{"id":145070,"date":"2015-11-04T09:31:28","date_gmt":"2015-11-04T08:31:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=145070"},"modified":"2015-11-04T09:31:28","modified_gmt":"2015-11-04T08:31:28","slug":"um-artgerechte-tierhaltung-bei-investitionen-bemueht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=145070","title":{"rendered":"Um artgerechte Tierhaltung bei Investitionen bem\u00fcht"},"content":{"rendered":"<p>Wie werden Tierschutz und Tierwohl bei der F\u00f6rderung von Investitionen in der Landwirtschaft umgesetzt? Das war die zentrale Frage einer landwirtschaftlichen Fachexkursion, bei der drei schweinehaltende Betriebe im Raum Fulda besucht wurden, deren St\u00e4lle nach den Kriterien der artgerechten Tierhaltung errichtet worden sind.<\/p>\n<p>Im Ferkelaufzuchtbetrieb D\u00f6ppner in Bimbach werden die Sauen in Gruppen auf Stroh gehalten, die F\u00fctterung erfolgt individuell \u00fcber Kraftfutterstationen. Besonderes Augenmerk wird auf die ferkelf\u00fchrenden Sauen gelegt und viel Zeit in die Tierbetreuung investiert. Um die Transportwege so kurz wie m\u00f6glich zu halten, werden die Ferkel an Betriebe in der Region verkauft. Die Familie D\u00f6ppner hat an vielen Stellschrauben gedreht, um den Schweinen ein tiergerechtes Umfeld zu bieten.<\/p>\n<p>Auf dem Landhof der Familie K\u00f6mpel in Gro\u00dfenl\u00fcder werden Schweine, Rinder und Schafe gehalten. Der neu errichtete Schweinestall bietet Platz f\u00fcr 1.200 Tiere, deren Fleisch im eigenen Hofladen, auf Wochenm\u00e4rkten, aber auch \u00fcber das Vermarktungskonzept Landmarkt in verschiedenen \u201eRewe\u201c-M\u00e4rkten verkauft wird. Die Rinder und Schafe des Landhofs werden in den Sommermonaten auf der Weide gehalten, im Winter wird hofeigenes Futter gef\u00fcttert.<\/p>\n<p>Das Herzst\u00fcck der Gro\u00dfgruppenhaltung im Schweinestall ist die \u201eSortierschleuse\u201c. Sie garantiert, dass jedes Tier einen ungest\u00f6rten Zugang zum Fressbereich bekommt. Dar\u00fcber hinaus bietet sie die M\u00f6glichkeit, Einzeltiere stressfrei aus der Gruppe zu lenken. Die Komfortliegefl\u00e4chen, Heu zur freien Aufnahme, bewegliches Spielzeug, die gro\u00dfen Fensterfl\u00e4chen, das Abspielen von Musik und die Vernebelung von Duft\u00f6len tragen zus\u00e4tzlich zum Wohlbefinden der Tiere bei.<\/p>\n<p>Als dritter Betrieb wurde der nach Vorgaben des \u00f6kologischen Landbaus bewirtschaftete Antoniushof in Haimbach besichtigt. Hier steht die soziale Landwirtschaft, das hei\u00dft die Besch\u00e4ftigung von Menschen mit besonderem Unterst\u00fctzungsbedarf, im Vordergrund. Die \u00f6kologischen Erzeugnisse von Rind, Schwein und Ackerfl\u00e4chen des Antoniushofs werden ebenfalls selbst vermarktet.<\/p>\n<p>Die Exkursionsteilnehmer waren beeindruckt von dem hohen Anspruch, den die Betriebsleiter an die Tierhaltung stellen. Dr. Peter Kaltenegger, stellvertretender Referatsleiter bei der Generaldirektion \u201eAgri\u201c der EU-Kommission und dort zust\u00e4ndig f\u00fcr die F\u00f6rderma\u00dfnahmen des Europ\u00e4ischen Landwirtschaftsfonds (ELER), fasste den informativen Besuch mit den Worten zusammen: \u201eDeutschland geht voran und nimmt den Bereich Tierwohl ernst\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wie werden Tierschutz und Tierwohl bei der F\u00f6rderung von Investitionen in der Landwirtschaft umgesetzt? Das war die zentrale Frage einer landwirtschaftlichen Fachexkursion, bei der drei schweinehaltende Betriebe im Raum Fulda besucht wurden, deren St\u00e4lle nach den Kriterien der artgerechten Tierhaltung errichtet worden sind. 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