{"id":143863,"date":"2015-09-30T10:20:15","date_gmt":"2015-09-30T08:20:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=143863"},"modified":"2015-09-30T10:20:15","modified_gmt":"2015-09-30T08:20:15","slug":"ferienende-und-ausbildungsbeginn-stuetzen-hessischen-arbeitsmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=143863","title":{"rendered":"Ferienende und Ausbildungsbeginn st\u00fctzen hessischen Arbeitsmarkt"},"content":{"rendered":"<p>Die Arbeitslosigkeit ist im September erwartungsgem\u00e4\u00df gesunken. Der saison\u00fcbliche R\u00fcckgang wurde vor allen Dingen durch die gesunkene Jugendarbeitslosigkeit bef\u00f6rdert. Mit rund 174.560 arbeitslosen Frauen und M\u00e4nnern in diesem Monat konnte sich der Septemberwert gegen\u00fcber den letzten beiden Jahren deutlich verbessern. Mit einem monatlichen Zu- und Abgang von rund 93.000 arbeitslosen Personen war der Arbeitsmarkt auch im Monat September von einer hohen Dynamik gepr\u00e4gt. Dabei \u00fcberstieg der Abgang mit fast 50.000 Menschen, die Zugangsdaten von etwa 43.400. Deutlich mehr Menschen als im Durchschnitt der letzten f\u00fcnf Jahre konnten auf den ersten Arbeitsmarkt zur\u00fcckkehren, oder haben eine Schul-, Hochschul- oder Berufsausbildung begonnen.<\/p>\n<p>Fl\u00fcchtlinge: Bisher keine Auswirkungen auf den hessischen Arbeitsmarkt<\/p>\n<p>Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen, macht deutlich, dass sich die aktuelle Zahl der Fl\u00fcchtlinge derzeit nicht nennenswert auf die Arbeitslosenzahlen in Hessen auswirkt: \u201eFast alle Fl\u00fcchtlinge, die derzeit Hessen erreichen, befinden sich noch in den Asylverfahren und sind somit nicht als arbeitslos erfasst. Erst im n\u00e4chsten Jahr k\u00f6nnen wir die Dimension genau \u00fcberblicken. Fest steht aber, dass die Integration dieser Personengruppe auf den ersten Arbeitsmarkt nicht nahtlos gelingen wird\u201c.<br \/>\nBereits jetzt zeigen die Zahlen, dass die Arbeitslosigkeit bei Neu-Zuwanderern, wie Bulgaren (+45,7 Prozent zum Vorjahr) oder Rum\u00e4nen (+25,2 Prozent zum Vorjahr) tendenziell erst einmal anstieg.<\/p>\n<p>\u201eDeutlich bessere Erfolgsaussichten haben Menschen, die schon lange in Deutschland leben, die Sprache beherrschen und integriert sind\u201c, so Martin weiter. So ging die Zahl arbeitsloser Menschen mit t\u00fcrkischen, portugiesischen oder kroatischen P\u00e4ssen deutlich zur\u00fcck. Deswegen, so Martin weiter, werde jetzt in Deutschkurse und F\u00f6rderma\u00dfnahmen investiert, besonders f\u00fcr junge Fl\u00fcchtlinge, damit diese so schnell wie m\u00f6glich eine Ausbildung beginnen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Arbeitslosigkeit in Hessen: Entwicklung im September<\/p>\n<p>In Hessen waren im September 174.559 arbeitslose Frauen und M\u00e4nner bei den Agenturen f\u00fcr Arbeit gemeldet. Das waren 6.547 Personen (-3,6 Prozent) weniger als im August und<br \/>\n8.098 (-4,4 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote noch bei 5,7 Prozent. Saisonbereinigt ergab sich zum Vormonat keine Ver\u00e4nderung, zum Vorjahr gab es einen R\u00fcckgang um 9.000.<\/p>\n<p>Die Unterbesch\u00e4ftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunf\u00e4higkeit mitz\u00e4hlt, belief sich im September auf 226.059 Personen. Das waren 9.907 (-4,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr.<\/p>\n<p>Im Vormonatsvergleich konnten alle betrachteten Personengruppen vom R\u00fcckgang der Arbeitslosenzahlen profitieren. Besonders stark sank wie erwartet die Jugendarbeitslosigkeit: minus 2.432 oder 12,4 Prozent. Die Zahl arbeitsloser M\u00e4nner reduzierte sich um 3,4 Prozent, die der Frauen um 3,9 Prozent. Leichte R\u00fcckg\u00e4nge gab es bei Ausl\u00e4ndern (-1,8 Prozent), \u00c4lteren \u00fcber 50 Jahren (-1,0 Prozent) und Langzeitarbeitslosen (-0,5 Prozent).<\/p>\n<p>Der Vorjahresvergleich zeigt ebenfalls f\u00fcr die ausgew\u00e4hlten Personengruppen eine deutliche Verbesserung. Wie in den letzten Monaten ist bis auf die Gruppe der arbeitslosen Menschen ohne deutschen Pass \u00fcberall ein R\u00fcckgang zu verzeichnen: M\u00e4nner -4,2 Prozent, Frauen: -4,7 Prozent, Jugendliche: -7,7 Prozent, \u00c4ltere \u00fcber 50 Jahren: -3,6 Prozent. Langzeitarbeitslose: &#8211; 2,2 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen ohne deutschen Pass stieg dagegen im Vorjahresvergleich um 3,6 Prozent an.<\/p>\n<p>Entwicklung in den Rechtskreisen SGB II und SGB III: R\u00fcckgang haupts\u00e4chlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III)<\/p>\n<p>Vom R\u00fcckgang der Arbeitslosenzahlen im September konnten zumeist Menschen im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) profitieren. Der R\u00fcckgang\u00c2\u00a0 zum Vormonat betrug 4.624 Personen oder 7,9 Prozent. Im September waren somit in diesem Rechtskreis 53.752 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum September 2014 entspricht dies einem R\u00fcckgang von 7.071 oder 11,6 Prozent. Der Anteil an allen Arbeitslosen in Hessen betrug im September 2015 30,8 Prozent.<br \/>\nIn der Grundsicherung f\u00fcr Arbeitsuchende (SGB II) waren im September 120.807 Menschen arbeitslos gemeldet und somit 69,2 Prozent aller Arbeitslosen. Gegen\u00fcber dem Vormonat war dies ein R\u00fcckgang von 1.923 oder 1,6 Prozent. Zum Vorjahresmonat sank die Zahl um 1.027 oder 0,8 Prozent.<\/p>\n<p>Offene Stellen: Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften zum Sommerende r\u00fcckl\u00e4ufig<\/p>\n<p>Der Bestand der gemeldeten Stellen in Hessen lag im September bei 45.216 und war somit um rund 16,0 Prozent h\u00f6her als im Vorjahr. Der monatliche Zugang \u00fcberstieg mit 13.992 das Vorjahrsniveau um 7,6 Prozent. Zum Vormonat war ein R\u00fcckgang der gemeldeten Stellen um 7,0 Prozent zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung: Besch\u00e4ftigung weiterhin auf hohem Niveau<\/p>\n<p>Die Besch\u00e4ftigungsentwicklung l\u00e4uft in Hessen weiterhin stabil. Der hochgerechnete, vorl\u00e4ufige Wert der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung belief sich f\u00fcr den Monat Juli 2015 auf\u00c2\u00a0 2.403.400. Gegen\u00fcber dem Vorjahr bleibt Hessen mit einem Anstieg von 2,1 Prozent weiterhin vor der Entwicklung im Bund (+2,0 Prozent).<\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften prozentualen Anstieg konnten im Juli die Wirtschaftszweige Gastgewerbe, Arbeitnehmer\u00fcberlassung sowie Heime und Sozialwesen verzeichnen. Die meisten Besch\u00e4ftigten in Hessen gab es im Juli im Verarbeitenden Gewerbe (441.000), im Handel (331.100) und dem Wirtschaftszweig Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (209.600).<\/p>\n<p>Regionen: Niedrigste Arbeitslosenquote weiterhin in Fulda<\/p>\n<p>Im Landkreis Fulda fiel die Quote im September leicht\u00c2\u00a0 um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 3,3 Prozent. Unver\u00e4ndert verbleibt die Stadt Offenbach mit der h\u00f6chsten Arbeitslosenquote in Hessen bei derzeit 10,4 Prozent.<br \/>\nDie Arbeitslosenquoten der Regierungsbezirke fielen im September ebenfalls und verteilen sich wie folgt: Gie\u00dfen 5,2 Prozent, Kassel 5,2 Prozent, Darmstadt 5,4 Prozent.<br \/>\nIm Vergleich der 26 Kreise und kreisfreien St\u00e4dte stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich nur in der Landeshauptstadt Wiesbaden um 0,2 Prozent zum Vorjahr an. Den prozentual st\u00e4rksten R\u00fcckgang gab es mit 11,5 Prozent im Hochtaunuskreis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Arbeitslosigkeit ist im September erwartungsgem\u00e4\u00df gesunken. Der saison\u00fcbliche R\u00fcckgang wurde vor allen Dingen durch die gesunkene Jugendarbeitslosigkeit bef\u00f6rdert. Mit rund 174.560 arbeitslosen Frauen und M\u00e4nnern in diesem Monat konnte sich der Septemberwert gegen\u00fcber den letzten beiden Jahren deutlich verbessern. 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