{"id":140461,"date":"2015-07-01T13:58:12","date_gmt":"2015-07-01T11:58:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=140461"},"modified":"2015-07-01T13:58:12","modified_gmt":"2015-07-01T11:58:12","slug":"breitbandgesellschaft-erhoeht-ihr-stammkapital-erheblich-goerig-kritisiert-verhalten-der-telekom-scharf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=140461","title":{"rendered":"Breitbandgesellschaft erh\u00f6ht ihr Stammkapital erheblich \u2013 G\u00f6rig kritisiert Verhalten der Telekom scharf"},"content":{"rendered":"<p>\u201e90.000 Endkunden in 240 Ortsteilen in 34 Kommunen in zwei Landkreisen wollen endlich teilhaben am schnellen, modernen und ausbauf\u00e4higen Internet. Die gro\u00dfen Anbieter haben sich nicht gek\u00fcmmert. Und jetzt, nach den klaren Gremienbeschl\u00fcssen zur Kapitalerh\u00f6hung f\u00fcr die bigo, geht es m\u00e4chtig voran. Jetzt wird keine Zeit mehr verloren. Und wir lassen uns auch nicht auseinanderdividieren von Aktivit\u00e4ten der Unternehmen im Telekommunikationsmarkt in Bereichen, von denen sie bis vor kurzem nichts wissen wollten.\u201c<\/p>\n<p>So bewertet Vogelsberg-Landrat Manfred G\u00f6rig den \u201esehr guten Schulterschluss\u201c des Vogelsbergkreises und 17 seiner Kommunen, die am Montag in Lauterbach unter der Leitung von Notar Tobias Schul f\u00fcr eine sehr deutliche Erh\u00f6hung des Stammkapitals der Vogelsberger Breitbandgesellschaft (BBV) gestimmt haben.<\/p>\n<p>Die BBV erh\u00f6ht mit dem Gesellschafterbeschluss am Montag das Stammkapital um rund 2,7 Millionen Euro und stellt es der \u201eTochtergesellschaft\u201c bigo zur Verf\u00fcgung. Damit hat der Vogelsberg die Voraussetzung geschaffen, dass die Breitbandgesellschaft in den Kreisen Wetterau und Vogelsberg mit einem Eigenkapital von rund 10 Millionen Euro agieren kann. Die Verhandlungen mit Kreditgebern und die Pr\u00fcfung von F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten durch Land und Bund laufen auf Hochtouren, berichtete bigo-Prokurist Stefano Jardella auf der Gesellschafterversammlung im Posthotel Johannesberg in Lauterbach, zu der alle B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister gekommen waren, die Anteile an der Kreis-Gesellschaft BBV halten.<\/p>\n<p>\u201eWeil der Markt und vor allem die Marktf\u00fchrer versagt haben, haben verantwortungsbewusste Kommunalpolitiker zum Wohle ihrer B\u00fcrger und der Unternehmen der Region die Sache dann selbst in die Hand genommen und k\u00fcmmern sich nun um diesen Kernbereich der Daseinsvorsorge\u201c, unterstreicht Landrat G\u00f6rig in einer Pressemitteilung.<\/p>\n<p>Alle 18 Vogelsberger Gesellschafter sagen eindeutig Ja zum Ausbau des schnellen Internets mit der bigo, deren Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Manfred G\u00f6rig ist. Ganz \u00fcberwiegend einstimmig hatten in den vergangenen Wochen die Gremien des ZOV, des Wetteraukreises, des Vogelsbergkreises und hier \u2013 im Bereich der Kreisgesellschaft BBV \u2013 14 Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretersitzungen der Kapitalerh\u00f6hung zugestimmt. Lediglich Homberg und Gem\u00fcnden haben noch keine Parlamentsbeschl\u00fcsse gefasst \u2013 die B\u00fcrgermeister stellten in der Gesellschafterversammlung jedoch die entsprechenden Erh\u00f6hungen in Aussicht.<\/p>\n<p>Scharfe Kritik am Verhalten der Telekom \u00fcbt bigo-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Manfred G\u00f6rig. \u201eNachdem sie jahrelang den l\u00e4ndlichen Raum nicht beachtet haben, werden sie jetzt wach. Und dies nur, weil wir \u2013 die Kommunalpolitiker in zwei Landkreisen und 34 Kommunen \u2013 es wirklich ernst meinen. Das ist jetzt offenbar angekommen.\u201c<\/p>\n<p>Die Telekom versuche gegenw\u00e4rtig, auch in den Bereichen, die sie noch Ende 2014 nicht ausbauen wollte, massiv einzugreifen und Gesellschafter herauszubrechen. \u201eDas wird der Telekom nicht gelingen\u201c, betont der bigo-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.\u00c2\u00a0 Scharf kritisiert G\u00f6rig die Lobbyarbeit der Telekom in Berlin und Wiesbaden, mit dem Ziel, Betreibermodelle \u2013 wie die bigo eines ist \u2013 zu diskreditieren. Die Telekom wolle jetzt einfach nur an das Geld des Steuerzahlers, um durch direkte Zusch\u00fcsse den eigenen Gewinn zu maximieren.<\/p>\n<p>\u201eEs sei aber gerade mit Blick auf den verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern sinnvoller, in ein eigenes Glasfasernetz zu investieren, als die Investition in ein solches Netz durch ein privatwirtschaftliches Unternehmen mit 36 Millionen Euro zu subventionieren\u201c, stellt G\u00f6rig heraus.<\/p>\n<p>G\u00f6rig und Jardella k\u00fcndigten an, bei der Bundesnetzagentur und beim Bundeskartellamt gegen die jetzt zur Unzeit erfolgenden Aktivit\u00e4ten der Telekom zu intervenieren, wenn sie nun \u2013 nach ordnungsgem\u00e4\u00df durchgef\u00fchrter Markterkundung \u2013 \u201eApril, April!\u201c rufe und ihre marktbeherrschende Stellung zu Lasten missliebiger Aktivit\u00e4ten missbrauche.<\/p>\n<p>Landrat G\u00f6rig hebt noch einmal hervor: das Geld der Kommunen f\u00fcr die Kapitalerh\u00f6hung der eigenen Gesellschaft ist kein Zuschuss zum Ausbau, sondern eine Kapitalanlage \u2013 den Anteilseignern geh\u00f6rt das Glasfasernetz, das ein Betreiber von der bigo mieten wird. Verhandlungen hierzu laufen gerade an. Dieser Betreiber wird sp\u00e4ter den Endkunden ein attraktives und marktf\u00e4higes Angebot machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201e90.000 Endkunden in 240 Ortsteilen in 34 Kommunen in zwei Landkreisen wollen endlich teilhaben am schnellen, modernen und ausbauf\u00e4higen Internet. Die gro\u00dfen Anbieter haben sich nicht gek\u00fcmmert. Und jetzt, nach den klaren Gremienbeschl\u00fcssen zur Kapitalerh\u00f6hung f\u00fcr die bigo, geht es m\u00e4chtig voran. Jetzt wird keine Zeit mehr verloren. 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