{"id":144869,"date":"2015-10-30T00:02:10","date_gmt":"2015-10-29T23:02:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=144869"},"modified":"2015-10-29T07:06:12","modified_gmt":"2015-10-29T06:06:12","slug":"gedankenaustausch-auf-der-wasserkuppe-hessische-umweltstaatssekretaerin-besuchte-das-biosphaerenreservat-rhoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=144869","title":{"rendered":"Gedankenaustausch auf der Wasserkuppe: Hessische Umweltstaatssekret\u00e4rin besuchte das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Portrait-Tappeser.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-144873\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Portrait-Tappeser-265x197.jpg\" alt=\"Portrait Tappeser\" width=\"265\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Portrait-Tappeser-265x197.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Portrait-Tappeser-600x447.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Portrait-Tappeser.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n hatte k\u00fcrzlich hohen politischen Besuch. Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Ministerium f\u00fcr Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nahm sich einen ganzen Tag Zeit, um sich \u00fcber den Arbeitsstand in der Hessischen Verwaltungsstelle zu informieren.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wurde die Staatssekret\u00e4rin auf der Wasserkuppe von allen Mitarbeitern des Biosph\u00e4renreservats und des Vereins Natur und Lebensraum Rh\u00f6n in der Verwaltungsstelle begr\u00fc\u00dft. Zum Rundgang durch das Groenhoff-Haus, dem Dienstsitz und Informationszentrum des Biosph\u00e4renreservats in Hessen, z\u00e4hlte auch der Besuch des Regionalladens des Vereins \u201eRh\u00f6ner Durchblick\u201c. Hier stellte Sonja Wuchert das Rh\u00f6ner Frauenprojekt und die Fortbildungs- und Vermarktungsinitiativen des kleinen Vereins vor. Anschaulich erg\u00e4nzt wurden die Ausf\u00fchrungen durch die aktuelle Kartoffelausstellung im Groenhoff-Haus.<\/p>\n<p>Christof Schneider, Mitarbeiter der Caritas und Ranger Arnold Will berichteten der Staatssekret\u00e4rin vom Ernteeinsatz von minderj\u00e4hrigen unbegleiteten Fl\u00fcchtlingen vorzustellen. Um etwas Abwechslung in das Leben der Fl\u00fcchtlinge zu bringen, die momentan auf der Wasserkuppe untergebracht sind, wurden k\u00fcrzlich gemeinsam mit den Jugendlichen einige Tonnen Rh\u00f6ner \u00c4pfel geerntet. Sie wurden zu Saft verarbeitet oder als Tafelobst der Fuldaer Tafel zur Verf\u00fcgung gestellt. Zwei der Jugendlichen \u00fcberreichten der Staatssekret\u00e4rin einen F\u00fcnfliterbeh\u00e4lter mit frisch gepresstem Apfelsaft.<\/p>\n<p>Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle, nutzte anschlie\u00dfend die Gelegenheit, um \u00fcber Auftrag, Ziele und aktuelle Projekte des Biosph\u00e4renreservats zu informieren. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der noch in Arbeit befindlichen Machbarkeitsstudie zur ehemaligen Wasserkuppenkaserne, die als denkmalgesch\u00fctztes Objekt dringend einer Sanierung und Erweiterung bedarf. Dabei sollen auch die R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat optimiert und der Informations- und Ausstellungsbereich ausgebaut werden.<\/p>\n<p>Breiten Raum der Beratungen nahm auch der aktuelle LIFE-Antrag des Landkreises ein, der von Jutta Katz (HMUKLV) vorgestellt wurde. F\u00fcr den Zeitraum 2016 bis 2022 ist eine Summe von rund 7 Mio. \u00e2\u201a\u00ac (60% EU, 40% Land Hessen) vorgesehen bzw. beantragt, um das Berggr\u00fcnland mit seiner au\u00dfergew\u00f6hnlichen Artenvielfalt zu sch\u00fctzen. Katz zeigte auf, welche Ma\u00dfnahmen und Projekte von Naturschutz und Landwirtschaft geplant wurden, um die Rh\u00f6ner Bergwiesen, die dank ihrer Artenf\u00fclle von nationaler Bedeutung sind, in die Zukunft zu retten.<\/p>\n<p>Nach einem Imbiss mit regionalen Spezialit\u00e4ten stand der Besuch der kleinen Hofk\u00e4serei Richter in Gersfeld-Brembach auf dem Programm. Landwirtschaftsberaterin Janet Emig und die K\u00e4seexpertin Katja Richter erl\u00e4uterten den langen Weg von der Idee bis zur Realisierung der Bauernhofk\u00e4serei. Neben der Mobilen K\u00e4serei des Biosph\u00e4renreservats zeigt die Hofk\u00e4serei Richter, dass auch in der Rh\u00f6n vor Ort eine Veredelung von Milch zu fairen Preisen m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Bei einem Termin, bei dem es um das Berggr\u00fcnland der Rh\u00f6n geht, durften die Hute- und Gemeinschaftsweiden des oberen Ulstertals nat\u00fcrlich nicht fehlen. Stefan Hohmann, Vorsitzender des Vereins Rh\u00f6ner Biosph\u00e4renrind e. V., empfing die Staatssekret\u00e4rin bei dichtem Nebel auf der W\u00fcstensachsener Hute am Steinkopf. Diskutiert wurde die Weidehaltung von Rindern in den Sommer- und Wintermonaten, die Vermarktung der Tiere und die Chancen, die sich f\u00fcr die teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe ergeben. Modellhaft konnte der Verein Rh\u00f6ner Biosph\u00e4renrind eine gro\u00dffl\u00e4chige Beweidung auf \u00fcber 100 Hektar realisieren und zeigen, dass dies auch wirtschaftlich darstellbar ist.<\/p>\n<p>Am Ende des Besuchstages im UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n stand eine Einkehr bei krenzers rh\u00f6n in Seiferts auf dem Programm. Der Gastronom J\u00fcrgen Krenzer erl\u00e4uterte Tappeser seine Philosophie eines nachhaltigen Wirtschaftens, den Einsatz regionaler Produkte und die Realisierung einer Erlebnis-Gastronomie, die f\u00fcr G\u00e4ste, Personal und Wirt einen Mehrwert birgt. In diesem Zusammenhang angesprochen wurden auch die schwierigen, l\u00e4nder\u00fcbergreifenden touristischen Strukturen, die es f\u00fcr die Leistungstr\u00e4ger im Tourismus oft sehr schwer machen, optimal wahrgenommen zu werden.<\/p>\n<p>Von der Vielfalt der Themen beeindruckt<\/p>\n<p>Staatssekret\u00e4rin Dr. Tappeser zeigte sich w\u00e4hrend Ihres Besuchs im einzigen hessischen Biosph\u00e4renreservat beeindruckt von der Aufgabenf\u00fclle und Vielfalt der Themen, die von der Verwaltungsstelle bearbeitet werden. \u201eDas Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n ist gut aufgestellt und leistet einen wertvollen Beitrag zum Erhalt einer einzigartigen Kulturlandschaft. Neue Impulse wie der LIFE-Antrag und die Machbarkeitsstudie Groenhoff-Haus sollen dazu beitragen, diese Arbeit weiter voranzubringen.\u201c, so Tappeser.<\/p>\n<p>Seitens der Hessischen Verwaltungsstelle dankte Torsten Raab der Repr\u00e4sentantin der Hessischen Landesregierung f\u00fcr Ihren Besuch und das gezeigte Interesse. Die aktuelle Politik des Umweltministeriums zeige auch in der Rh\u00f6n und im Landkreis Fulda entsprechende Wirkung, betonte Raab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n hatte k\u00fcrzlich hohen politischen Besuch. Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Ministerium f\u00fcr Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nahm sich einen ganzen Tag Zeit, um sich \u00fcber den Arbeitsstand in der Hessischen Verwaltungsstelle zu informieren. 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