{"id":144635,"date":"2015-10-23T00:04:00","date_gmt":"2015-10-22T22:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=144635"},"modified":"2015-10-22T20:05:01","modified_gmt":"2015-10-22T18:05:01","slug":"zum-70-jahrestag-der-wiedereroeffnung-der-marienschule-am-15-oktober-1945-sehenswerte-ausstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=144635","title":{"rendered":"Zum 70. Jahrestag der Wiederer\u00f6ffnung der Marienschule am 15. Oktober 1945 \/ sehenswerte Ausstellung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/534-Marienschule02.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/534-Marienschule02-265x199.jpg\" alt=\"534-Marienschule02\" width=\"265\" height=\"199\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-144638\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/534-Marienschule02-265x199.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/534-Marienschule02-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/534-Marienschule02.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Zum siebzigsten Mal j\u00e4hrt sich in diesem Jahr die Wiederer\u00f6ffnung der Marienschule in Fulda. Aus diesem Grund wurde von Lehrkr\u00e4ften und Sch\u00fclerinnen die Ausstellung \u201eSchule zwischen Hakenkreuz und Notkreuz\u201c konzipiert, die \u00fcber die schwierige Situation der Marienschule in den Jahren von 1933 bis 1950 informiert.<\/p>\n<p>Trotz des heftigen Widerspruchs des Ordens der Englischen Fr\u00e4ulein und der bisch\u00f6flichen Beh\u00f6rden wurde die Schule im M\u00e4rz 1938 geschlossen, da das katholische Erziehungsideal nicht in das nationalsozialistische Weltbild passte. Sch\u00fclerinnen, Schwestern und das Lehrerkollegium mussten das katholische Oberlyzeum verlassen, das w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs zeitweilig als Lazarett genutzt wurde. Nach der Macht\u00fcbernahme durch die amerikanische Milit\u00e4rregierung konnte die Marienschule am 15. Oktober 1945 wiederer\u00f6ffnet werden. Im Mittelpunkt standen Werte wie Freiheit, Menschenw\u00fcrde und ein Leben aus christlicher \u00dcberzeugung, die in Deutschland \u00fcber viele Jahre hinweg missachtet worden waren. <\/p>\n<p>Solch ein Schuljubil\u00e4um bietet einen willkommenen Anlass f\u00fcr ehemalige Mariensch\u00fclerinnen, sich zu treffen und \u00fcber die damalige Zeit auszutauschen. Aber auch, um als Zeitzeugen j\u00fcngeren Generationen ihre Erfahrungen mitzuteilen, \u00fcber die st\u00e4ndige Angst um das eigene Leben sowie das von Familienangeh\u00f6rigen und Freunden, \u00fcber die materiellen N\u00f6te, das Schicksal der Fl\u00fcchtlingskinder, \u00fcber das Schulleben, die Schulspeisung oder die Zuwendung und den unerm\u00fcdlichen Einsatz der Maria-Ward-Schwestern zu berichten. Dar\u00fcber hinaus stellt ein solches Jubil\u00e4um aber auch eine Gelegenheit dar, um die Geschichte dieser Schule bis hin zu ihren aktuellen Entwicklungen in Erinnerung zu rufen. <\/p>\n<p>Diese begann 1733, als sechs Schwestern des Instituts St. Mariae im Haus am Buttermarkt 17 einzogen, um in Fulda die erste M\u00e4dchenschule zu gr\u00fcnden. Nach einer wechselvollen Geschichte, die mit der Ver\u00e4u\u00dferung und R\u00e4umung der H\u00e4user am Buttermarkt einherging, konnte 1890 ein zweist\u00f6ckiger Backsteinbau als neues Schulgeb\u00e4ude in der Lindenstra\u00dfe eingeweiht werden. Dieses Geb\u00e4ude wurde immer wieder ver\u00e4ndert und hat verschiedene bauliche Erweiterungen sowie Funktions\u00e4nderungen erfahren. So wurden in j\u00fcngster Zeit die naturwissenschaftlichen Fachr\u00e4ume modernisiert, eine Mediathek eingerichtet sowie die fr\u00fcheren Wohnungen der Schwestern zu Unterrichts- und Arbeitsr\u00e4umen umgebaut. <\/p>\n<p>Eine weitere wichtige Entwicklung bezieht sich auf das schulische Ausbildungsangebot. Denn seit dem Schuljahr 2013\/14 besteht die M\u00f6glichkeit, neben dem Gymnasium auch einen Realschulzweig zu besuchen. Als ein ganz wesentlicher Einschnitt  ist der Umstand anzusehen, dass zum Ende des vergangenen Schuljahrs die letzten Schwestern die Marienschule verlassen haben. Ihr Orden der Congregatio Jesu \u2013 ein Frauenorden, der 1609 von der englischen Ordensschwester Maria Ward gegr\u00fcndet wurde \u2013 hatte die Fuldaer Niederlassung bereits 2009 mit der Schlie\u00dfung des Internats aufgel\u00f6st. Seitdem hatte die kleine Gemeinschaft von drei Schwestern den Status einer Filiale und geh\u00f6rte der Mainzer Niederlassung an.<\/p>\n<p>Nach einer insgesamt 282-j\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit der Maria-Ward-Schwestern im Dienste der Erziehung und Bildung von M\u00e4dchen und jungen Frauen wurde die Fuldaer Filiale zum 31. Juli 2015 nun endg\u00fcltig geschlossen.<\/p>\n<p>Info<br \/>\nAusstellung \u201eSchule zwischen Hakenkreuz und Notkreuz\u201c vom 15. Oktober bis 27. November in der Mediathek der Marienschule, \u00d6ffnungszeiten: Werktags von 10 bis 15 Uhr, nach Absprache auch andere Besuchszeiten m\u00f6glich (Tel. 0661-22283)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zum siebzigsten Mal j\u00e4hrt sich in diesem Jahr die Wiederer\u00f6ffnung der Marienschule in Fulda. 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