{"id":143085,"date":"2015-09-15T19:19:49","date_gmt":"2015-09-15T17:19:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=143085"},"modified":"2015-09-15T19:19:49","modified_gmt":"2015-09-15T17:19:49","slug":"hausnotruf-leistungen-der-stadt-fulda-enden-am-30-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=143085","title":{"rendered":"Hausnotruf-Leistungen der Stadt Fulda enden am 30. September"},"content":{"rendered":"<p>Seit 1987 besteht das st\u00e4dtische Hausnotrufangebot. Bislang betreute die Fuldaer Feuerwehr rund 260 Kunden, vor allem Seniorinnen und Senioren. Ende September \u00fcbernimmt der Arbeiter Samariter Bund (ASB) diese Dienstleistung. Die bisherigen Hausnotruf-Nutzer k\u00f6nnen nun das bisher st\u00e4dtische Angebot beim neuem Anbieter oder aber alternativ auch beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) und den Maltesern in Anspruch nehmen. Der ASB hatte zuvor bei einer \u00f6ffentlichen Ausschreibung den Zuschlag als Leistungsanbieter erhalten.<\/p>\n<p>Selbst\u00e4ndigkeit erhalten<\/p>\n<p>Das freiwillige Leistungsangebot des Hausnotrufes war seinerzeit unter dem Aspekt der kommunalen Daseinsf\u00fcrsorge  eingef\u00fchrt worden. \u201eDie Stadt hat damit ein Angebot gemacht, was es so bis dahin nicht gab\u201c, erl\u00e4utert Fuldas Oberb\u00fcrgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Denn zum damaligen Zeitpunkt waren im hiesigen Raum weder Hilfsorganisationen noch Verb\u00e4nde der Freien Wohlfahrtspflege in der Lage, einen Notruf-Dienst mit einer 24 Stunden besetzten Hausnotrufzentrale zu betreiben. Vor allem Seniorinnen und Senioren sollte jedoch ein Hilfsangebot unterbreitet werden, ihren Lebensband selbst\u00e4ndig in der gewohnten Umgebung zu verbringen.<\/p>\n<p>Erst seit Mitte der 1990er Jahre werden aufgrund des demografischen Wandels einer immer \u00e4lter werdenden Bev\u00f6lkerung sukzessive Hausnotrufleistungen der Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverb\u00e4nde im Raum Fulda angeboten. Allen Anbietern in der Region \u2013 neben dem Deutschen Roten Kreuz Fulda, Malteser Hilfsdienst wie auch dem Arbeiter-Samariter-Bund &#8211; ist gemeinsam, dass die Hausnotrufzentrale au\u00dferhalb des Landkreises Fulda an zentralen Standorten in Hessen angesiedelt ist. Rasche, sofortige Hilfe ist bei allen dort eingehenden Hilfeanrufen garantiert \u2013 wie auch schon bisher durch die Leitstelle der Feuerwehr Fulda. Ist beispielsweise keine Bezugsperson des Hausnotrufteilnehmers erreichbar und schnelle Hilfe notwendig, geschieht dies \u00fcber einen Bereitschaftsdienst, den alle drei Institutionen vor Ort in Fulda vorhalten.<\/p>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<p>Die Entscheidung, den Hausnotruf abzugeben, begr\u00fcndet die Stadt damit, dass neben dem personellen Aufwand Investitionen in sechsstelliger H\u00f6he notwendig sind, da die Deutsche Telekom bis 2018 ihr gesamtes Telefonnetz auf die neue \u201eVoIP\u201c-Technik umstellt. Der \u00fcberwiegende Teil der derzeit eingesetzten Hausnotrufger\u00e4te sowie die Hausnotrufzentrale m\u00fcssen aus diesem Grunde erneuert oder ausgetauscht werden. Au\u00dferdem bestehen von Kundenseite W\u00fcnsche nach zus\u00e4tzlichen Dienstleistungen wie soziale Betreuungsangebote und anderes mehr. Leistungen also, die durch die Feuerwehr Fulda weder personell leistbar sind noch zu ihren Kernaufgaben geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Hinzu kommt der berufliche Wechsel des bisherigen langj\u00e4hrigen Hausnotrufsachbearbeiters. All diese Umst\u00e4nde haben die Stadt Fulda nach sorgf\u00e4ltigem Abw\u00e4gen trotz des bisher entgegengebrachten gro\u00dfen Vertrauens der Hausnotrufteilnehmer dazu bewogen, die Leistungen zum 30. September 2015 einzustellen. Alle Hausnotrufteilnehmer sind \u00fcber diese Entscheidung, den Anbieterwechsel beziehungsweise Alternativen schriftlich informiert worden.<\/p>\n<p>Um die Hausnotrufversorgung weiterhin l\u00fcckenlos zu gew\u00e4hrleisten, hatte sich die Feuerwehr Fulda in einem Ausschreibungsverfahren zuvor um ein entsprechendes Nachfolgeangebot gek\u00fcmmert. \u201eDieses Verfahren war transparent und fair. Hier hat sich der Arbeiter-Samariter-Bund  durchsetzen k\u00f6nnen\u201c, betont Fuldas Verwaltungschef.<\/p>\n<p>Pool an Angeboten<\/p>\n<p>Die bisherigen Bereitstellungskosten mit der Vorhaltung eines Bereitschaftsdienstes einschlie\u00dflich der Schl\u00fcsselhinterlegung in H\u00f6he von monatlich 30,68 Euro werden bis zum 31.12.2016 garantiert. Beim ASB werden \u2013 ebenso wie bei der Feuerwehr Fulda \u2013 weiterhin Bosch-Hausnotrufger\u00e4te nach dem neuesten Stand der Technik eingesetzt. Den Hausnotrufteilnehmern bleibt somit die vertraute Bedienung des Ger\u00e4tes erhalten. Gleichzeitig weist Wingenfeld darauf hin, dass selbstverst\u00e4ndlich jeder Hausnotruf-Nutzer die M\u00f6glichkeit habe, aus einem Pool von drei alternativen Anbietern ausw\u00e4hlen zu k\u00f6nnen. Damit bestehe eine erfreuliche Erweiterung der Angebotspalette, wie Fuldas OB unterstreicht.<\/p>\n<p>Der Landkreis Fulda  bietet \u00fcbrigens zum Thema Hausnotruf eine entsprechende Web-Seite mit folgender Adresse an:<br \/>\nhttp:\/\/www.pflegestuetzpunkt-fulda.de\/versorgung-zu-hause\/hausnotruf<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere R\u00fcckfragen stehen die Ansprechpartner der Feuerwehr Fulda unter Telefonnummer 0661\/8392-160 in der Zeit von Montag bis Donnerstag: 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr sowie Freitag von 08.30 Uhr bis 13:00 Uhr zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Seit 1987 besteht das st\u00e4dtische Hausnotrufangebot. Bislang betreute die Fuldaer Feuerwehr rund 260 Kunden, vor allem Seniorinnen und Senioren. Ende September \u00fcbernimmt der Arbeiter Samariter Bund (ASB) diese Dienstleistung. 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