{"id":141284,"date":"2015-07-22T19:55:46","date_gmt":"2015-07-22T17:55:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=141284"},"modified":"2015-07-22T19:55:46","modified_gmt":"2015-07-22T17:55:46","slug":"alle-familien-brauchen-finanzielle-foerderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=141284","title":{"rendered":"Alle Familien brauchen finanzielle F\u00f6rderung"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Betreuungsgeld fordert der Familienbund der Katholiken den Bund auf,\u00c2\u00a0 Familien weiterhin angemessen finanziell zu unterst\u00fctzen. \u201eEltern brauchen Wahlfreiheit bei der Betreuung ihrer Kinder besonders in der ersten sensiblen Lebensphase. Voraussetzung hierf\u00fcr ist eine finanzielle F\u00f6rderung w\u00e4hrend der gesamten Elternzeit, unabh\u00e4ngig von der Betreuungsform.\u201c sagte der Landesvorsitzende des Familienbundes der Katholiken Hubert Schulte heute in Fulda. \u201eWir sehen den Bund weiter in der Pflicht, f\u00fcr eine einheitliche Anerkennung der Erziehungsleistung der Eltern in der gesamten Bundesrepublik zu sorgen.\u201c Der Familienbund schl\u00e4gt daf\u00fcr eine Reform des Elterngeldes mit einer zeitlichen Verl\u00e4ngerung des Elterngeldbezuges vor. Zudem fordert er eine deutliche Anhebung des Kindergeldes.<\/p>\n<p>Letztlich war es eine formale Entscheidung zur Nicht-Zust\u00e4ndigkeit des Bundes in Sachen Betreuungsgeld und nicht gegen elterliche Betreuung der unter Dreij\u00e4hrigen Kinder, so Schulte weiter.\u00c2\u00a0 Wer nun dieses Urteil begr\u00fc\u00dfe und meine, das Betreuungsgeld habe \u201eviele Kinder von fr\u00fchkindlicher Bildung ferngehalten\u201c, der pauschaliere in h\u00f6chst unzul\u00e4ssiger Weise und spreche den Eltern deren Erziehungs- und Bildungskompetenz ab, wobei er nicht verkenne, dass es sicher auch Kinder gebe, f\u00fcr die eine familienerg\u00e4nzende Betreuung wichtig sei. Auch solle man die nun freiwerdenden\u00c2\u00a0 Finanzmittel nicht zu rasch neu verplanen. Denn: wenn auch nur f\u00fcr etwa jedes zehnte U-3-Kind, das bislang zu Hause betreut werde, ein Krippenplatz beansprucht werde, seien diese Mittel bereits aufgebraucht.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gelte es, endlich das Schwarz-Wei\u00df-Denken aufzubrechen, bei dem immer noch davon ausgegangen werde, dass Eltern ihre Kinder entweder nur in eine 24-Stunden-Kita stecken oder ohne Kontakt zu anderen Bezugspersonen selbst beaufsichtigen. \u201eEin solches Denken ist realit\u00e4tsfern\u201c, so Schulte weiter. Eltern streben vielmehr einen Betreuungsmix an: Die Betreuung durch Vater und Mutter, \u00f6ffentliche Betreuungsangebote und privat-famili\u00e4re Netzwerke. \u201eUnd ein solches Betreuungskonstrukt kann nur dann gl\u00fccken, wenn die individuellen Anforderungen der Familien, die pers\u00f6nlichen und beruflichen Rahmenbedingungen der Eltern und die Bed\u00fcrfnisse der Kinder in ausreichendem Ma\u00dfe ber\u00fccksichtigt werden. Voraussetzung hierf\u00fcr ist eine finanzielle F\u00f6rderung insbesondere w\u00e4hrend der dreij\u00e4hrigen Elternzeit.\u201c<br \/>\nDar\u00fcber hinaus fordert der Familienbund eine deutliche Verbesserung der Qualit\u00e4t in der Kinderbetreuung und pl\u00e4diert f\u00fcr bundeseinheitliche Qualit\u00e4tsstandards.<\/p>\n<p>Der Familienbund der Katholiken ist der mitgliederst\u00e4rkste Familienverband Deutschlands.<br \/>\nIhm geh\u00f6ren 25 Di\u00f6zesan-, 10 Landes- sowie 15 Mitgliedsverb\u00e4nde an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Nach dem gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Betreuungsgeld fordert der Familienbund der Katholiken den Bund auf,\u00c2\u00a0 Familien weiterhin angemessen finanziell zu unterst\u00fctzen. \u201eEltern brauchen Wahlfreiheit bei der Betreuung ihrer Kinder besonders in der ersten sensiblen Lebensphase. 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