{"id":145062,"date":"2015-11-04T09:27:07","date_gmt":"2015-11-04T08:27:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=145062"},"modified":"2015-11-04T09:27:07","modified_gmt":"2015-11-04T08:27:07","slug":"kkv-ein-bisschen-schutz-bei-der-sterbehilfe-reicht-nicht-gesetzentwurf-sensburgdoerflingerhueppe-ist-der-einzige-der-die-sterbebegleitung-schuetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=145062","title":{"rendered":"KKV: \u201eEin bisschen Schutz bei der Sterbehilfe reicht nicht\u201c \u2013 Gesetzentwurf Sensburg\/D\u00f6rflinger\/H\u00fcppe ist der einzige, der die Sterbebegleitung sch\u00fctzt"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDer Gesetzentwurf Sensburg\/D\u00f6rflinger\/H\u00fcppe i.S. Suizidbeihilfe ist der einzige, der die Sterbebegleitung sch\u00fctzt und nicht die Hilfe beim Suizid als gleichwertige Alternative anbietet. Nur durch diesen Entwurf lassen sich die medizinischen Fortschritte in der Palliativmedizin auch zum Wohle der Patienten einsetzen.\u201c Mit diesen Worten appelliert Bernd-M. Wehner, geb\u00fcrtiger Fuldaer Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, nochmals an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, diesen Gesetzentwurf zu unterst\u00fctzen. Im \u00dcbrigen sei es auch der einzige Entwurf, der derzeit als verfassungskonform angesehen werde. Dabei h\u00e4tten die Verfassungsrechtler zu Recht bei dem Gesetzentwurf um die Abgeordnetengruppe Brand\/Griese darauf hingewiesen, dass nicht klar sei, wie man zwischen einer verbotenen gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfigen Suzidhilfe mit Wiederholungsabsicht und einer erlaubten Sterbehilfe im Einzelfall aus selbstlosen Motiven unterscheiden solle.<\/p>\n<p>So d\u00fcrfe man nicht \u00fcbersehen, dass es bei den \u00fcbrigen drei Gesetzentw\u00fcrfen (1. Brand\/Griese, 2. Hintze\/Reimann\/Lauterbach und 3 K\u00fcnast\/Sitte\/Gehring) nicht nur um die Regelung von Suizidhilfe in der letzten Lebensphase bei schwerer Krankheit und gro\u00dfen Schmerzen gehe, sondern auch um die gesetzliche Regelung der Hilfe beim Selbstmord ganz allgemein. Hinzu komme die ungekl\u00e4rte Frage, welche Rolle der Arzt spielen m\u00fcsse, wenn beim Suizid etwas schief gehe. Muss\/Wird er dann die Todesspitze setzen?<\/p>\n<p>Dabei sei klar, dass auch die Palliativmedizin nicht jedes Leid verneiden k\u00f6nne. Sie k\u00f6nne aber die Schmerzen nehmen und durch das ganze Team der Palliativversorgung auch zum Teil die Verzweiflung. \u201eNur durch aufopfernde Menschlichkeit wird N\u00e4he und Begleitung im Sterben gelingen und nicht durch ein Sterbemittel\u201c, so Wehner weiter. Lebensschutz k\u00f6nne es nicht nur ein bisschen geben. Deshalb k\u00f6nne es auch nicht nur ein bisschen Schutz bei der Sterbehilfe geben, unterstreicht der KKV-Bundesvorsitzende seine Position. Schon eine Ausnahmeregelung f\u00fcr den durch Angeh\u00f6rige und \u00c4rzte assistierten Suizid w\u00fcrde f\u00fcr das Lebensende einen v\u00f6llig neuartigen Erwartungs- und Entscheidungshorizont er\u00f6ffnen. Wenn lebenserhaltende Therapie und Tod als gleichwertige Alternativen gesehen werden, werde der Patient, der sich f\u00fcr die Lebenserhaltung entscheide, den Angeh\u00f6rigen und der Gesellschaft gegen\u00fcber daf\u00fcr begr\u00fcndungspflichtig.<\/p>\n<p>Der Wunsch weiterzuleben, darf nicht rechenschaftspflichtig werden<br \/>\nDer KKV warnt deshalb erneut und mit allem Nachdruck davor, den assistierten Suizid zu legalisieren. Wenn im Falle ei\u00c2\u00adnes angeblich unertr\u00e4glichen Leidens der Tod auf Rezept erm\u00f6glicht werde, werde auch dem sozialen Druck die Bahn geebnet. Der ehemalige Bundespr\u00e4sident Johannes Rau habe es bereits in seiner Berliner Rede im Jahre 2001 auf den Punkt gebracht, wenn er sagte: \u201eWo das Weiterleben nur eine von zwei legalen Optionen ist, wird jeder rechenschafts\u00c2\u00adpflichtig, der anderen die Last seines Weiterlebens aufb\u00fcrdet.\u201c Es entstehe ein psychischer Druck, den medizinischen, pflegerischen und finanziellen Aufwand zu ver\u00c2\u00admeiden und sich dem Trend des sozialvertr\u00e4glichen Fr\u00fchablebens anzuschlie\u00dfen. \u201eWer will noch am Leben bleiben, wenn er sp\u00fcrt, dass sein Weiterleben den Angeh\u00f6rigen eine gro\u00dfe Last bedeutet?\u201c, gibt Wehner deshalb zu Bedenken.<\/p>\n<p>Eine aktive Sterbehilfe widerspreche im \u00dcbrigen nicht nur dem christlichen Menschenbild, sie sei auch ein weiterer Schritt auf dem Weg, menschliches Leben der Beliebigkeit anheim zu stellen, so der KKV weiter. Abgesehen davon, dass damit der Willk\u00fcr T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet w\u00fcrde, zeigten solche \u00dcberlegungen, wohin eine Gesellschaft gerate, wenn sie sich anma\u00dfe, Herr \u00fcber Leben und Tod zu sein und damit immer mehr Gott aus dem Spiel lasse. In W\u00fcrde sterben, k\u00f6nne deshalb nie bedeuten, dass man sich selbst umbringe.<\/p>\n<p>Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 80 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923-0.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eDer Gesetzentwurf Sensburg\/D\u00f6rflinger\/H\u00fcppe i.S. Suizidbeihilfe ist der einzige, der die Sterbebegleitung sch\u00fctzt und nicht die Hilfe beim Suizid als gleichwertige Alternative anbietet. Nur durch diesen Entwurf lassen sich die medizinischen Fortschritte in der Palliativmedizin auch zum Wohle der Patienten einsetzen.\u201c Mit diesen Worten appelliert Bernd-M. Wehner, geb\u00fcrtiger Fuldaer Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-145062","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145062","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=145062"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145062\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":145072,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145062\/revisions\/145072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=145062"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=145062"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=145062"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}