{"id":141773,"date":"2015-08-05T03:21:09","date_gmt":"2015-08-05T01:21:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=141773"},"modified":"2015-08-04T15:22:06","modified_gmt":"2015-08-04T13:22:06","slug":"theaterworkshop-der-tegut-klasse-15-im-bildungsunternehmen-dr-jordan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=141773","title":{"rendered":"Theaterworkshop der tegut\u00e2\u20ac\u00a6 Klasse 15 im Bildungsunternehmen Dr. Jordan"},"content":{"rendered":"<p>Auch wenn Moli\u00e8res \u201eDer eingebildete Kranke\u201c aus dem 17. Jahrhundert stammt, hat der Inhalt keinesfalls an Aktualit\u00e4t verloren. Das jedenfalls stellten die tegut\u00e2\u20ac\u00a6-Studierenden der Klasse t\u00e2\u20ac\u00a615 des Bildungsunternehmens Dr. Jordan vor \u00fcber 50 G\u00e4sten, darunter Vertreter der tegut\u00e2\u20ac\u00a6 Gesch\u00e4ftsleitung, Mitarbeitende und auch die Studierenden der Klasse t\u00e2\u20ac\u00a614, jetzt unter Beweis.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den Theaterp\u00e4dagoginnen Pia Maria Sturm und Cordula Hein hatten die 13 \u201eLaienschauspieler\u201c \u00fcber vier Tage hinweg ihren Auftritt vorbereitet. Mit Sprach\u00fcbungen, Improvisationen in verschiedenen Gruppenkonstellationen und Yoga wurde die anf\u00e4ngliche Skepsis der Teilnehmer schnell genommen. Mit einer \u201emotivierten und engagierten Truppe\u201c, so stellten die Theaterp\u00e4dagoginnen fest, wurden insbesondere die Fragen, was Krankheit und kranksein bedeutet, er\u00f6rtert. Deutlich wurde dabei auch, dass dies zentrale Elemente sind, die heute immer st\u00e4rker in den gesellschaftlichen Fokus r\u00fccken.<\/p>\n<p>Die gelungene Mischung von modernem Zeitbezug und traditionellem St\u00fcck hob auch Thomas Gutberlet, tegut\u00e2\u20ac\u00a6-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, besonders hervor. Dar\u00fcber hinaus zeigte er sich \u00fcberrascht, wie viele pers\u00f6nliche Facetten die Studierenden in die Darstellung einbringen konnten. \u201eWir lernen Sie in diesem Projekt von einer ganz anderen Seite kennen.\u201c Die Integration des Theaterworkshops in den Studien- und Ausbildungsalltag der tegut\u00e2\u20ac\u00a6-Studierenden habe daher einen ganz besonderen Mehrwert f\u00fcr die Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung.<\/p>\n<p>Pia Maria Sturm und Cordula Hein im Gespr\u00e4ch<br \/>\nKontakt zu den Menschen im Fokus<br \/>\nWie sind Sie zur Theaterp\u00e4dagogik gekommen?<br \/>\nPia Maria Sturm: \u00c2\u00a0Bereits zu Schulzeiten war ich im Schultheater engagiert. Nach meiner Schauspielausbildung, hat mir die Theaterp\u00e4dagogik die M\u00f6glichkeit gegeben, st\u00e4rker mit anderen Menschen zu arbeiten.<br \/>\nCordula Hein: Bei mir war es ganz \u00e4hnlich. Die Theaterp\u00e4dagogik ist einfach mein innerer Antrieb.<\/p>\n<p>Was fasziniert Sie an der Theaterp\u00e4dagogik?<br \/>\nPia Maria Sturm: \u00c2\u00a0Der Kontakt zu den Menschen und zu sehen, wie sich etwas von innen heraus bei ihnen entwickelt, ist ganz spannend.<br \/>\nCordula Hein: Besonders bei Laien merkt man, wie es \u201eKlick\u201c macht. Diese Entwicklung zu verfolgen, macht gro\u00dfen Spa\u00df.<\/p>\n<p>Wie erschlie\u00dfen Sie sich Menschen, die noch nie geschauspielert haben?<br \/>\nCordula Hein: Mit verschiedenen Sprach\u00fcbungen, Gruppenimprovisationen bis hin zu Yoga-\u00dcbungen f\u00fchren wir an das Thema heran. Es ist einfach ein Entwicklungsprozess. Am Anfang bestehen oftmals Skepsis und Zur\u00fcckhaltung, aber je mehr Zeit wir miteinander verbringen, desto besser klappt es und umso mehr Spa\u00df bereitet es allen.<br \/>\nPia Maria Sturm: Der Knoten platzt meist am zweiten oder dritten Tag, dann k\u00f6nnen sich die Workshop-Teilnehmer richtig auf das Projekt einlassen.<\/p>\n<p>Was war Ihre Motivation, das St\u00fcck \u201eDer eingebildete Kranke\u201c neu zu interpretieren?<br \/>\nPia Maria Sturm: Uns hat die Frage besch\u00e4ftigt, was uns heutzutage eigentlich krank macht. Ab wann ist kranksein eine Krankheit? Und was ist kranksein \u00fcberhaupt?<br \/>\nCordula Hein: Ich habe dar\u00fcber hinaus das Gef\u00fchl, dass die jungen Leute heutzutage h\u00e4ufiger krank sind als fr\u00fcher. Und vielleicht hilft eine Krankheit auch, sich bestimmten Situationen zu entziehen.<\/p>\n<p>Bild: h.l.n.r.: Daniela Schreiber, Seyit Eroglu, Julien K\u00fchn, Patrick Schellhorn, Malou Pentner, Taner Sert (alle tegut\u00e2\u20ac\u00a6 Studenten), Pia Maria Sturm und Cordula Hein (beide Theaterp\u00e4dagoginnen), Tom Hanning und Jonas Winkler (tegut\u00e2\u20ac\u00a6 Studenten)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Auch wenn Moli\u00e8res \u201eDer eingebildete Kranke\u201c aus dem 17. Jahrhundert stammt, hat der Inhalt keinesfalls an Aktualit\u00e4t verloren. Das jedenfalls stellten die tegut\u00e2\u20ac\u00a6-Studierenden der Klasse t\u00e2\u20ac\u00a615 des Bildungsunternehmens Dr. Jordan vor \u00fcber 50 G\u00e4sten, darunter Vertreter der tegut\u00e2\u20ac\u00a6 Gesch\u00e4ftsleitung, Mitarbeitende und auch die Studierenden der Klasse t\u00e2\u20ac\u00a614, jetzt unter Beweis. 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