{"id":145627,"date":"2015-11-24T10:30:01","date_gmt":"2015-11-24T09:30:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=145627"},"modified":"2015-11-24T10:30:01","modified_gmt":"2015-11-24T09:30:01","slug":"berufsorientierung-in-der-winfriedschule-bringt-unternehmen-und-gymnasiasten-an-einen-tisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=145627","title":{"rendered":"Berufsorientierung in der Winfriedschule bringt Unternehmen und Gymnasiasten an einen Tisch"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/151123_SpeedDating2_a.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-145632\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/151123_SpeedDating2_a-265x176.jpg\" alt=\"151123_SpeedDating2_a\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/151123_SpeedDating2_a-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/151123_SpeedDating2_a.jpg 556w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>\u201eEs ist ganz erstaunlich, wie viel man in zehn Minuten \u00fcber jemanden erfahren kann\u201c, sagt Michael Krause. Eigentlich leitet Krause die IT-Abteilung der Firma Zufall. Am vergangenen Mittwoch \u201edatete\u201c er aber in der Winfriedschule potenzielle Praktikanten bzw. Azubis und staunte nicht nur \u00fcber die gute Vorbereitung seiner Date-Partnerinnen und -Partner.<\/p>\n<p>\u201eDie Jugendlichen machen sich viele Gedanken \u00fcber ihre berufliche Zukunft und stellen interessante Fragen\u201c, so der Eindruck des Abteilungsleiters, der auch Mitglied im Ausbilderteam des Fuldaer Logistik-Unternehmens ist. Dass die Zehntkl\u00e4ssler nicht \u201eblind\u201c, sondern bestens vorbereitet in Dates mit Unternehmensvertretern gehen konnten, liegt an der Berufsorientierung, die seit dem vergangenen Jahr an der Winfriedschule curricular verankert ist.<\/p>\n<p>Im September 2014 startete an dem Gymnasium ein Pilotprojekt, das von OloV\u00c2\u00a0 aus der Taufe gehoben wurde. OloV steht f\u00fcr Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im \u00dcbergang Schule-Beruf. Die Initiative vereint regionale Akteure aus Politik, Wirtschaft sowie Bildung und hilft beim Schaffen und Vermitteln von Ausbildungspl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr wurden zwischen September und Januar w\u00f6chentlich Vortr\u00e4ge zu unterschiedlichen Berufen, Branchen oder allgemeinen Berufsorientierungsthemen an der Winfriedschule angeboten. \u201eDas diesj\u00e4hrige Programm ist das Resultat einer intensiven Evaluation. Die Sch\u00fcler hatten den Wunsch nach mehr Differenzierung und der M\u00f6glichkeit, selbst Akzente zu setzen\u201c, berichtet Matthias Hansen, Fachlehrer f\u00fcr Politik und Wirtschaft.<\/p>\n<p>Mit dem Speed-Dating im Gymnasium haben sowohl die Fachlehrer als auch die OloV-Akteure &#8211; Kreisjobcenter, IHK Fulda und Kreishandwerkerschaft \u2013 Neuland betreten. \u201eDas Format an sich ist nicht neu. Bei uns oder bei der IHK ist es bereits erfolgreich gelaufen\u201c, wei\u00df Ulrich Nesemann vom Kreisjobcenter. Auch die Resonanz der Betriebe auf die Anfrage, eine Speed Dating-Premiere im Gymnasium mitzugestalten, war laut Armin Gerbeth, IHK Fulda, gut.<\/p>\n<p>\u201eWir haben etwa 40 Betriebe angeschrieben. 13 haben recht spontan zugesagt\u201c, so Gerbeth. Zu den Teilnehmern geh\u00f6ren neben der Firma Zufall auch die Firmen Werner Schmid, Teclac, die Werner Gruppe, das Unternehmen tegut mit der Tochter Herzberger, die Kreishandwerkerschaft mit der Perspektive Pro Handwerk, Mediana, Kerbl, Hubtex, FFT, EngRoTec, EDAG und das Herz-Jesu-Krankenhaus (HJK).<\/p>\n<p>Der HJK-Ausbildungsverantwortlichen Alexandra Hosenfeld sa\u00df gleich in der ersten Date-Runde eine vielversprechende Bewerberin gegen\u00fcber. Schon vor dem Termin hatte die Ausbilderin eine Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf von der Sch\u00fclerin bekommen. In den ersten f\u00fcnf Minuten des Dates wurde ein Bewerbungsgespr\u00e4ch gef\u00fchrt. In den zweiten f\u00fcnf Minuten gab es eine R\u00fcckmeldung zum Gespr\u00e4ch und zu den eingereichten Unterlagen. \u201eDie waren erstklassig\u201c, sagt Hosenfeld. Nur ihre pers\u00f6nlichen St\u00e4rken habe die Bewerberin vergessen zu erw\u00e4hnen. Ein bisschen Aufregung sei eben auch bei \u201esimulierten\u201c Bewerbungsgespr\u00e4chen dabei.<\/p>\n<p>Fachlehrer Matthias Hansen findet diesen aufregenden, aber praktischen Berufsorientierungsansatz gut. \u201eEs ist keine schulische Pr\u00fcfungssituation, aber die Erfahrung erweitert den Blick. Und es ist ein Unterschied, ob eine Lehrer etwas erz\u00e4hlt oder ob es ein Feedback aus einem Unternehmen gibt.\u201c<\/p>\n<p>Exakt 108 Zehntkl\u00e4ssler haben beim Speed Dating eine konstruktive R\u00fcckmeldung von Unternehmensvertretern bekommen. Zwar waren die Bewerbungen f\u00fcr Ausbildungsstellen fiktiver Art, die Bewerbungen f\u00fcr ein zweiw\u00f6chiges Sch\u00fclerpraktikum allerdings ganz real. Und so konnten etliche Gymnasiasten nach ihrem 10-Minuten-Date die Aula mit gutem Gef\u00fchl und besten Aussichten auf einen Praktikumsplatz wieder verlassen.<br \/>\nBU: Impressionen vom Speed Dating in der Winfriedschule<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eEs ist ganz erstaunlich, wie viel man in zehn Minuten \u00fcber jemanden erfahren kann\u201c, sagt Michael Krause. Eigentlich leitet Krause die IT-Abteilung der Firma Zufall. Am vergangenen Mittwoch \u201edatete\u201c er aber in der Winfriedschule potenzielle Praktikanten bzw. 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