{"id":145450,"date":"2015-11-18T13:31:55","date_gmt":"2015-11-18T12:31:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=145450"},"modified":"2015-11-18T13:31:55","modified_gmt":"2015-11-18T12:31:55","slug":"fragen-zur-migration-im-mittelpunkt-des-kab-bezirkstags-egon-schuetz-als-bezirksvorsitzender-wiedergewaehlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=145450","title":{"rendered":"Fragen zur Migration im Mittelpunkt des KAB Bezirkstags &#8211; Egon Sch\u00fctz als Bezirksvorsitzender wiedergew\u00e4hlt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/P1160070_k.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-145456\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/P1160070_k-265x198.jpg\" alt=\"P1160070_k\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/P1160070_k-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/P1160070_k-600x449.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/P1160070_k.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Im Mittelpunkt des Bezirkstags der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Rh\u00f6n\/Vogelsberg im Pfarrheim St. Goar in Flieden stand das Thema \u201eMenschen auf der Flucht \u2013 die Suche nach einem guten Leben\u201c. Dazu referierten der Fachdienstleiter Ausl\u00e4nderwesen Michael Wehner der Kreisverwaltung Fulda und der Sozialarbeiter von Gr\u00fcmel e.V., Bernhard Bormann der f\u00fcr die Sozialbetreuung minderj\u00e4hriger unbegleiteter Fl\u00fcchtlinge am Michaelshof in Unterbernhards zust\u00e4ndig ist.<br \/>\nBei den ebenfalls stattfindenden Neuwahlen wurde Egon Sch\u00fctz, Geisa als Bezirksvorsitzender von den ca. 70 Delegierten wiedergew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Einen \u00dcberblick \u00fcber die Zuwanderung und Zuweisung von Fl\u00fcchtlingen im Landkreis Fulda gab der Fachdienstleiter f\u00fcr das Ausl\u00e4nderwesen beim Landkreis Fulda, Michael Wehner. Anschaulich pr\u00e4sentierte er die Aufgaben und Anforderungen, die auf Stadt und Kreis Fulda in den letzten Monaten zugekommen sind. Deutlich wurde dabei, dass sich die aktuelle Situation gegen\u00fcber den Vorjahren erschwert hat. Doch nicht nur die Anforderungen an die Kommunen an sich seien eine gro\u00dfe Aufgabe, sondern auch die sich immer mehr verl\u00e4ngernde Bearbeitungszeit von Asylantr\u00e4gen, f\u00fcr die der Bund zust\u00e4ndig sei. Dadurch w\u00fcrden, entgegen dem \u00fcblichen Verfahren, Asylbewerber schon lange vor Bearbeitung der entsprechenden Antr\u00e4ge den Landkreisen zugewiesen. Neben Erl\u00e4uterungen zu dem gesamten Verfahren hob er hervor, dass der Landkreis allen Asylsuchenden nach Zuweisung schon Deutschunterricht anbiete. Im Normalfall besteht der Anspruch auf Deutschunterricht erst nach dem Stellen des Asylantrags. \u201eDennoch sind wir gerade dabei auf ehrenamtliches Engagement angewiesen, die \u00f6ffentliche Hand kann die notwendige Integrationsarbeit nicht alleine leisten\u201c so Wehner. Gerade auch Verb\u00e4nde wie die KAB und deren Mitglieder bat er, sich verst\u00e4rkt zu engagieren.<\/p>\n<p>Bernhard Bormann, f\u00fcr die Unterkunft f\u00fcr unbegleitete minderj\u00e4hrige Fl\u00fcchtlinge am Michaelshof in Unterbernhards zust\u00e4ndig, pr\u00e4sentierte die Arbeit in der Einrichtung. Hierbei machte er deutlich, dass es nicht nur um die Unterbringung und Betreuung geht, sondern auch in solchen Gemeinschaftsunterk\u00fcnften gesellschaftliche Integrationsarbeit geleistet werden m\u00fcsse. Die Arbeit am Michaelshof fu\u00dft auf 6 S\u00e4ulen. Die \u201eSozialbetreuung\u201c, die unter anderem die Begleitung bei Arztbesuchen, \u00c4mterangelegenheiten, Einkaufen und Job- und Wohnungssuche beinhaltet, ist eine Grundlage. Hinzu kommt das \u201esoziale Leben\u201c. Ausfl\u00fcge und Feste, m\u00f6glichst mit der einheimischen Bev\u00f6lkerung zusammen, Informationsveranstaltungen wie kreative Angebote sind darunter zu verstehen. Die \u201eSprachbildung\u201c ist als dritte S\u00e4ule zu verstehen. Dazu z\u00e4hlen nicht nur Deutschkurse, die durch die Volkshochschule abgedeckt werden, sondern insbesondere auch ehrenamtliches Sprachtraining. Fahrdienste und Patenschaften durch Ehrenamtliche sind Beispiele aus der notwendigen \u201eEhrenamtsarbeit\u201c. Unter dem Begriff \u201eGemeinwesenarbeit\u201c werden die Nachbarn, Kirchen und Verb\u00e4nde eingebunden. \u201eBesch\u00e4ftigung und Qualifizierung\u201c bilden die sechste S\u00e4ule der Arbeit. Hierzu z\u00e4hlen unter anderem die Vermittlung von gemeinn\u00fctziger Arbeit, Praktika, Arbeits- und Ausbildungsstellen. \u201eDie Kommune, die Menschen in der Umgebung wie auch die Fl\u00fcchtlinge selbst arbeiten an und in diesem Konzept mit\u201c so Bormann. Diese \u00e2\u20ac\u0161\u201cEingebundenheit\u201c aller Beteiligter habe in den letzten Monaten zu einem deutlichen Abbau von Vorbehalten gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die positive Umsetzung dieses Konzepts best\u00e4tigten Baylasan Al Zaed (Syrerin), Imad Al Shumari (Syrer) und Saed Ahmed Javed (Pakistani) mit ihren Erfahrungsberichten. Deutlich wurde dabei, dass die jungen Zuwanderer einerseits eine bewegende Geschichte hinter sich haben und andererseits schnellst m\u00f6glichst sich durch Integration und Arbeit in die deutsche Gesellschaft einbringen m\u00f6chten. Auch sie zeigten sich offen f\u00fcr und luden ein, zu direkten Kontakten mit der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Begonnen hatte der Bezirkstag in der Fliedener Pfarrkirche mit einem vom Fliedener KAB Pr\u00e4ses Pfarrer Thomas Maleja und Pfarrer Martin Lerg, Geisa (ehemaliger stellvertretender KAB Di\u00f6zesanpr\u00e4ses) zelebrierten Gottesdienst. In seiner Predigt forderte Lerg dazu auf, sich intensiver mit dem eigenen christlichen Glauben auseinanderzusetzen. \u201eNur wenn ich in meinem eigenen Glauben sicher und \u00fcberzeugt bin, kann ich anderen Religionen begegnen\u201c so der Prediger. \u00c4ngste und Vorbehalte gegen\u00fcber Muslimen, wie sie derzeit in der deutschen Gesellschaft zuhauf ge\u00e4u\u00dfert werden, k\u00f6nnten nicht abgebaut werden, indem man den Blick nur auf die \u201eandere Glaubens\u00fcberzeugung\u201c richte, Vielmehr w\u00e4re es vorteilhaft, den eigenen Glauben mit anderen Glaubensrichtungen in Bezug setzen zu k\u00f6nnen.\u00c2\u00a0 Dazu geh\u00f6rte aber auch ein Basiswissen \u00fcber die eigene Religion, dass mittlerweile bei vielen Christen kaum noch vorhanden sei.<\/p>\n<p>Neuwahlen des Bezirksvorstandes<br \/>\nKeine \u00dcberraschung gab es bei den Wahlen zum Bezirksvorstand. Egon Sch\u00fctz, Geisa wurde als Vorsitzender des Bezirksverbandes genauso wiedergew\u00e4hlt wie auch Georg Dreif\u00fcrst, W\u00e4chtersbach, als stellvertretender Bezirksvorsitzender. Auch Karola Baier, Armenhof, Maria Handwerk, Dipperz und Bernhard Fechner, Fulda wurden als weitere Vorstandsmitglieder wiedergew\u00e4hlt. Die\u00c2\u00a0 Positionen des Bezirkspr\u00e4ses, seines Stellvertreters wie auch eine zweite Stellvertreterposition blieben vakant. Der Bezirkstag nominierten au\u00dferdem Winfried Baier, Armenhof, in den Di\u00f6zesanausschuss der KAB Fulda.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Im Mittelpunkt des Bezirkstags der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Rh\u00f6n\/Vogelsberg im Pfarrheim St. Goar in Flieden stand das Thema \u201eMenschen auf der Flucht \u2013 die Suche nach einem guten Leben\u201c. 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