{"id":141564,"date":"2015-07-30T02:35:52","date_gmt":"2015-07-30T00:35:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=141564"},"modified":"2015-07-29T11:36:15","modified_gmt":"2015-07-29T09:36:15","slug":"nur-jedes-dritte-krankenhaus-in-hessen-nimmt-am-endoprothesenregister-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=141564","title":{"rendered":"Nur jedes dritte Krankenhaus in Hessen nimmt am Endoprothesenregister teil"},"content":{"rendered":"<p>Mit rund 40 angemeldeten Kliniken nimmt in Hessen nur jedes dritte infrage kommende Krankenhaus am deutschen Endoprothesenregister teil. Mit Hilfe dieses Registers kann die Komplikationsrate bei Patienten, die ein k\u00fcnstliches Gelenk erhalten haben, deutlich reduziert werden. Im vergangenen Jahr mussten sich in Hessen fast 2.800 Patienten mit einem k\u00fcnstlichen Knie- oder H\u00fcftgelenk wegen Komplikationen einem zweiten Eingriff unterziehen. In diesen Operationen musste entweder das Kunstgelenk selbst oder zumindest Teile davon ausgetauscht werden. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind oft auf M\u00e4ngel bei der Erstoperation oder auf Qualit\u00e4tsm\u00e4ngel des Implantats zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen sollte die Teilnahme am Endoprothesenregister f\u00fcr alle in Frage kommenden Krankenh\u00e4user verpflichtend sein. &#8220;Kliniken, die am Endoprothesenregister nicht teilnehmen, werden sich langfristig rechtfertigen m\u00fcssen, warum sie diese Chance der Qualit\u00e4tsverbesserung nicht wahrnehmen&#8221;, sagt Dr. Barbara Vo\u00df, Leiterin der TK-Landesvertretung in Hessen. Je mehr F\u00e4lle im Register dokumentiert sind, desto mehr R\u00fcckschl\u00fcsse k\u00f6nnen Operateure und Kliniken insbesondere im Langzeitverlauf aus den Daten ziehen. Im Endoprothesenregister werden alle relevanten Daten im Zusammenhang mit einer Operation dokumentiert, beispielsweise die verwendeten Produkte, Informationen zu Operationsverfahren und -anl\u00e4ssen sowie Merkmale der Patienten wie Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen.<\/p>\n<p>Ziel des Registers ist es insbesondere, mehr \u00fcber die Standzeit k\u00fcnstlicher Gelenke zu erfahren, also \u00fcber die Zeit, in der Implantate im K\u00f6rper funktionst\u00fcchtig sind. Krankenh\u00e4user, die sich am Endoprothesenregister beteiligen, erhalten j\u00e4hrlich eine Auswertung mit Angaben, welche Prothesen in ihrem Haus wie h\u00e4ufig implantiert wurden, wie sich die Zahl der Wechseloperationen entwickelt hat und warum es bei Implantaten zu Problemen gekommen ist.<\/p>\n<p>Der Einbau k\u00fcnstlicher Gelenke geh\u00f6rt in Deutschland zu den bei Weitem h\u00e4ufigsten Operationen. Bei starkem Gelenkverschlei\u00df oder nach Br\u00fcchen gibt oft nur ein neues Knie- oder H\u00fcftgelenk den Patienten Mobilit\u00e4t und Lebensqualit\u00e4t zur\u00fcck. In Hessen wurden im Jahr 2014 insgesamt 11.828 k\u00fcnstliche H\u00fcftgelenke und 9.866 Kniegelenke operiert.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nDie TK bezieht sich auf Auswertungen der Gesch\u00e4ftsstelle Qualit\u00e4tssicherung Hessen zur Erstimplantation bzw. zu Wechseloperationen bei H\u00fcft- und Knie-Totalendoprothesen.<\/p>\n<p>Im Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) sind inzwischen mehr als 100.000 Operationen dokumentiert. Der \u00fcberwiegende Teil davon entf\u00e4llt mit rund 61.000 Eingriffen auf H\u00fcftoperationen, weitere rund 47.000 auf Operationen des Knies. Seit dem Start des Registers haben sich mit bundesweit knapp 600 Kliniken zurzeit gut die H\u00e4lfte aller infrage kommenden Krankenh\u00e4user zur Teilnahme am EPRD angemeldet. Ziel des EPRD ist es, in Deutschland alle rund 400.000 endoprothetischen Eingriffe j\u00e4hrlich zu erfassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Mit rund 40 angemeldeten Kliniken nimmt in Hessen nur jedes dritte infrage kommende Krankenhaus am deutschen Endoprothesenregister teil. Mit Hilfe dieses Registers kann die Komplikationsrate bei Patienten, die ein k\u00fcnstliches Gelenk erhalten haben, deutlich reduziert werden. 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