{"id":140736,"date":"2015-07-07T18:01:34","date_gmt":"2015-07-07T16:01:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=140736"},"modified":"2015-07-07T18:01:34","modified_gmt":"2015-07-07T16:01:34","slug":"hermann-mueller-nach-37-jahren-djo-heimleitung-in-den-ruhestand-verabschiedet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=140736","title":{"rendered":"Hermann M\u00fcller nach 37 Jahren djo-Heimleitung in den Ruhestand verabschiedet"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich hatte sich Hermann M\u00fcller einen Abschied in kleiner Runde gew\u00fcnscht. Dass nun doch weit \u00fcber 60 G\u00e4ste zur Verabschiedung des djo-Heimleiters nach 37 Dienstjahren gekommen sind, liegt wohl daran, dass M\u00fcller bekannt ist wie \u201eein bunter Hund\u201c. Und dass er einen hervorragenden Job gemacht hat.<\/p>\n<p>Der 63-J\u00e4hrige hinterl\u00e4sst ein Lebenswerk und gro\u00dfe Fu\u00dfstapfen auf einem gut bestellten Feld. Fast 13 Generationen Jugendarbeit (eine Generation dauert drei Jahre) habe M\u00fcller gepr\u00e4gt und dem Haus in Rodholz Geist und Seele verliehen, so dr\u00fcckt es der ehemalige djo-Landesvorsitzende Herbert K\u00f6ller aus. Dabei geh\u00f6rte der Heimleiterposten nie zu M\u00fcllers Zukunftsvisionen. Im Gegenteil: Der gelernte Metzgermeister und Koch sowie dessen Ehefrau Edith, die beide in der Hotellerie und Gastronomie zu Hause waren, tr\u00e4umten in ihren Zwanzigern den Traum von einer eigenen Pension in Sonthofen. Kurz vor der Verwirklichung des Traums ereilte den geb\u00fcrtigen Schwarzerdener ein Ruf aus der Heimat. Rh\u00f6n oder Allg\u00e4u? Das war die gro\u00dfe Frage.<\/p>\n<p>Dass eine Zonenrand-Zukunftsperspektive Ehefrau Edith zun\u00e4chst wenig begeisterte, ist nachvollziehbar. Doch Hermann M\u00fcllers Verbundenheit zur Heimat, zur Deutschen Jugend in Europa (djo) und die \u00dcberzeugungskraft der damaligen Verantwortungstr\u00e4ger siegten. Davon profitieren heute noch der Verband und die ganze Region. Denn das djo-Landesheim in Rodholz kann aktuell zwischen 13.000 und 14.000 \u00dcbernachtungen pro Jahr vorweisen. Davon entfallen 16 Prozent auf G\u00e4ste aus dem Landkreis und der Stadt Fulda. Unter den 20 H\u00e4usern des Verbandes, der 1951 als Deutsche Jugend des Ostens gegr\u00fcndet wurde, geh\u00f6re das Rodholzer Haus aufgrund seiner Ausstattung, Leistungsf\u00e4higkeit und Flexibilit\u00e4t zu den Top Drei, erl\u00e4utert Hermann M\u00fcller. Dass das Haus neben diesen drei Merkmalen auch \u00fcber ein motiviertes Team verf\u00fcgt, d\u00fcrfte wohl nicht zuletzt an dem gro\u00dfen pers\u00f6nlichen Engagement des 63-J\u00e4hrigen liegen.<\/p>\n<p>\u201eIn den ersten 20 Jahren war eine 60- bis 70- Stunden Arbeitswoche f\u00fcr meinen Mann normal\u201c, erinnert sich Edith M\u00fcller. Und meistens waren Baustellen zu schlie\u00dfen. Vier gro\u00dfe Bauabschnitte hat es zwischen 1978 und 2013 gegeben. Vier Millionen Euro &#8211; davon zwei Millionen F\u00f6rdermittel des Landes und zwei Millionen selbst erwirtschaftet \u2013 seien in die Einrichtung investiert worden. So konnte aus einer \u201eH\u00fctte\u201c mit 50 Betten ein 90-Betten-Haus werden, dessen Zimmer alle \u00fcber Dusche und WC verf\u00fcgen, und das laut M\u00fcller wirtschaftlich gut da steht. \u201eMein Ehrgeiz bestand darin, immer irgendetwas in Bewegung zu halten\u201c, erinnert sich der Neu-Ruhest\u00e4ndler. Er sei mit vielen Ideen und einem relativ hohen Schritttempo vorneweg marschiert \u2013 manchmal auch ohne zu fragen. Dass da der eine oder andere Wegbegleiter m\u00f6glicherweise mit etwas weniger Atemvolumen unterwegs gewesen sein k\u00f6nnte, h\u00f6rt man zwischen den Zeilen.<\/p>\n<p>Aus seiner Streitbarkeit macht M\u00fcller selbst keinen Hehl. \u201eEs gab wohl niemanden, mit dem ich mich nicht gekabbelt habe\u201c, gibt er zu. Dennoch: Die zahlreichen Redner aus DJO-Familie und Politik zollten M\u00fcller Anerkennung sowie Respekt und sagten Danke f\u00fcr das, was er geleistet hat. M\u00fcllers Nachfolger, Stefan Fasmers, formuliert es wie folgt: \u201eEr hat in fast vier Jahrzehnten ein \u00e2\u20ac\u02dcHermanns Denkmal\u00e2\u20ac\u02dc in der Rh\u00f6n gesetzt.\u201c Nachdem diese Mission beendet ist, kann es f\u00fcr den unerm\u00fcdlichen Macher jetzt weiter gehen: in der Kreispolitik &#8211; Hermann M\u00fcller ist seit 1989 ununterbrochen Kreistagsmitglied -, bei sportlichen Aktivit\u00e4ten und vielleicht auch mal ganz gelassen im Kreise der eigenen Familie.<\/p>\n<p>Zum Bild: Hermann M\u00fcller (3.v.li.) hinterl\u00e4sst seinem Nachfolger Stefan Fasmers (2. v.li.) ein gut bestelltes Feld. Ehefrau Edith (5.v.li) freut sich auf mehr gemeinsame Familienzeit. Viele Wegbegleiter aus DJO und Politik w\u00fcrdigten bei der Abschiedsfeier ein Lebenswerk.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Eigentlich hatte sich Hermann M\u00fcller einen Abschied in kleiner Runde gew\u00fcnscht. Dass nun doch weit \u00fcber 60 G\u00e4ste zur Verabschiedung des djo-Heimleiters nach 37 Dienstjahren gekommen sind, liegt wohl daran, dass M\u00fcller bekannt ist wie \u201eein bunter Hund\u201c. Und dass er einen hervorragenden Job gemacht hat. 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