{"id":141832,"date":"2015-08-06T16:06:22","date_gmt":"2015-08-06T14:06:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=141832"},"modified":"2015-08-06T16:06:22","modified_gmt":"2015-08-06T14:06:22","slug":"wenn-das-baby-zur-beute-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=141832","title":{"rendered":"Wenn das Baby zur Beute wird"},"content":{"rendered":"<p>Wenn das Baby zur Beute wird<br \/>\nAOK Hessen: Weimeraner sind auf Jagd getrimmt<\/p>\n<p>Bad Homburg. Hunde fressen keine kleinen Kinder. Aber zumindest bei Babys k\u00f6nnen sie in Versuchung geraten, zuzubei\u00dfen. Durch kr\u00e4ftiges Schreien und Strampeln kann das angeborene Beute-Fang-Verhalten ausgel\u00f6st werden \u2013 mit verheerenden Folgen. In Cottbus hat vor wenigen Jahren ein Husky-Sch\u00e4ferhund-Mischling einen weinenden S\u00e4ugling get\u00f6tet. Deshalb raten Hundeexperten dazu, Babys und Hunde unter keinen Umst\u00e4nden miteinander alleine zu lassen.<\/p>\n<p>Auch, wenn der Familien-Hund noch so knuffig und lieb ist: Instinktives Verhalten von Tieren ist nicht vorhersehbar und schon gar nicht zu steuern. Das gilt grunds\u00e4tzlich erst mal f\u00fcr alle Rassen. Nadja Gaudron, Pr\u00e4ventionsexpertin bei der AOK Hessen und selber Hundebesitzerin, sagt jedoch: \u201eNat\u00fcrlich gibt es Hunde mit einem ausgepr\u00e4gteren Beute-Fang-Verhalten. M\u00f6pse sind hier eher etwas passiv, Weimeraner oder Beagle dagegen stark auf Jagd programmiert\u201c. Dennoch sei die Grundregel f\u00fcr alle Hundebesitzer klar wie Klo\u00dfbr\u00fche: Babys und Hunde alleine in einem Raum \u2013 das geht gar nicht! \u201eAuch nicht, um nur mal eben etwas zu Essen aus der K\u00fcche zu holen. Es mag anstrengend sein, aber dann muss entweder das Kind oder der Hund mitkommen\u201c, meint Gaudron.<\/p>\n<p>Lass mich in Ruhe<br \/>\nSobald Kinder ihr eigenes Verhalten besser kontrollieren k\u00f6nnen, spricht aus Sicht der Expertin nichts gegen einen engeren Kontakt zum vierbeinigen Familienmitglied. Dazu m\u00fcssen jedoch einige Grundregeln erf\u00fcllt sein. So sollte das Kind verstehen, dass Hunde kein beliebig benutzbares Spielzeug sind. Auch sie brauchen Ruhe, wollen beim Fressen oder Schlafen nicht gest\u00f6rt werden. Hunde m\u00f6gen auch keine Umarmungen, sie f\u00fchlen sich dann schnell bedr\u00e4ngt. Und, ganz wichtig: Kinder m\u00fcssen lernen, die Signale des Tieres zu verstehen. \u201eKnurren hei\u00dft: Lass mich lieber mal in Ruhe. Auch ein aufgerichteter Schwanz oder aufgestellte Haare signalisieren: Du nervst, geh weg! Hunde k\u00f6nnen das nicht verbalisieren, deshalb ist Achtsamkeit in dieser Hinsicht besonders wichtig\u201c, sagt Gaudron.<\/p>\n<p>\u00dcberm\u00fctige Jungs<br \/>\n\u00dcbrigens tun sich M\u00e4dchen oft leichter, respektvoll mit einem Haustier umzugehen. Jungs werden schnell \u00fcberm\u00fctig, testen sich und andere aus. Das sollten Eltern auf jeden Fall mit einkalkulieren. Am Ende gilt: Hunde k\u00f6nnen Verantwortungsbewusstsein und Mitgef\u00fchl von Kindern ganz massiv positiv beeinflussen und ein wertvoller Familienbestandteil sein. Damit das gelingt, m\u00fcssen sich alle beteiligten Menschen aber an ein paar ganz einfache Grundregeln halten \u2013 dann klappt\u00e2\u20ac\u2122s auch mit dem Beagle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wenn das Baby zur Beute wird AOK Hessen: Weimeraner sind auf Jagd getrimmt Bad Homburg. Hunde fressen keine kleinen Kinder. 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