{"id":145510,"date":"2015-11-20T14:48:23","date_gmt":"2015-11-20T13:48:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=145510"},"modified":"2015-11-20T14:48:23","modified_gmt":"2015-11-20T13:48:23","slug":"am-lebensende-nicht-alles-dem-zufall-ueberlassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=145510","title":{"rendered":"Am Lebensende nicht alles dem Zufall \u00fcberlassen"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr Menschen fragen sich, wie es einmal wird, wenn Sie nicht mehr selbst bestimmen k\u00f6nnen, wie es wird. Rechtsanwalt und Werner Gutheil, Di\u00f6zesanseelsorger f\u00fcr Trauernde im Bistum Fulda eine Schreibwerkstatt Patientenverf\u00fcgung anbieten im Bildungs- und Exerzitienhaus Kloster Salm\u00fcnster.<\/p>\n<p>Was ist das besondere an dieser Schreibwerkstatt?<br \/>\nMichael Roth: Wir haben ein Konzept entwickelt, das die klassische Patientenverf\u00fcgung mit den Fragen, was darf medizinisch getan oder nicht getan werden unter dem Fokus der christlichen Aspekte erweitert mit den Fragen: wie und wo m\u00f6chte ich Sterben und Beerdigt werden. Dar\u00fcber hinaus soll das Gedenken \u00fcber den Tod hinaus eine Gestaltung finden.<\/p>\n<p>Warum ein ganzer Tag?<br \/>\nMichael Roth: Am Ende sollen die Teilnehmenden die vorhandene Vorlage aus unserem Buch \u201eDie christliche Patientenvorsorge\u201c soweit erkl\u00e4rt bekommen, dass sie mit einem geringen Zeitaufwand daraus eine Patientenverf\u00fcgung im obigen Sinne, mit Vorsorgevollmacht, Betreuungsverf\u00fcgung und einer Bestattungsverf\u00fcgung mit Gedenkformen ausf\u00fcllen und erstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Worin sind die christlichen Aspekte erkennbar?<br \/>\nWerner Gutheil: Wir haben im juristischen Teil bereits W\u00fcnsche nach christlichen Abschiedsformen, wie Krankensalbung und Sterbesakramenten aufgenommen. Zudem werden im zweiten Teil insbesondere die pers\u00f6nlichen W\u00fcnsche im Sterben auch unter christlichen Aspekten.<\/p>\n<p>Warum brauchen wir einen ganzen Tag?<br \/>\nWerner Gutheil: Es geht nicht nur um rechtliche, medizinische und formale Fragen, sondern wir wollen die gesamte Perspektive vom Moment der schweren, lebensverk\u00fcrzenden Erkrankung, \u00fcber das Sterben, den Tod und dar\u00fcber hinaus. Fragen, wie es mit dem Grab einmal sein soll und wer es pflegt kommen auch vor. Mein urspr\u00fcnglicher Beruf findet hier seinen Eingang, denn ich habe in Fulda einmal G\u00e4rtner gelernt.<\/p>\n<p>Eine \u201eSchreibwerkstatt Patientenverf\u00fcgung\u201c bietet das Bildungs- und Exerzitienhaus Kloster Salm\u00fcnster am Mittwoch, dem 25. November 2015 (9.00 \u2013 17.00 Uhr) an. Der Tag will Grundinformationen \u00fcber die Patientenverf\u00fcgung geben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen angeregt werden, mit ihren Angeh\u00f6rigen \u00fcber ihre W\u00fcnsche zu sprechen und bef\u00e4higt werden, diese W\u00fcnsche angemessen zu verschriftlichen. Referenten sind\u00c2\u00a0 Pfr. Werner Gutheil aus Hanau, der Di\u00f6zesanseelsorger f\u00fcr Trauernde, sowie der Rechtsanwalt Michael Roth aus Bruchk\u00f6bel.<br \/>\nDie Teilnahmegeb\u00fchr betr\u00e4gt 18.00 Euro. Darin enthalten sind Stehkaffee, Mittagessen, Nachmittagskaffee und die Kurskosten<\/p>\n<p>Kurzfristige Anmeldungen sind noch m\u00f6glich:<br \/>\nTelefon: 06056-919310<br \/>\nTelefax: 06056-6649<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Immer mehr Menschen fragen sich, wie es einmal wird, wenn Sie nicht mehr selbst bestimmen k\u00f6nnen, wie es wird. 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