{"id":141829,"date":"2015-08-06T15:57:16","date_gmt":"2015-08-06T13:57:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=141829"},"modified":"2015-08-06T15:57:16","modified_gmt":"2015-08-06T13:57:16","slug":"neues-domizil-fuer-die-suchthilfe-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=141829","title":{"rendered":"Neues Domizil f\u00fcr die Suchthilfe Fulda"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im zehnten Jahr ihres Bestehens hat sich die Suchthilfe Fulda mit dem Umzug an einen neuen Standort einen Traum erf\u00fcllt. Seit dieser Woche ist die gemeinn\u00fctzige Einrichtung nicht mehr in der Rh\u00f6nstra\u00dfe 12, sondern in der Heinrichstra\u00dfe 60, im Erdgeschoss des Osthessencenters, zu Hause. <\/strong><\/p>\n<p>Mit 225 Quadratmetern Grundfl\u00e4che hat sich der Platz im Vergleich zum alten Domizil ungef\u00e4hr verdoppelt. Ganz \u00e4hnlich sieht es bei der Patientenzahl aus, die von rund 60 im Jahr 2005 auf aktuell 129 Patienten angestiegen ist. Der Platzmangel war ein Problem in den alten R\u00e4umlichkeiten, aber auch die Strukturen harmonierten nicht mit dem Konzept der Einrichtung.<\/p>\n<p>\u201eIn den alten R\u00e4umen gab es eine \u00e2\u20ac\u02dcVon-vorne-nach-hinten-Hierarchie\u00e2\u20ac\u02dc\u201c, berichtet der \u00e4rztliche Leiter Michael von K\u00fcrten. \u201eVorne gab es den Ersatzstoff, in der Mitte einen Arzt-Raum, hinten die psychosoziale Begleitung.\u201c Dabei werden Substitution und Beratung als gleichrangige Unterst\u00fctzungsformen in der Suchthilfe angesehen. Dieser Gedanke spiegelt sich nun auch architektonisch am neuen Standort wieder, in dessen Zentrum sich die Substitutionseinheit befindet. B\u00fcros, Wartbereiche sowie ein Konferenzbereich umschlie\u00dfen das Zentrum und symbolisieren so den integrativen Ansatz.<\/p>\n<p>Die Integration der Betroffenen in die Gesellschaft ist das Ziel der \u00e4rztlichen Suchthilfe Fulda. \u201eMit der Vergabe von Ersatzstoff ist es n\u00e4mlich nicht getan\u201c, wei\u00df von K\u00fcrten. Der Ersatzstoff helfe lediglich dabei, die Menschen aus der Illegalit\u00e4t herauszuholen. F\u00fcr die Integration in Familie und Berufsleben brauche es weitere Angebote. So bietet die Suchthilfe Fulda neben der psychosozialen Begleitung auch eine Patienten- und Angeh\u00f6rigenberatung durch Sozialp\u00e4dagoginnen an. Dar\u00fcber hinaus gibt es die M\u00f6glichkeit der ambulanten Entgiftung sowie die \u00e4rztliche Betreuung in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt.<\/p>\n<p>Die Patienten, die zu zwei Dritteln aus dem Stadtgebiet Fulda kommen und von der Suchthilfe betreut werden, sind abh\u00e4ngig von Opiaten wie Heroin oder Morphin. Einige h\u00e4tten, so von K\u00fcrten, auch eine Alkoholabh\u00e4ngigkeit. Zwischen 50 und 60 Patienten suchten die Suchthilfe pro Tag auf. Einmal in der Woche m\u00fcsse jeder vorstellig werden. \u201eRein statistisch erreichen nur sechs Prozent der Patienten die vollst\u00e4ndige Abstinenz. Doch wenn der Patient mit der Substitution &#8211; die im Gegensatz zur Droge nicht den Kick liefert, sondern nur den schmerzhaften Entzug verhindert \u2013 gut zurecht kommt, kann er wieder integriert werde\u201c, betont der Mediziner.<\/p>\n<p>Weil die Arbeit der Suchthilfe Fulda eher im Stillen stattfindet, der Verein sich aber mehr Offenheit und Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung w\u00fcnscht, findet am kommenden Freitag, 24. Juli, von 12 bis 18 Uhr ein Tag der offenen T\u00fcr statt. Eingeladen sind alle Nachbarn, Betroffene, Angeh\u00f6rige und die interessierte Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Im zehnten Jahr ihres Bestehens hat sich die Suchthilfe Fulda mit dem Umzug an einen neuen Standort einen Traum erf\u00fcllt. Seit dieser Woche ist die gemeinn\u00fctzige Einrichtung nicht mehr in der Rh\u00f6nstra\u00dfe 12, sondern in der Heinrichstra\u00dfe 60, im Erdgeschoss des Osthessencenters, zu Hause. 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