{"id":140211,"date":"2015-06-22T16:08:38","date_gmt":"2015-06-22T14:08:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=140211"},"modified":"2015-06-22T16:08:38","modified_gmt":"2015-06-22T14:08:38","slug":"kreisverwaltung-fulda-schliesst-sich-der-hessischen-initiative-beruf-und-pflege-vereinbaren-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=140211","title":{"rendered":"Kreisverwaltung Fulda schlie\u00dft sich der hessischen Initiative \u201eBeruf und Pflege vereinbaren\u201c an"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr Arbeitnehmer stehen vor der Herausforderung, ihre Berufst\u00e4tigkeit mit der Pflege eines Angeh\u00f6rigen vereinbaren zu m\u00fcssen. Ohne Unterst\u00fctzungsangebote kann diese Doppelbelastung schnell problematisch werden \u2013 f\u00fcr Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleicherma\u00dfen.<\/p>\n<p>Mitarbeiter durch tragf\u00e4hige Pflegearrangements zu entlasten und deren Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit zu erhalten, ist das Ziel der hessischen Initiative \u201eBeruf und Pflege vereinbaren\u201c. Mitte Juli wird sich die Kreisverwaltung des Landkreises Fulda mit der Unterzeichnung der \u201eCharta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Hessen\u201c dieser bundesweit einmaligen Initiative anschlie\u00dfen. Damit f\u00e4llt auch der offizielle Startschuss f\u00fcr ein zukunftsweisendes Projekt, das in den vergangenen Monaten von der Arbeitsgruppe \u201eBeruf und Pflege\u201c auf den Weg gebracht worden ist.<\/p>\n<p>Melanie Doran, Heike Fichte-Schmidt und Dorothee Bug-Brod, Mitarbeiterinnen der Kreisverwaltung, haben sich mit den Konsequenzen des demographischen Wandels und den spezifischen Herausforderungen von Beruf und Pflege auseinandergesetzt. \u201eWenn es keine entsprechenden Pflegearrangements mit dem Arbeitgeber gibt, dann m\u00fcssen Arbeitnehmer Arbeitszeitverk\u00fcrzungen, mitunter sogar den Ausstieg aus dem Beruf und in der Folge erhebliche finanzielle Einbu\u00dfen, hinnehmen. Die Arbeitgeber verlieren unter Umst\u00e4nden erfahrene Fachkr\u00e4fte, die nicht so schnell zu ersetzen sind\u201c, erl\u00e4utert Melanie Doran.<\/p>\n<p>Menschen, die Beruf und Pflege von Angeh\u00f6rigen in Einklang bringen m\u00fcssen, brauchen vor allem viel zeitliche Flexibilit\u00e4t. Mit dem Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, das zu 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist, wurden die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr Berufst\u00e4tige optimiert. Das Gesetz bietet drei S\u00e4ulen der Unterst\u00fctzung (Pflegeunterst\u00fctzungsgeld, Pflegezeit und Familienpflegezeit) an und soll Familien entlasten sowie die berufliche Situation pflegender Angeh\u00f6riger weiter verbessern.<\/p>\n<p>Weil die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege auch f\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte der Kreisverwaltung ein Thema ist oder mittelfristig zu einem aktuellen Thema werden k\u00f6nnte, sollen in naher Zukunft konkrete Unterst\u00fctzungsangebote geschaffen werden. \u201eWir wollen Angebote entwickeln, mit denen man einer individuellen Pflegesituation im Einzelfall gerecht werden kann, denn die gesetzlichen Regelungen allein reichen nicht\u201c, betont Heike Fichte-Schmidt. Angedacht seien neben der gezielten Information und Beratung Betroffener auch Kompetenztrainings zum Thema Pflege sowie flexible Arbeitszeiten und eine pflegeerleichternde Arbeitsplatzausstattung. Um den genauen Bedarf festzustellen, soll in absehbarer Zeit eine Umfrage unter den Besch\u00e4ftigten der Kreisverwaltung gestartet werden.<\/p>\n<p>Im Rahmen der hessischen Initiative \u201eBeruf und Pflege vereinbaren\u201c werden die Mitglieder der Arbeitsgruppe demn\u00e4chst an verschiedenen Schulungsma\u00dfnahmen teilnehmen. Laut Melanie Doran ist unter anderem die Qualifizierung zum Pflege-Guide geplant. \u201eDer Pflege-Guide dient als erster Ansprechpartner innerhalb eines Betriebs, bietet Orientierungshilfen und informiert \u00fcber innerbetriebliche M\u00f6glichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sowie \u00fcber das externe Hilfenetz f\u00fcr den Pflegefall\u201c, so Dorothee Bug-Brod.<\/p>\n<p>Dass es beim Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege neben individuelle L\u00f6sungen auch viel Weitsicht und Offenheit brauche, betont Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld: \u201eMit passgenauen Angeboten wollen wir als Arbeitgeber unserer sozialen Verantwortung gerecht werden und eine pflegesensible Verwaltungskultur etablieren.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Immer mehr Arbeitnehmer stehen vor der Herausforderung, ihre Berufst\u00e4tigkeit mit der Pflege eines Angeh\u00f6rigen vereinbaren zu m\u00fcssen. 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