{"id":141802,"date":"2015-08-06T08:41:23","date_gmt":"2015-08-06T06:41:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=141802"},"modified":"2015-08-06T08:41:59","modified_gmt":"2015-08-06T06:41:59","slug":"135-hektar-umfassendes-naturschutzgebiet-nuesttal-bei-mackenzell-ist-gesamtoekologisch-von-hohem-wert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=141802","title":{"rendered":"13,5 Hektar umfassendes Naturschutzgebiet \u201eN\u00fcsttal bei Mackenzell\u201c ist gesamt\u00f6kologisch von hohem Wert"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/392-Naturschutzgebiet-Nu\u00cc\u02c6sttal2.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-141810\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/392-Naturschutzgebiet-Nu\u00cc\u02c6sttal2-265x198.jpg\" alt=\"392-Naturschutzgebiet Nu\u00cc\u02c6sttal2\" width=\"265\" height=\"198\" \/><\/a>Das seit 1988 bestehende Naturschutzgebiet \u201eN\u00fcsttal bei Mackenzell\u201c befindet sich an der Stra\u00dfe L 3176 s\u00fcdlich von Mackenzell und weist eine Gr\u00f6\u00dfe von 13,5 Hektar auf. Ein Mosaik aus naturnahem Flie\u00dfgew\u00e4sser, Uferbewuchs, Auengr\u00fcnland, Seggenriedern und Nassbrachen macht die Besonderheit dieses Gebietes aus. Hinzu kommen zwei 1983 im Auenbereich angelegte Teiche sowie der angrenzende Hangwald, der das Biotopangebot noch zus\u00e4tzlich erg\u00e4nzt. <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00c2\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Naturr\u00e4umlich betrachtet, liegt das NSG im \u00dcbergangsbereich von zwei verschieden strukturierten Naturlandschaften. W\u00e4hrend der westliche Teil zum klimatisch beg\u00fcnstigten H\u00fcnfelder Becken geh\u00f6rt, ist der \u00f6stliche Abschnitt bereits der Vorder- und Kuppenrh\u00f6n zuzurechnen. Aus dieser besonderen Lage resultiert die sehr vielgestaltige nat\u00fcrliche Ausstattung des betreffenden Schutzgebietes.<\/p>\n<p>Was die Vegetation der Fl\u00e4che betrifft, so \u00fcberwiegen hier Gr\u00fcnland- und Waldgesellschaften. Dabei ist das Gr\u00fcnland zumeist als artenreiche Tal-Glatthaferwiese anzusprechen, die noch ein typisches Arteninventar aufweist, gro\u00dffl\u00e4chig ausgebildet ist und bevorzugt auf n\u00e4hrstoffreichen, tiefgr\u00fcndigen und frischen Talaueb\u00f6den gedeiht. Der Artenreichtum dieser Pflanzengesellschaft ist im Wesentlichen auf die extensive Wiesennutzung, eine ein- bis zweisch\u00fcrige Mahd pro Jahr, zur\u00fcckzuf\u00fchren. F\u00fcr die jeweilige Artenkombination dagegen sind die unterschiedlichen Standortverh\u00e4ltnisse verantwortlich. So weisen beispielsweise Best\u00e4nde von Gro\u00dfem Wiesenknopf (<em>Sanguisorba officinalis<\/em>) und Schlangen-Kn\u00f6terich (<em>Polygonum bistorta<\/em>) auf \u00fcberschwemmte und wechselfeuchte beziehungsweise feuchte Standortbedingungen hin.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/392-Naturschutzgebiet-Nu\u00cc\u02c6sttal3.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-141808\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/392-Naturschutzgebiet-Nu\u00cc\u02c6sttal3-265x199.jpg\" alt=\"392-Naturschutzgebiet Nu\u00cc\u02c6sttal3\" width=\"265\" height=\"199\" \/><\/a>Der Hangwald wird \u2013 abgesehen von den im Bereich des M\u00fchlgrabens gelegenen Unterhanglagen \u2013 in erster Linie von artenarmen Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) gepr\u00e4gt, der die n\u00e4hrstoffarmen, sauren Verh\u00e4ltnisse des am Talrand verbreiteten Buntsandsteins deutlich widerspiegelt. Die Rotbuche (<em>Fagus sylvatica<\/em>) herrscht hier in der Baumschicht vor, in der zudem vereinzelte Exemplare der Stiel-Eiche (<em>Quercus robur<\/em>) und der Hainbuche (<em>Carpinus betulus<\/em>) auftreten. Auf n\u00e4hrstoffreicheren Standorten in unmittelbarer N\u00e4he des M\u00fchlgrabens stockt artenreicherer Perlgras-Buchenwald (Melico-Fagetum). In diesem Waldbereich ist nicht nur die Krautschicht artenreicher entwickelt, sondern neben der Buche kommen auch noch weitere Laubh\u00f6lzer wie Winter-Linde (<em>Tilia cordata<\/em>), Schwarz-Erle (<em>Alnus glutinosa<\/em>) und Hainbuche (<em>Carpinus betulus<\/em>) in gr\u00f6\u00dferen Mengen vor.<\/p>\n<p>Au\u00dfer den Buchenw\u00e4ldern sind weitere Geh\u00f6lzbest\u00e4nde entlang der N\u00fcst in Form eines l\u00fcckigen Weiden- und Erlensaums vorhanden, der vermutlich als Rest eines ehemaligen Bachauenwaldes angesehen werden kann. Erg\u00e4nzt wird die Vegetationsausstattung an den Gew\u00e4sserufern und im Bereich der vern\u00e4ssten Abschnitte s\u00fcdlich der Teiche noch durch Uferstauden, Saumgesellschaften sowie durch R\u00f6hrichte und Gro\u00dfseggenrieder.<\/p>\n<p>Wenngleich im Naturschutzgebiet insgesamt nur eine geringe Anzahl floristischer Besonderheiten zu beobachten ist, so sind die hier vorkommenden Pflanzengesellschaften jedoch noch weitgehend in ihrer charakteristischen Artenzusammensetzung anzutreffen. Aufgrund der engen Verzahnung verschiedener Biotoptypen ergibt sich zudem eine hohe floristische Artenvielfalt, die wiederum f\u00fcr die Fauna vielf\u00e4ltige Lebensm\u00f6glichkeiten bietet, so dass das Gebiet gesamt\u00f6kologisch eine hohe Wertigkeit aufweist. Mittlerweile ist dieses Naturschutzgebiet Bestandteil des 49,7 Hektar gro\u00dfen FFH-Gebietes \u201eN\u00fcst ab Malherts\u201c, das den Verlauf der N\u00fcst \u00fcber eine L\u00e4nge von etwa 20 Kilometer sowie einen beidseitigen Gew\u00e4sserrandstreifen von zehn Meter Breite zwischen der Ortschaft Mahlerts und der M\u00fcndung in die Haune s\u00fcdlich von H\u00fcnfeld umfasst<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Das seit 1988 bestehende Naturschutzgebiet \u201eN\u00fcsttal bei Mackenzell\u201c befindet sich an der Stra\u00dfe L 3176 s\u00fcdlich von Mackenzell und weist eine Gr\u00f6\u00dfe von 13,5 Hektar auf. Ein Mosaik aus naturnahem Flie\u00dfgew\u00e4sser, Uferbewuchs, Auengr\u00fcnland, Seggenriedern und Nassbrachen macht die Besonderheit dieses Gebietes aus. 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