{"id":143254,"date":"2015-09-18T09:24:10","date_gmt":"2015-09-18T07:24:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=143254"},"modified":"2015-09-18T09:24:10","modified_gmt":"2015-09-18T07:24:10","slug":"kkv-bundesvorsitzender-bei-der-generalversammlung-des-kkv-fulda-ethik-und-moral-muessen-wieder-einen-neuen-stellenwert-in-unserer-gesellschaft-erhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=143254","title":{"rendered":"KKV-Bundesvorsitzender bei der Generalversammlung des KKV-Fulda: \u201eEthik und Moral m\u00fcssen wieder einen neuen Stellenwert in unserer Gesellschaft erhalten\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\u201eIn einer Zeit, in der vielfach aus Gleichg\u00fcltigkeit heraus alles als gleich g\u00fcltig angesehen wird, gilt es, Orientierung auf der Basis des christlichen Glaubens zu geben.\u201c Mit dieser Aussage brachte Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, auf der Generalversammlung des KKV Fulda die Aufgabe des KKV heute auf den Punkt. Wehner, der geb\u00fcrtiger Fuldaer ist, sprach auf der Generalversammlung der Fuldaer Ortsgemeinschaft \u00fcber das Thema: \u201eKKV heute &#8211; nur noch ein Auslaufmodell oder ein Verband mit Zukunft?\u201c Er zitierte hierzu die Pr\u00e4ambel des Grundsatzprogramms des katholischen Sozialverbandes, in der es hei\u00dft: \u201eAls eine Gemeinschaft engagierter Katholiken aus Wirtschaft und Verwaltung will der Verband solidarisch und mitgestaltend in Beruf und Arbeitswelt, in Staat und Gesellschaft wirken, um dabei christlichen Wertvorstellungen Geltung zu verschaffen.\u201c genau das gelte es umzusetzen. Frei nach der Devise: &#8220;Wenn Du die Welt verbessern willst, musst du bei dem Menschen beginnen, den du im Spiegel siehst.&#8221;<\/p>\n<p>in seiner Begr\u00fc\u00dfung wies der Geistliche Beirat des KKV Fulda, Msgr. Wunibald J\u00fcngst, darauf hin, dass die Ortsgemeinschaft gerade in der heutigen Zeit eine gute Basis biete, um aktuelle Fragen des Glaubens sowie gesellschafts- und sozialpolitische Fragen auf der Grundlage der Katholischen Soziallehre zu behandeln und damit Orientierungshilfe zu leisten.<\/p>\n<p>\u201eEhrbarer Kaufmann wiederentdeckt\u201c<br \/>\nWehner griff diese Aussage auf und wies darauf hin, dass der Glaube heute immer mehr verdunste. Andererseits werde die Frage nach Gott immer wieder neu gestellt. Deshalb sei es wichtig, dass die Mitglieder des KKV ihren Glauben vor allem im Alltag \u00fcberzeugend praktizieren w\u00fcrden. Die Menschen w\u00fcrden schnell merken, ob jemand nur \u201efromm\u201c rede oder ob er sein Leben aus dem Glauben heraus gestalte. Deswegen sei es auch wichtig, dass man im KKV Gleichgesinnte treffe, die einem das Gef\u00fchl g\u00e4ben, als Christ kein Exot zu sein. \u201eHauptziel unserer Arbeit muss es daher sein, dass Ethik und Moral im Sinne unseres christlichen Menschenbildes wieder einen neuen Stellenwert in unserer Gesellschaft erhalten\u201c, so Wehner w\u00f6rtlich. Dass man hier ganz aktuell sei, zeige die R\u00fcckbesinnung auf den \u201eehrbaren Kaufmann\u201c dessen Tugenden im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise wieder neu entdeckt worden seien. Von daher sei der Leitspruch des KKV \u201eEhrlich im Handel, christlich im Wandel\u201c, den er sich als ehemals Katholisch-Kaufm\u00e4nnischer-Verein seit seiner Gr\u00fcndung in 1877 auf die Fahnen geschrieben habe, heute aktueller denn je. Mit dem bereits zum vierten Mal ausgelobten Preis f\u00fcr den \u201eEhrbaren Kaufmann\u201c habe der Verband deshalb ein starkes Zeichen gesetzt. Es sei zudem ein klares Bekenntnis zur Sozialen Marktwirtschaft, wenn der KKV mit diesem Ehrenpreis Frauen und M\u00e4nner auszeichne, die diese Ideale in der Wirtschaft auch heute noch vorlebten.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund habe sich der Verband auch in den von den deutschen Bisch\u00f6fen initiierten Gespr\u00e4chsprozess eingebracht. Leider sei es hier nicht gelungen, gemeinsam Wege aufzuzeigen, wie der christliche Glaube in der heutigen Zeit mehr Strahlkraft gewinnen k\u00f6nne. Im \u00dcbrigen habe man seinerzeit in einem Positionspapier daf\u00fcr geworben, gemeinsam zu \u00fcberlegen, wie das christliche Menschenbild in unserer Gesellschaft mehr und mehr zum Leitbild werden k\u00f6nne, so dass es dazu beitrage, gesellschafts- und ordnungspolitische Strukturen christlicher und damit menschlicher zu gestalten.<\/p>\n<p>Soziallehre in heutige Sprache \u00fcbersetzen<br \/>\nGleichzeitig habe man vorgeschlagen, die \u201eKatholische Soziallehre in die heutige Sprache zu \u00fcbersetzen\u201c. Konkret: Das \u201eKompendium der Soziallehre der Kirche\u201c \u00e4hnlich wie den \u201eKatechismus f\u00fcr Jugendliche \u2013 YOUKAT\u201c als \u201epraktischen Leitfaden f\u00fcr Jedermann\u201c \u2013 als DOKAT \u2013 herauszugeben. Dieser Vorschlag sei inzwischen von Bernhard Meuser, dem Herausgeber des YOUCAT, aufgegriffen worden und werde auch von Papst Franziskus unterst\u00fctzt. \u201eWir gehen davon aus, dass das Werk Anfang 2016 auf den Markt kommt\u201c, verriet Wehner.<\/p>\n<p>Wir brauchen mehr Strahlkraft<br \/>\n\u201eWenn wir \u00fcberzeugend in die Gesellschaft hineinwirken wollen, brauchen wir mehr Strahlkraft und Selbstbewusstsein\u201c, unterstrich der KKV-Bundesvorsitzende, \u201eaber auch Mut zur Klarheit und Wahrheit. Oder um es mit Augustinus zu formulieren: \u00e2\u20ac\u0161Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.\u00e2\u20ac\u2122\u201c So wie die Finanz- und Wirtschaftskrise letztlich eine ethische Krise und die Kirchenkrise eine Glaubenskrise seien, so seien die Probleme in unserer Gesellschaft letztlich eine Sinn- und Vertrauenskrise. \u201eGehen wir deshalb aktiv auf unsere Mitmenschen zu und laden wir sie zu unseren Veranstaltungen ein. Und lassen wir sie sp\u00fcren, dass sie uns willkommen sind, dann werden wir auch merken, dass die Menschen heute genau das suchen. Sie suchen Antworten auf existenzielle Fragen. Geben wir sie ihnen doch\u201c, so sein Schlussappell.<\/p>\n<p>Alois Solf stellte sodann das Ergebnis einer Umfrage vor, die der KKV Fulda vor einiger Zeit unter seinen Mitgliedern gestartet hatte, um zu erfahren, wie der Vorstand seine Aktivit\u00e4ten verbessern k\u00f6nne. Einhelliger Tenor der Antworten war, dass die Mitglieder mehr Diskussionsabende w\u00fcnschten, auf denen man sich insbesondere \u00fcber politische, sozial- und wirtschaftspolitische Themen austauschen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstand wieder komplett<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wurde Martin Ruhl als Schriftf\u00fchrer in seinem Amt best\u00e4tigt. Mit dieser Nachwahl ist der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Vorstand, dem noch Pfr. Wunibald J\u00fcngst als stv. Vorsitzender und Maria Will als Schatzmeisterin angeh\u00f6ren, wieder komplett. Au\u00dferdem geh\u00f6ren Hans-August Ernst, Gudrun M\u00f6ller, Heinz Schubert und Alois Schwarzer dem Vorstand als Beisitzer an.<\/p>\n<p>Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 80 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV finden Sie im Internet unter www.kkv-bund.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eIn einer Zeit, in der vielfach aus Gleichg\u00fcltigkeit heraus alles als gleich g\u00fcltig angesehen wird, gilt es, Orientierung auf der Basis des christlichen Glaubens zu geben.\u201c Mit dieser Aussage brachte Bernd-M. 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