{"id":145252,"date":"2015-11-10T17:04:20","date_gmt":"2015-11-10T16:04:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=145252"},"modified":"2015-11-10T17:04:20","modified_gmt":"2015-11-10T16:04:20","slug":"wider-dem-staats-gen-in-uns-allen-guenter-ederer-referierte-in-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=145252","title":{"rendered":"&#8220;Wider dem Staats-Gen in uns allen&#8221; &#8211; G\u00fcnter Ederer referierte in Fulda"},"content":{"rendered":"<p>Auf Einladung des Kreisverbandes der FDP Fulda referierte der vielfach mit Preisen ausgezeichnete Wirtschaftsjournalist und ehemalige TV-Korreskondent G\u00fcnter Ederer vor rund 50 G\u00e4sten im &#8220;Felsenkeller&#8221;. Landtagsabgeordneter J\u00fcrgen Lenders (FDP) moderierte die Veranstaltung. Zu Beginn erl\u00e4uterte der geb\u00fcrtige Fuldaerer Ederer, dass er als Korrespondent und Journalist oftmals in islamisch gepr\u00e4gten L\u00e4ndern im Einsatz war, ob im Iran, Saudi-Arabien, Indonesien oder Malaysia. Kein Land sei schlimmer in der Unfreiheit seiner Menschen als Saudi-Arabien, so Ederer. Der &#8220;Koran ist Gesetz&#8221;, wer etwas anderes glaube und auf einen liberalen Islam hoffe, unterliege einer Folklore. Der gesamte Islam werde seit Jahren durch die Saudis und deren Wahabismus finanziert und weltweit radikalisiert. Jetzt r\u00e4che sich auch, so Ederer, dass sich Deutschland seit Jahrzehnten einer modernen Einwanderungspoltik verweigert hat, in der wir vorgeben, wen wir im Land haben wollen und ben\u00f6tigen. Auch mit seiner eigenen Zunft geht Ederer nicht gerade zimperlich um. Gerade der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen TV-Anstalten entwickele eine Staatsgl\u00e4ubigkeit und hofiere die politischen Endscheider, anstatt Dinge zu hinterfragen. Als Beispiele nannte er die Euro- und Griechenlandrettung, aber auch die Fl\u00fcchtlingsdebatte und den angeblichen Klimawandel. Heute g\u00e4be es nur noch Talk-Shows, fr\u00fcher haben es kritische Reportagen auf diesen Sendepl\u00e4tzen gegeben. Offenbar lebe es sich in diesen Anstalten ganz gut von den GEZ-Geb\u00fchren und man wolle sich die Regierenden gewogen halten. Die Griechen selbst habe er seit Jahrzehnten immer als flei\u00dfige Menschen kennen gelernt. Nur h\u00e4tten sie aufgrund ihrer Erfahrung mit der Milit\u00e4rdiktatur und den folgenden politischen Clans kein Vertrauen in den Staat und sehen nicht ein, diesen mit Strukturen und Steuern handlungsf\u00e4hig zu machen.<\/p>\n<p>in Deutschland sei seit Jahren die gegens\u00e4tzliche Entwicklung zu beobachten. Die Menschen ziehen sich in ihre Individualit\u00e4t zur\u00fcck und genie\u00dfen es geradezu, wenn der Staat sich als \u00fcbergeordnete &#8220;Nanny&#8221; um alles k\u00fcmmere. Dass dabei die Freiheit insgesamt verk\u00fcmmere, interessiere viele in Deutschland nicht. Man vertraue dem Staat und will, dass er sich um alles k\u00fcmmere. Eigenverantwortung verkomme zu einem Schimpfwort. &#8220;Freies Denken und Verantwortung \u00fcbernehmen sei anstrengend&#8221;, so Ederer, &#8220;daher haben wir Deutschen offenbar ein Staats-Gen im K\u00f6rper&#8221;. Mit Ausnahme des Fahrradverkehrs werde seit Jahrzehnten der Individualverkehr vergr\u00e4mt: durch Verengungen, 30km-Zonen, Umweltzonen die erwiesener Ma\u00dfen nichts br\u00e4chten, nicht reparierte Stra\u00dfen und Br\u00fccken &#8211; statt dessen Busspuren wie in Hamburg oder Fahrradwege. Es habe ihn erstaunt, dass er den L\u00fcckenschlu\u00df der A 66 noch erleben durfte, auch wenn Vekehrsminister Al-Wazir jetzt die Verz\u00f6gerung des Baues des Riederbergtunnels in Frankfurt zur A661 verk\u00fcndete. Dennoch wird der \u00d6PNV so unattraktiv und teuer gehalten. In Japan habe er erlebt, dass Wettbewerb den \u00f6ffentlichen Personennahverkehr mit seinem Angebot ausweite und die Akzeptanz erh\u00f6he. &#8220;Weil der Mensch rational ist. Lieber g\u00fcnstig mit der U-Bahn in die Stadt, als Stunden im Stau&#8221;, so Ederer. Doch hier passiere beides: Stau und teurer und unattraktiver \u00d6PNV.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend betrachtete Ederer ersch\u00fcttert die seit Jahrzehnten falsch interpretierten, teilweise absichtlich gef\u00e4lschten, Daten, die uns eine bevorstehende Klimakatastrophe herbeireden wollen. Selten werde sie von den Medien hinterfragt und gepr\u00fcft und uns permanent als unausweichliches Mantra vorgetragen. Als Resultat folgten zahlreiche kostspielige Bauauflagen und im Zuge der von Kanzlerin Merkel eingeleiteten Energiewende mit ihrem EEG eine Verschandelung der Landschaft und eine Verprellung unserer eusop\u00e4ischen Partner. Jetzt wollen sich diese &#8220;Klimasch\u00fctzer&#8221; sogar auf Uno-Ebene mit einem eigenen Veto-Gremium unangreifbar machen.<\/p>\n<p>&#8220;Die Mathematik m\u00fcsse wieder in den Mittelpunkt der Politik&#8221; r\u00fccken, appellierte Ederer abschlie\u00dfend am Beispiel von Bundesverm\u00f6gens\u00e4mter der Bahn und der Bundesbeh\u00f6rde Wasser- und Schifffahrtsdirektion mit rund 14.000 Besch\u00e4ftigten, aber einer Wirtschaftlichkeit, die gegen Null tendiere. Insofern k\u00f6nne er den Vorschlag, den die FDP mit ihrem ehemaligen hessischen Verkehrsminister Posch machte nur unterst\u00fctzen: Die Infrastruktur solle als Staatsziel in die hessische Verfassung verankert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Auf Einladung des Kreisverbandes der FDP Fulda referierte der vielfach mit Preisen ausgezeichnete Wirtschaftsjournalist und ehemalige TV-Korreskondent G\u00fcnter Ederer vor rund 50 G\u00e4sten im &#8220;Felsenkeller&#8221;. Landtagsabgeordneter J\u00fcrgen Lenders (FDP) moderierte die Veranstaltung. 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