fehlermanagement zu heben, ist das Ziel von IQM. Daf\u00fcr stellt IQM den medizinischen Fachexperten aus den teilnehmenden Krankenh\u00e4usern innovative und anwenderfreundliche Instrumente zur Verf\u00fcgung. Die Mitglieder der Initiative verpflichten sich, drei Grunds\u00e4tze anzuwenden: Qualit\u00e4tsmessung mit Routinedaten, Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse und die Durchf\u00fchrung von Peer Review Verfahren. In derzeit 350 Krankenh\u00e4usern aus Deutschland und der Schweiz versorgen die IQM Mitglieder j\u00e4hrlich ca. 5 Mio. Patienten station\u00e4r. In Deutschland liegt ihr Anteil an der station\u00e4ren Versorgung bei knapp 25 % und in der Schweiz bei 19 %.<\/p>\n<p>Kontakt:<br \/>\nIQM Initiative Qualit\u00e4tsmedizin e.V.<br \/>\nFriedrichstra\u00dfe 166, 10117 Berlin<\/p>\n<p>Deborah Jachan<br \/>\nReferat Transparenz<br \/>\nTel.: +49 30 25 811 617<br \/>\nE-Mail: deborah.jachan@initiativequalitaetsmedizin.de<\/p>\n<p>Bildunterschrift (v. links):<br \/>\nPriv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Prof. Dr. Philipp Markart, Dr. Petra Zahn, Prof. Dr. Clemens-Alexander Greim, Dr. Ulrike Scheske-Zink<\/p>\n<p>Foto: Barbara Froese<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Initiative Qualit\u00e4tsmedizin (IQM), ein Projekt von mehr als 350 Krankenh\u00e4usern aus Deutschland und der Schweiz mit einem gemeinsamem Ziel: die medizinische Behandlungsqualit\u00e4t im Krankenhaus transparent zu machen und f\u00fcr alle Patienten zu verbessern. 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