{"id":142014,"date":"2015-08-12T18:34:04","date_gmt":"2015-08-12T16:34:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=142014"},"modified":"2015-08-12T18:34:04","modified_gmt":"2015-08-12T16:34:04","slug":"betriebliche-ausbildung-in-hessen-2014-ausbildungsbeteiligung-der-betriebe-weiterhin-stabil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=142014","title":{"rendered":"Betriebliche Ausbildung in Hessen 2014 &#8211; Ausbildungsbeteiligung der Betriebe weiterhin stabil"},"content":{"rendered":"<p>Sinkende Sch\u00fclerzahlen und der ungebrochene Trend zu weiterf\u00fchrenden Schulen und Studium gehen immer mehr zu Lasten der dualen betrieblichen Ausbildung. Dabei ist das Bem\u00fchen der hessischen Betriebe, eigene Fachkr\u00e4fte auszubilden, weiterhin gro\u00df.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der aktuellsten Betriebsbefragung (IAB-Betriebspanel) zeigen, dass die Ausbildungsbeteiligung der hessischen Betriebe mit 30 Prozent \u00fcber die Jahre hinweg stabil blieb. Die hessische Ausbildungsquote (das Verh\u00e4ltnis zwischen Arbeits- und Ausbildungspl\u00e4tzen) erh\u00f6hte sich mit 4,8 Prozent sogar leicht gegen\u00fcber den Vorjahren. Mit knapp 60.000 angebotenen Ausbildungsstellen brachte 2014 das bisher h\u00f6chste Ergebnis seit Beginn des hessischen Panels im Jahr 2000.<\/p>\n<p>Problematisch ist jedoch, dass auch die Anzahl unbesetzter Ausbildungspl\u00e4tze gestiegen ist. Hochgerechnet konnten nach Auskunft der Betriebe rund 11.000 der angebotenen Stellen im vergangenen Jahr nicht besetzt werden. Dies sind etwa 2.000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2011. Besonders gro\u00dfe Schwierigkeiten haben kleinere Betriebe sowie Betriebe des Produzierenden Gewerbes.<\/p>\n<p>Die Befragung ergab weiterhin,\u00c2\u00a0 dass das Baugewerbe die Spitzenposition bei der Ausbildungsintensit\u00e4t einnahm. Fast jeder neunte Besch\u00e4ftigte im Baugewerbe befand sich 2014 in Ausbildung. dass das Verarbeitende Gewerbe mit \u00fcber 50 Prozent den h\u00f6chsten Anteil an ausbildenden Betrieben hatte. Die Ausbildungsquote war mit rund vier Prozent jedoch unterdurchschnittlich: Viele Betriebe bildeten relativ wenig Auszubildende aus.<br \/>\ndass die Ausbildungsquote bei Kleinstbetrieben bei \u00fcber sechs Prozent lag.<br \/>\ndass Betriebe, die zuk\u00fcnftig Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Fachkr\u00e4ften oder eine \u00dcberalterung ihrer Belegschaft erwarteten, deutlich h\u00e4ufiger ausbildeten.<\/p>\n<p>Jeder neunte im Ausbildungsjahr 2013\/14 geschlossene Vertrag wurde noch im gleichen Jahr wieder gel\u00f6st. Nur wenige Stellen konnten nachbesetzt werden. 15 Prozent der ausbildenden Betriebe in Hessen waren so vom vorzeitigen Ende eines Ausbildungsverh\u00e4ltnisses betroffen.<\/p>\n<p>Besonders h\u00e4ufig betraf die vorzeitige Vertragsl\u00f6sung kleinere Betriebe mit weniger als 50 Besch\u00e4ftigten sowie das Verarbeitende Gewerbe, wo jeder f\u00fcnfte Neuvertrag wieder gel\u00f6st wurde.<\/p>\n<p>Eine Situation die nach Meinung von Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen, durch eine intensivere Berufsorientierung und begleitende Hilfsangebote w\u00e4hrend der Ausbildung durchaus abgewendet werden kann: \u201eDie Arbeitsgruppe vier des hessischen Bildungsgipfels hat dazu konkrete Empfehlungen gemacht, die in die richtige Richtung gehen. Der Ausbau der Berufsorientierung an den hessischen Schulen soll den Einstieg in eine duale Ausbildung erleichtern und idealerweise auch die Abbruchquote verringern. Wer schon in der Schule die M\u00f6glichkeit hat, sich intensiv mit seinem Berufswunsch auseinanderzusetzen, wird sp\u00e4ter nicht entt\u00e4uscht sein und nicht so schnell frustriert seine Ausbildung beenden. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen die ausbildungsbegleitenden Hilfen der Bundesagentur in Form von Nachhilfe oder sozialp\u00e4dagogischer Unterst\u00fctzung mithelfen, dass Ausbildung ein Erfolg wird.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir wollen in Hessen mehr Jugendlichen eine duale Ausbildung erm\u00f6glichen, und dazu muss auch die Zahl der Ausbildungsabbr\u00fcche weiter verringert werden\u201c, sagte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Hessen geh\u00f6rt nach Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern zu den Bundesl\u00e4ndern mit den niedrigsten Quoten vorzeitig gel\u00f6ster Ausbildungsvertr\u00e4ge. \u201eEin Grund daf\u00fcr ist das in Hessen k\u00fcnftig fl\u00e4chendeckend eingesetzte, sehr erfolgreiche Programm QuABB \u2013 Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb. Es identifiziert abbruchgef\u00e4hrdete Jugendliche und erm\u00f6glicht so durch gezielte Ausbildungsbegleitung und Motivation in der ganz \u00fcberwiegenden Zahl der F\u00e4lle eine erfolgreiche Fortsetzung der Ausbildung\u201c, erl\u00e4uterte der Minister.<\/p>\n<p>Hintergrundinformation<\/p>\n<p>Die Ausbildungsdaten des IAB-Betriebspanels sind nicht mit Daten der Ausbildungsstatistiken vergleichbar, da sich bspw. sowohl der Erhebungszeitpunkt als auch Begriffsdefinitionen unterscheiden.<\/p>\n<p>Das Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (IAB) l\u00e4sst seit 1993 j\u00e4hrlich Betriebe im Rahmen des IAB-Betriebspanels durch TNS Infratest Sozialforschung befragen. Die Auswertung f\u00fcr Hessen erfolgt durch das Institut f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Kultur. Finanziert werden die hessischen Zusatzauswertungen durch das Hessische Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit sowie den Europ\u00e4ischen Sozialfonds.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sinkende Sch\u00fclerzahlen und der ungebrochene Trend zu weiterf\u00fchrenden Schulen und Studium gehen immer mehr zu Lasten der dualen betrieblichen Ausbildung. Dabei ist das Bem\u00fchen der hessischen Betriebe, eigene Fachkr\u00e4fte auszubilden, weiterhin gro\u00df. Die Ergebnisse der aktuellsten Betriebsbefragung (IAB-Betriebspanel) zeigen, dass die Ausbildungsbeteiligung der hessischen Betriebe mit 30 Prozent \u00fcber die Jahre hinweg stabil blieb. 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