{"id":142028,"date":"2015-08-12T18:46:29","date_gmt":"2015-08-12T16:46:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=142028"},"modified":"2015-08-12T18:46:29","modified_gmt":"2015-08-12T16:46:29","slug":"landkreis-fulda-foerdert-initiative-bauernhof-als-klassenzimmer-22-landwirtschaftliche-be-triebe-beteiligen-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=142028","title":{"rendered":"Landkreis Fulda f\u00f6rdert Initiative \u201eBauernhof als Klassenzimmer\u201c \/ 22 landwirtschaftliche Be-triebe beteiligen sich"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/406-Biolandwirt-Hillenbrand2.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-142040\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/406-Biolandwirt-Hillenbrand2-265x199.jpg\" alt=\"406-Biolandwirt Hillenbrand2\" width=\"265\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/406-Biolandwirt-Hillenbrand2-265x199.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/406-Biolandwirt-Hillenbrand2-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/406-Biolandwirt-Hillenbrand2.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Was ist der Unterschied zwischen einem Weizen- und einem Dinkelkorn? Was muss passieren, damit aus den K\u00f6rnern Mehl wird? Und wie backe ich dann daraus Br\u00f6tchen? Solche und viele andere Fragen rund ums Getreide k\u00f6nnen Kindergarten- und Schulkinder beantworten, nachdem sie einen Vormittag auf dem Biohof Hillenbrand im Fuldaer Stadtteil Lehnerz verbracht haben. <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00c2\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Mitten im Ort liegt der Hof von Doris und Claus Hillenbrand, den sie seit 1988 betreiben. Fast genauso lange bieten sie schon Programme f\u00fcr Kinderg\u00e4rten und Schulen an, zun\u00e4chst eher informell f\u00fcr die Gruppen und Klassen ihrer eigenen Kinder und durch Mundpropaganda. Inzwischen sind sie einer von 22 Betrieben, die sich an der im Jahr 2000 gestarteten Initiative \u201eBauernhof als Klassenzimmer\u201c im Landkreis Fulda beteiligen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWir wollen, dass die Kinder einen sch\u00f6nen Tag haben und etwas lernen\u201c, sagt Landwirt Claus Hillenbrand. Je nach Alters- und Zielgruppe machen er und seine Frau verschiedene Angebote: \u201eVom K\u00e4lbchen zur Kuh\u201c ist quasi das Basis-Programm f\u00fcr Kinder, die vielleicht noch nie eine echte Kuh aus der N\u00e4he gesehen haben. Mit ihnen besucht Claus Hillenbrand die 30 K\u00fche, 20 Rinder und 12 Schweine im Stall, die Kinder d\u00fcrfen die Tiere anfassen und vielleicht auch die K\u00fche beim Weidegang begleiten. \u201eDer Bedarf wird in Zukunft zunehmen\u201c, sch\u00e4tzt er, \u201edenn immer mehr Kinder wachsen ohne direkten Kontakt zur Natur auf.\u201c Da dient der Besuch auf dem Bauernhof auch dem Abbau von Vorurteilen \u2013 beispielsweise, dass Schweine gar nicht schmutzig sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anspruchsvoller sind dann schon die Programme \u201eVom Korn zum Brot\u201c und \u201eAlles K\u00e4se oder was?\u201c, bei denen die Kinder selbst Br\u00f6tchen oder Frischk\u00e4se herstellen k\u00f6nnen. Sie werden von Kinderg\u00e4rten und Grundschulen gebucht, um damit den theoretischen Unterricht altersgem\u00e4\u00df zu erg\u00e4nzen. Wieviel die Kinder dann tats\u00e4chlich lernen, h\u00e4ngt vor allem davon ab, wie die Lehrkr\u00e4fte sie vorbereitet haben: \u201eWenn sie sich in Schule oder Kindergarten schon intensiv mit dem Thema besch\u00e4ftigt haben, dann haben sie viel mehr von dem Besuch bei uns\u201c, wei\u00df Claus Hillenbrand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von neun Uhr bis zw\u00f6lf Uhr dauert so ein Besuch in der Regel, zum Beispiel zum Thema Getreide, Teil des Lehrplans in der dritten und vierten Klasse. Nach der Begr\u00fc\u00dfung und einer ersten Fragerunde wird die Klasse geteilt. W\u00e4hrend Claus Hillenbrand einer Gruppe den Weg des Korns von der Aussaat bis zum fertigen Mehl erkl\u00e4rt, stellt seine Frau Doris mit den anderen Kindern den Br\u00f6tchenteig her. Dann wird getauscht, und w\u00e4hrend der Br\u00f6tchenteig ruhen muss, geht es in den Stall, wo die Kinder die Tiere sehen und f\u00fcttern und nach Herzenslust Fragen stellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn es um das Thema Milch geht, d\u00fcrfen sich die Kinder sogar beim Melken versuchen. \u201eIch biete ihnen immer auch an, beim Misten zu helfen, aber da gucken sie doch lieber nur zu\u201c, l\u00e4chelt Claus Hillenbrand. Dann werden die H\u00e4nde gr\u00fcndlich gewaschen, bevor die Kinder ihre eigenen Br\u00f6tchen formen d\u00fcrfen, die B\u00e4uerin Doris in den Ofen schiebt. Anschlie\u00dfend ist Fr\u00fchst\u00fcckspause, entweder mit mitgebrachtem Proviant oder auf Wunsch auch mit Milch, Brot, Frischk\u00e4se und Wurst aus eigener Produktion in Bio-Qualit\u00e4t zum Preis von drei Euro pro Person.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Preis f\u00fcr das komplette Programm betr\u00e4gt 50 Euro pro Gruppe, die Landwirte erhalten zus\u00e4tzlich noch einen Zuschuss vom Landkreis. Daf\u00fcr d\u00fcrfen die Kinder ihre Br\u00f6tchen dann mit nach Hause nehmen, der selbst gemachte Frischk\u00e4se muss noch etwas lagern und kann am n\u00e4chsten Tag abgeholt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kontakt<\/strong><\/p>\n<p>Biohof Hillenbrand, Leipziger Str. 163, 36039 Fulda-Lehnerz, Telefon (0661)9621936, E-Mail <a href=\"mailto:claus.hillenbrand@arcor.de\">claus.hillenbrand@arcor.de<\/a><\/p>\n<p>Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung ist Rieke Trittin, Telefon (0661)6006-746, E-Mail landwirtschaft@landkreis-fulda.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Was ist der Unterschied zwischen einem Weizen- und einem Dinkelkorn? Was muss passieren, damit aus den K\u00f6rnern Mehl wird? Und wie backe ich dann daraus Br\u00f6tchen? 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