{"id":145219,"date":"2015-11-09T23:12:44","date_gmt":"2015-11-09T22:12:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=145219"},"modified":"2015-11-09T23:12:44","modified_gmt":"2015-11-09T22:12:44","slug":"von-feministischem-selbstbewusstsein-und-weiblicher-sinnlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=145219","title":{"rendered":"Von  feministischem Selbstbewusstsein und weiblicher Sinnlichkeit"},"content":{"rendered":"<p>Eine kommentierte Lesung von Suzanne Bohn mit ausgew\u00e4hlten Originalpassagen aus B\u00fcchern von Beno\u00c3\u00aete Groult findet am Donnerstag, 26. November, um 19.00 Uhr im Kulturkeller statt. Der Vorverkauf hat begonnen.<\/p>\n<p>Die in Deutschland lebende Franz\u00f6sin stellt ausgew\u00e4hlte Passagen ihrer Lieblingsautorin vor, die die Stationen eines Frauenlebens des 20. Jahrhunderts auf starke, aussagekr\u00e4ftige Weise illustrieren.<\/p>\n<p>\u201eBeno\u00c3\u00aete Groult ist erfrischend frech, erstaunlich jung, wunderbar respektlos. Sie geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Ich liebe sie\u201c, so Suzanne Bohn und damit steht sie sicher nicht alleine. \u201eWenn George Sand die Stimme der Frauen war, zu einer Zeit (19. Jahrhundert), als die Frauen schwiegen (so Andr\u00e9 Maurois, ihr Biograph), so ist Beno\u00c3\u00aete Groult f\u00fcr mich, viel mehr als Simone de Beauvoir, die kraftvolle, klare, authentische Stimme der Frauen zu einer Zeit, als die Frauen noch sprechen lernten. Mit verbl\u00fcffender Offenheit, ohne jemals in die Falle der Vulgarit\u00e4t, der Gef\u00e4lligkeit oder des Doktrin\u00e4ren zu tappen, erz\u00e4hlt sie in ihren autobiographischen Schriften von ihrer Erfahrung als Frau des 20. Jahrhunderts: Von der Angst ihrer mond\u00e4nen, erfolgreichen Mutter, sie nicht verheiraten zu k\u00f6nnen, weil sie nicht sch\u00f6n genug war, von ihren drei Ehem\u00e4nnern, von der schwierigen Suche nach einer ebenb\u00fcrtigen Partnerschaft, dem Umgang mit der Eifersucht, von ihren Abtreibungen und in den letzten Jahren vom Altern und der Getthoisierung der Alten in der heutigen Gesellschaft.\u201c<\/p>\n<p>Beno\u00c3\u00aete Groult hat am 31. Januar 2015 ihren 95. Geburtstag gefeiert.<br \/>\nIn Deutschland kennt man sie vor allem dank ihres erotischen, autobiografisch gepr\u00e4gten Romans \u201eSalz auf unserer Haut\u201c, den sie als 60-J\u00e4hrige 1980 ver\u00f6ffentlichte. Ein Kultbuch, in dessen Mittelpunkt ein lebenslanges Verh\u00e4ltnis einer verheirateten Pariserin aus b\u00fcrgerlichen Kreisen mit einem bretonischen Fischer steht \u2013 der im tats\u00e4chlichen Leben ein deutsch-amerikanischer Emigrant und Pilot war und dann mit der US-Army in Paris stationiert war.<\/p>\n<p>Mit 88 Jahren legte sie mit \u201eSalz des Lebens\u201c einen bewegenden und humorvollen Roman mehrerer Frauengenerationen vor, wieder in ihrer unnachahmlichen Mischung aus\u00c2\u00a0 feministischem Selbstbewusstsein und weiblicher Sinnlichkeit.<\/p>\n<p>Karten sind im B\u00fcrgerb\u00fcro und an der Abendkasse erh\u00e4ltlich. Sie kosten im Vorverkauf 8,00 Euro und 10 Euro an der Abendkasse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Eine kommentierte Lesung von Suzanne Bohn mit ausgew\u00e4hlten Originalpassagen aus B\u00fcchern von Beno\u00c3\u00aete Groult findet am Donnerstag, 26. November, um 19.00 Uhr im Kulturkeller statt. 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