{"id":142015,"date":"2015-08-12T18:34:44","date_gmt":"2015-08-12T16:34:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=142015"},"modified":"2015-08-12T18:34:44","modified_gmt":"2015-08-12T16:34:44","slug":"ein-leben-fuer-die-kunst-juergen-blum-starb-im-alter-von-84-jahren-in-huenfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=142015","title":{"rendered":"\u201eEin Leben f\u00fcr die Kunst\u201c J\u00fcrgen Blum starb im Alter von 84 Jahren in H\u00fcnfeld"},"content":{"rendered":"<p>Der K\u00fcnstler, Kunstorganisator und Begr\u00fcnder des Museums Modern Art in H\u00fcnfeld, J\u00fcrgen Blum, ist gestern im Alter von 84 Jahren in H\u00fcnfeld gestorben. Sein Name werde im kulturellen Leben der Stadt H\u00fcnfeld immer einen herausragenden Platz einnehmen, w\u00fcrdigte Erster Stadtrat Theo Fl\u00fcgel den Verstorbenen. Sein Lebensziel, Kunst popul\u00e4r zu machen, Menschen an die Kunst heranzuf\u00fchren und ihnen die Begegnung mit moderner Kunst zu erm\u00f6glichen, werde bleibende Spuren in der Konrad-Zuse-Stadt hinterlassen, erkl\u00e4rte der Erste Stadtrat. J\u00fcrgen Blum habe f\u00fcr die Kunst gelebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er habe B\u00fcrgermeister Stefan Schwenk, der sich gegenw\u00e4rtig noch im Urlaub befindet, \u00fcber den Tod Blums informiert. Auch er sei tief betroffen gewesen und habe die gro\u00dfe Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr Blums Wirken f\u00fcr H\u00fcnfeld betont. Es f\u00e4nden bereits Gespr\u00e4che mit Freuden und Weggef\u00e4hrts Blums statt, um den Abschied von dieser herausragenden Pers\u00f6nlichkeit in w\u00fcrdiger Form zu gestalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit einem oft bis an Selbstaufgabe grenzenden Engagement habe Blum nicht nur selbst als K\u00fcnstler gewirkt, sondern in H\u00fcnfeld immer wieder die Begegnung mit international herausragenden K\u00fcnstlern erm\u00f6glicht. Er habe 1990 das Museum Modern Art mit seiner Sammlung konstruktiver und konkreter Kunst begr\u00fcndet. Werke im \u00f6ffentlichen Raum wie die \u201eBlumen des Universums\u201c, die das Hessische Kegelspiel auf dem Kreisel Fuldaer Stra\u00dfe symbolisierten, \u201eWeg in die Zukunft\u201c, die an das Lebenswerk Konrad Zuses an der Anschlussstelle H\u00fcnfeld-Nord an der B 27 erinnern oder sein Projekt \u201eDas offene Buch\u201c mit 145 Arbeiten der konkreten Poesie von internationalen K\u00fcnstlern pr\u00e4gten bis heute das Bild der Stadt und st\u00fcnden f\u00fcr die Offenheit H\u00fcnfelds f\u00fcr die moderne Kunst. Dank seiner engagierten Arbeit und seiner internationalen Kontakte sei H\u00fcnfeld zu einer Stadt geworden, in der sich K\u00fcnstler begegneten und vielen Menschen die Begegnung mit moderner Kunst erm\u00f6glicht wurde. Herausragend sei auch sein Projekt \u201eKunststra\u00dfe Rh\u00f6n\u201c, das in H\u00fcnfeld seinen Anfang genommen habe und die Malschule, in der er viele Sch\u00fcler jeden Alters an k\u00fcnstlerische Techniken und Ausdrucksformen herangef\u00fchrt habe. Neben vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen wie dem Bundesverdienstkreuz und dem Verdienstorden Polens, verliehen durch den polnischen Kulturminister, sowiedie der Ehrenb\u00fcrgerschaft der Stadt Elbing, wurde seine Arbeit auch durch die Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt H\u00fcnfeld gew\u00fcrdigt. Viele Menschen h\u00e4tten die Nachricht vom Tod J\u00fcrgen Blums mit Trauer und Best\u00fcrzung aufgenommen, erkl\u00e4rte Erster Stadtrat Fl\u00fcgel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sein Lebenswerk werde aber auch in die Zukunft wirken. Er habe ma\u00dfgeblich dazu beigetragen, dass in H\u00fcnfeld eine besondere Offenheit f\u00fcr moderne Kunst bestehe. Durch Kunstwerke im \u00f6ffentlichen Raum sowie durch seine umfangreiche Sammlung bleibe H\u00fcnfeld dank seines Wirkens auf Dauer f\u00fcr Freunde der Kunst attraktiv, betonte Erster Stadtrat Theo Fl\u00fcgel abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Blum wurde 1930 in Elbing an der deutsch-polnischen Grenze geboren. Dort gr\u00fcndete er 1961 die Avantgarde-Galerie EL und initiierte 1965 die \u201eBienale der r\u00e4umlichen Formen\u201c. Dabei geriet er immer wieder in Konflikt mit dem damals regierenden kommunistischen Regime in Polen, so dass er sich 1974 f\u00fcr die Ausreise entschlie\u00dfen musste. Zun\u00e4chst baute er eine Kunststation im Kloster Cornberg auf und pr\u00e4gte dann \u00fcber viele Jahre die Kunststation Kleinsassen, bevor er in den sp\u00e4ten 80-er Jahren eine Galerie in Fulda aufbaute. 1990 begr\u00fcndete er das Museum Modern Art in H\u00fcnfeld. Die von der Stadt H\u00fcnfeld gegr\u00fcndete Stiftung Museum Modert Art bewahrt seine umfangreiche Sammlung. Sie bildet bis heute den Kern der Ausstellungen im Museum, das nach einer zweij\u00e4hrigen Restrukturierungsphase 2014 wieder er\u00f6ffnet werden konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Der K\u00fcnstler, Kunstorganisator und Begr\u00fcnder des Museums Modern Art in H\u00fcnfeld, J\u00fcrgen Blum, ist gestern im Alter von 84 Jahren in H\u00fcnfeld gestorben. Sein Name werde im kulturellen Leben der Stadt H\u00fcnfeld immer einen herausragenden Platz einnehmen, w\u00fcrdigte Erster Stadtrat Theo Fl\u00fcgel den Verstorbenen. 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