{"id":140417,"date":"2015-07-01T08:28:28","date_gmt":"2015-07-01T06:28:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=140417"},"modified":"2015-07-01T08:28:28","modified_gmt":"2015-07-01T06:28:28","slug":"gewalt-in-der-pflege-wirksam-begegnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=140417","title":{"rendered":"Gewalt in der Pflege wirksam begegnen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/338-Hessencampus_Logo_Fulda.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-140422\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/338-Hessencampus_Logo_Fulda-265x94.jpg\" alt=\"338-Hessencampus_Logo_Fulda\" width=\"265\" height=\"94\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/338-Hessencampus_Logo_Fulda-265x94.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/338-Hessencampus_Logo_Fulda-600x213.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/338-Hessencampus_Logo_Fulda.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Der Landkreis Fulda m\u00f6chte Gewalt gegen\u00fcber pflegebed\u00fcrftigen Menschen wirksamer als bislang begegnen. Aus diesem Grund beteiligt er sich mit den drei weiteren Modellkommunen Dortmund, Potsdam und Stuttgart an dem bundesweiten Projekt \u201eGewaltfreie Pflege\u201c. Am Donnerstag fand die Auftaktveranstaltung im Kreishaus mit \u00fcber einhundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer statt.<\/p>\n<p>Zielsetzung des vor knapp zwei Jahren gestarteten Projekts, das der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes der Krankenkassen im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit und unter wissenschaftlicher Begleitung durch die Universit\u00e4t K\u00f6ln durchf\u00fchrt, ist die Entwicklung und Erprobung von Pr\u00e4ventionskonzepten. Im Mittelpunkt stehen die Information und Aufkl\u00e4rung der \u00d6ffentlichkeit, die Schulung und Fortbildung von pflegenden Angeh\u00f6rigen und Pflegekr\u00e4ften sowie die Schaffung von Anlaufstellen f\u00fcr Entlastungs- und Unterst\u00fctzungsangebote.<\/p>\n<p>Bei der Begr\u00fc\u00dfung betonte Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld, dass es darum gehen m\u00fcsse, ein gesellschaftliches Tabuthema offen zu kommunizieren und f\u00fcr die Betroffenen Hilfestellung anzubieten. Angesichts des Wegbrechens gro\u00dffamili\u00e4rer Strukturen auch im l\u00e4ndlichen Raum wachse tendenziell die Gefahr der \u00dcberforderung in problematischen Pflegebeziehungen. Der Landkreis Fulda sei als Region \u00fcberschaubar und biete daher die Chance, durch eine engere Kooperation und Vernetzung der Beteiligten bestehende Strukturen weiter zu optimieren.<\/p>\n<p>Ludger Jungnitz zeigte sich als Vertreter des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes der Krankenkassen von der bisherigen Resonanz auf das Projekt beeindruckt. Sch\u00e4tzungen der Weltgesundheitsorganisation gingen davon aus, dass vier bis sechs Prozent der Pflegebed\u00fcrftigen Gewalt erfahren w\u00fcrden. Dies reiche von k\u00f6rperlicher und psychischer Misshandlung bis zur finanziellen Ausbeutung und Einschr\u00e4nkung des freien Willens. Durch die \u00dcbernahme von Verantwortung auf allen Ebenen k\u00f6nne solchen Ausw\u00fcchsen vorgebeugt werden.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend stellten verschiedene Referenten die M\u00f6glichkeiten und Grenzen ihrer Institution in Bezug auf die Vermeidung und Verhinderung von Gewalt in der Pflege \u00e4lterer Menschen durch fr\u00fchzeitiges Erkennen und Intervenieren dar. Die Bandbreite reichte von der Schutzambulanz, dem Pflegest\u00fctzpunkt und der Pflegekraft des Landkreises Fulda, \u00fcber das Polizeipr\u00e4sidium Osthessen, das Ordnungsamt der Stadt Fulda sowie die Betreuungs- und Pflegeaufsicht, bis zur Betreuungsbeh\u00f6rde des Landkreises und den Fortbildungseinrichtungen von Mediana und Caritas.<\/p>\n<p>Kontakt<br \/>\nAnlaufstelle f\u00fcr Opfer von Gewalt in Stadt und Landkreis ist die Schutzambulanz im Zentrum Vital. Dort finden Gewaltopfer Hilfe und Unterst\u00fctzung bis hin zur gerichtsfesten Dokumentation von Verletzungen. Die Mitarbeiterinnen haben auch ein offenes Ohr, wenn es um Gewalt in der Pflege geht. Pflegebed\u00fcrftige, Angeh\u00f6rige und Pflegekr\u00e4fte k\u00f6nnen sich unter Telefon (0661)6006-1200 an die Schutzambulanz wenden, um von dort gegebenenfalls weitervermittelt zu werden. Alle Anliegen werden auf Wunsch anonym behandelt.<\/p>\n<p>Zum Bild: Bei der gut besuchten Auftaktveranstaltung des Projekts \u201eGewaltfreie Pflege\u201c im Kreishaus von links: Ludger Jungnitz (Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes der Krankenkassen), Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld (Landkreis Fulda), Polizeidirektor Klaus Wittich (Polizeipr\u00e4sidium Osthessen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Der Landkreis Fulda m\u00f6chte Gewalt gegen\u00fcber pflegebed\u00fcrftigen Menschen wirksamer als bislang begegnen. 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