{"id":145234,"date":"2015-11-10T16:57:03","date_gmt":"2015-11-10T15:57:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=145234"},"modified":"2015-11-10T16:57:03","modified_gmt":"2015-11-10T15:57:03","slug":"regionalcaritasverband-betreut-fluechtlinge-in-blankenau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=145234","title":{"rendered":"Regionalcaritasverband betreut Fl\u00fcchtlinge in Blankenau"},"content":{"rendered":"<p>Zum Jahresbeginn 2016 wird der Caritasverband f\u00fcr die Regionen Fulda und Geisa e.V. die sozialp\u00e4dagogische Betreuung von 60 Fl\u00fcchtlingen in Hosenfeld \u2013 Blankenau \u00fcbernehmen. Die neu eingerichtete Stelle wird von der Caritas und aus Bistumsmitteln finanziert. Bei einer Informationsveranstaltung im B\u00fcrgerhaus von Blankenau informierten Landkreis Fulda, Gemeindevertretung, Investor und Caritas die B\u00fcrger.<\/p>\n<p>Holger Enders, Besitzer eines Heizungs-, Sanit\u00e4r- und Elektrobetriebs aus Neuhof, hat als Investor das ehemalige Altenheim von den Vinzentinerinnen des Mutterhauses Fulda in Blankenau gekauft und dem Landkreis Fulda f\u00fcr die Unterbringung von Fl\u00fcchtlingen zur Verf\u00fcgung gestellt. Sowohl er als auch J\u00fcrgen Stock, Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales, B\u00fcrgermeister Peter Malolepszy, Siegfried Weber, Ortsvorsteher von Blankenau sowie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian Reuter und Sozialp\u00e4dagogin Judith Kappus (beide RCV Fulda\/ Geisa) standen in der teilweise turbulenten Veranstaltung Rede und Antwort.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Stock stellte anschaulich und detailliert die Notwendigkeit dar, geeignete Unterbringungsm\u00f6glichkeiten im Landkreis Fulda zu finden. Der Landkreis Fulda sei froh mit Holger Enders einen Investor aus der Region gefunden zu haben, der das Haus kenne, es sachgerecht umgebaut, es einrichtet und der bereits Erfahrung in der Unterbringung von Fl\u00fcchtlingen habe. Au\u00dferdem besch\u00e4ftigt er bereits Migranten in seinem Betrieb. J\u00fcrgen Stock zeigte auch die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten zwischen Bund, Land und Kreis auf. Zurzeit seien 1450 Personen in 32 Gemeinschaftsunterk\u00fcnften bei einer Platzkapazit\u00e4t von 1.800 Pl\u00e4tzen im Landkreis. Gute Betreuung vor Ort sei wichtig. Mit dem Regional &#8211; Caritasverband habe der Landkreis einen kompetenten Partner, der dieses schon in den Einrichtungen in der Frankfurter Stra\u00dfe in Fulda, R\u00fcckers, Neuhof und Rommerz mit insgesamt 260 Fl\u00fcchtlingen unter Beweis gestellt habe. J\u00fcrgen Stock dankte der Caritas und dem Bistum Fulda f\u00fcr das Engagement und die \u00dcbernahme der Personalkosten der Sozialp\u00e4dagogenstelle in Blankenau.<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian Reuter erl\u00e4uterte, dass der Ortscaritasverband Fulda im Jahre 1946 gegr\u00fcndet worden sei. Ein Grund sei damals die Fl\u00fcchtlingsproblematik nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen. Seit mehr als 40 Jahren engagiere sich der katholische Verband zudem in der Ausl\u00e4nderberatung und kenne damit die Kultur- und Sprachproblematik und biete notwendige Hilfen an. Als kirchliche Institution f\u00fchle sich die Caritas den Menschen in Not verpflichtet. Wichtig sei es einen Ehrenamtskreis zu etablieren und die Fl\u00fcchtlinge in Vereine und Gruppen zu integrieren. Nicht Abschottung sondern Offenheit sei gefordert, so der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Judith Kappus st\u00fcnde mit 70 % f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge in Blankenau zur Verf\u00fcgung und k\u00f6nne mit sich stellenden Fragen der Fl\u00fcchtlinge und Bev\u00f6lkerung produktiv umgehen. Wie wichtig Kirche und Caritas die fachliche Betreuung der Fl\u00fcchtlinge sei, w\u00fcrde sich auch daran ablesen lassen, dass die Stelle in Blankenau von der Caritas und aus kirchlichen Mitteln finanziert werde.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Peter Malolepszy erl\u00e4uterte, dass es bis jetzt keine Probleme mit den Fl\u00fcchtlingen gegeben habe, die in Hosenfeld und Schletzenhausen untergebracht seien. Dieses bekr\u00e4ftigte auch der Betreiber Walter Hess aus Hosenfeld. Au\u00dferdem habe die Gemeindevertretung einen Runden Tisch beschlossen, der mit der Arbeit beginne, bevor die ersten Fl\u00fcchtlinge k\u00e4men, so der B\u00fcrgermeister. Brennende Fragen waren: \u201eWir haben Kinder und Jugendliche, die abends weggehen, m\u00fcssen wir uns Sorgen machen?; Werden muslimische M\u00e4nner eine Frau (wie Frau Judith Kappus \u2013 Anmerkung der Redaktion) akzeptieren? Wie werden sich die Fl\u00fcchtlinge versorgen, wie kann man sie in die Gemeinde einbinden und wie wird die Mobilit\u00e4t sichergestellt?&#8221; Auch Fragen nach einem Sicherheitsdienst und nach einer rund um die Uhr Betreuung wurden laut. Sowohl J\u00fcrgen Stock als auch Peter Malolepszy und Christian Reuter versuchten die Fragen angstnehmend zu beantworten, wobei eine Tag und Nachtbetreuung von Erwachsenen oder ein Sicherheitsdienst nach allen bis jetzt gemachten Erfahrungen nicht notwendig seien. Wichtig seien ehrenamtliche Helferinnen und d Helfer, die Vermittlung der deutschen Sprache und die Integration in Arbeit. Mit der sozialen Betreuung vor Ort durch die Caritas sei bereits ein wesentlicher Grundstock geschaffen.<\/p>\n<p>Zum Abschluss res\u00fcmierte Ortsvorsteher Siegfried Weber, dass es wichtig gewesen sei, die verantwortlichen Personen kennengelernt zu haben. Offene Fragen w\u00fcrde es zwar noch geben, aber die Blankenauer m\u00fcssten eine Form finden mit diesen umzugehen und sie zu l\u00f6sen. Die B\u00fcrger m\u00fcssten versuchen auf die ankommenden Fl\u00fcchtlinge zuzugehen, sie zu integrieren und L\u00f6sungen zu finden, die ein Zusammenleben erm\u00f6glichten. Zum Abschluss bot B\u00fcrgermeister Peter Malolepszy an als Ansprechpartner jederzeit zur Verf\u00fcgung zu stehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zum Jahresbeginn 2016 wird der Caritasverband f\u00fcr die Regionen Fulda und Geisa e.V. die sozialp\u00e4dagogische Betreuung von 60 Fl\u00fcchtlingen in Hosenfeld \u2013 Blankenau \u00fcbernehmen. 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