{"id":144200,"date":"2015-10-09T08:47:16","date_gmt":"2015-10-09T06:47:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=144200"},"modified":"2015-10-09T08:47:16","modified_gmt":"2015-10-09T06:47:16","slug":"faktencheck-windenergie-sorgt-fu%cc%88r-klarheit-in-sachen-natur-und-umweltschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=144200","title":{"rendered":"Faktencheck Windenergie sorgt fu\u00cc\u02c6r Klarheit in Sachen Natur- und Umweltschutz"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/BFEH-Faktencheck-Fulda-2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-144208\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/BFEH-Faktencheck-Fulda-2-265x177.jpg\" alt=\"BFEH Faktencheck Fulda 2\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/BFEH-Faktencheck-Fulda-2-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/BFEH-Faktencheck-Fulda-2-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/BFEH-Faktencheck-Fulda-2.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Die Reihe \u201eFaktencheck Windenergie in Hessen\u201c setzt sich fort. In zwei Veranstaltungen \u2013 am 6.10. in Fulda und am 13.10. in Darmstadt \u2013 widmen sich Fachexperten der Vereinbarkeit von Windenergie und Natur- und Umweltschutz.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Landesprogramms \u201eBu\u00cc\u02c6rgerforum Energieland Hessen\u201c sind in den Kommunen wie-derholt wichtige Fragen rund um die Windenergie aufgetreten, deren Kl\u00e4rung von landesweiter Be-deutung ist. Hier setzt das Landesprogramm mit dem \u201eFaktencheck Windenergie in Hessen\u201c an. Nach den Themen Infraschall, Systemintegration und Rentabilit\u00e4t stehen nun in zwei Veranstaltungen Fra-gen rund um die Vereinbarkeit des Ausbaus der Windenergie in Hessen mit dem Natur- und Umwelt-schutz im Mittelpunkt. Dabei werden mithilfe ausgewiesener Fachexperten die wichtigsten Fragen rund um die Auswirkungen der Windenergie auf die Pflanzenwelt (am 06. Oktober in Fulda) und die Tierwelt (am 13. Oktober in Darmstadt) gekl\u00e4rt. Die Ergebnisse werden der interessierten \u00d6ffentlich-keit im Nachgang in Form eines konsolidierten Faktenpapiers zur Verfu\u00cc\u02c6gung gestellt.<\/p>\n<p>Teil I: Flora (Fl\u00e4chenbedarf &amp; Auswirkungen auf das \u00d6kosystem Wald)<br \/>\nIn Hessen \u2013 dem waldreichsten aller Bundesl\u00e4nder \u2013 liegen etwa 80 Prozent der fu\u00cc\u02c6r die Windenergie-nutzung geeigneten Fl\u00e4chen im Wald. Im ersten Teil des Faktenchecks zum Natur- und Umweltschutz kl\u00e4rten Expertinnen und Experten zentrale Fragen zur koordinierten Teilregionalplanung, zum Fl\u00e4-chenbedarf sowie zu den Auswirkungen auf das \u00d6kosystem Wald.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erl\u00e4uterten Sabine Richter (Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main) und Reiner Diemel (Re-gierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen), wie natur- und umweltschutzrechtliche Belange in den bisherigen Prozessen der koordinierten Teilregionalplanung sowie in den einzelnen Genehmigungsverfahren Be-ru\u00cc\u02c6cksichtigung finden. Hierbei wurde auf die Vielzahl von einschr\u00e4nkenden Kriterien hingewiesen, die bei der Ausweisung der Windvorranggebiete zu beru\u00cc\u02c6cksichtigen sind. Der Arten- und Umweltschutz spielt hierbei eine wichtige Rolle. Die Teilregionalplanung legt unter anderem Schwerpunktr\u00e4ume fu\u00cc\u02c6r die Aufzucht und den Erhalt gef\u00e4hrdeter Arten fest und h\u00e4lt diese von Windenergieanlagen frei.<\/p>\n<p>In einem zweiten Themenblock widmeten sich Dr. Ingo Ewald, (Ingenieurbu\u00cc\u02c6ro fu\u00cc\u02c6r Erneuerbare Ener-gien), Detlef Stys (Landesbetrieb Hessen Forst) und Peter C. Beck (Bu\u00cc\u02c6ro \u00d6kologie und Stadtentwick-lung) der Erfassung und Bewertung von Eingriffs- und Ausgleichsma\u00dfnahmen. Konkret wurde der Fl\u00e4chenverbrauch in der Bauphase und im Betrieb erl\u00e4utert, die Breite der Zuwegung, Tiefe von Fun-damenten und Vorgaben zum Ru\u00cc\u02c6ckbau der Anlagen. Kritisch hinterfragt wurden die Expertinnen und Experten von Wolfgang Ruch (Landesverband Windenergie Nordhessen), von Hans Teegelbekkers (Landesverband Vernunftkraft) und durch das interessierte Publikum. Angeregt wurde zum Beispiel, Zahlen zusammenzustellen wieviel Waldfl\u00e4che voraussichtlich fu\u00cc\u02c6r die Windenergie in Hessen ben\u00f6-tigt werden wird und die vorgeschriebenen Ersatzaufforstungen umgesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie sich Eingriffe und Ausgleichma\u00dfnahmen auf das \u00d6kosystems Wald auswirken, erl\u00e4uterten Chris-toph von Eisenhart Rothe (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald), Julia N\u00f6ding (Bu\u00cc\u02c6ro fu\u00cc\u02c6r angewandte \u00d6kologie und Forstplanung) und Ron Kruck (F\u00f6rster und Projektentwickler St\u00e4dtische Werke AG Kas-sel). Die St\u00e4dtischen Werke haben hierzu ein Forschungsprojekt initiiert, das einen Vergleich z.B. der Wildtierpopulation vor und w\u00e4hrend der Bauphase sowie sp\u00e4ter im Betrieb untersucht. In der Dis-kussion mit Walter Strauch (Forstbetriebsgemeinschaft \u201eBergwinkel\u201c) und Joachim Wierlemann (Landesverband Windenergie) wurde vor allem deutlich, dass standortspezifisch Vor- und Nachteile von Eingriffen differenziert abgewogen und die notwendigen Eingriffe durch gezielte Aus-gleichsma\u00dfnahmen abgefedert werden mu\u00cc\u02c6ssen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wurden in einer Abschlussdiskussion M\u00f6glichkeiten er\u00f6rtert, die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure zu st\u00e4rken und somit die Planungen von Windparks zu optimieren. Angeregt wurde unter anderem, die unterschiedlichen Interessengruppen verst\u00e4rkt in fru\u00cc\u02c6hen Phasen der Pla-nung einzubinden \u2013 nicht nur bei der Teilregionalplanung, sondern auch in konkreten Projekten, um Anlagenstandorte zu optimieren. Erg\u00e4nzend wurde vorgeschlagen, Gutachter fu\u00cc\u02c6r kritische Fragestel-lungen zuku\u00cc\u02c6nftig gemeinsam auszuw\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Teil II: Fauna (V\u00f6gel, Flederm\u00e4use und sonstige Wildtiere)<br \/>\nIn der Folgeveranstaltung am Dienstag, den 13.10. in Darmstadt, werden die m\u00f6glichen Auswirkun-gen der Windenergie auf die Tierwelt beleuchtet. In einem \u00e4hnlichen Format sind auch hier wieder zahlreiche Fachexperten \u2013 zum Beispiel von der Staatlichen Vogelschutzwarte, dem Regierungspr\u00e4si-dium Gie\u00dfen sowie der Hessischen Gesellschaft fu\u00cc\u02c6r Ornithologie und Naturschutz \u2013 eingeladen, um Fakten zu kl\u00e4ren und offene Fragen miteinander zu diskutieren.<\/p>\n<p>Bu\u00cc\u02c6rgerforum Energieland Hessen<br \/>\nDas Hessische Ministerium fu\u00cc\u02c6r Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung bietet mit diesem Landesprogramm u\u00cc\u02c6ber die Hessen Agentur engagierten Kommunen eine Unterstu\u00cc\u02c6tzung bei der Um-setzung der Energiewende an und f\u00f6rdert Aktivit\u00e4ten zur Bu\u00cc\u02c6rgerbeteiligung. Das Land unterstu\u00cc\u02c6tzt die Kommunen mit Fachkompetenz bei der Realisierung von Veranstaltungen zur Bu\u00cc\u02c6rgerbeteiligung und stellt neutrale Moderatoren \u2013 in diesem Fall durch die Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlich orientierten Dialogbu\u00cc\u02c6ro DIALOG BASIS (www.dialogbasis.de) \u2013 zur Verfu\u00cc\u02c6gung. Weitere Informationen zum Bu\u00cc\u02c6rgerforum Energieland Hessen finden sie unter: www.energieland.hessen.de\/buergerforum_energie<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Reihe \u201eFaktencheck Windenergie in Hessen\u201c setzt sich fort. In zwei Veranstaltungen \u2013 am 6.10. in Fulda und am 13.10. in Darmstadt \u2013 widmen sich Fachexperten der Vereinbarkeit von Windenergie und Natur- und Umweltschutz. 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