{"id":139923,"date":"2015-06-16T17:46:40","date_gmt":"2015-06-16T15:46:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=139923"},"modified":"2015-06-16T17:46:40","modified_gmt":"2015-06-16T15:46:40","slug":"herzlicher-empfang-fuer-zwei-tuerkische-frauenrechtlerinnen-im-kreishaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=139923","title":{"rendered":"Herzlicher Empfang f\u00fcr zwei t\u00fcrkische Frauenrechtlerinnen im Kreishaus"},"content":{"rendered":"<p>Fast drei Wochen lang sind die beiden Frauen der t\u00fcrkischen Frauenrechtsorganisation MOR SALKIM, Burcu \u00dcz\u00fcmc\u00fcler und Iclay Polat, zu Gast in Osthessen. Eingeladen wurden sie von der Violeta gGmbH, um w\u00e4hrend dieser Zeit in Institutionen des Vogelsbergkreises, der Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg sowie der Stadt Fulda, bei der AWO S\u00fcdhessen und dem Wei\u00dfen Ring zu hospitieren.<\/p>\n<p>Die Frauenrechtlerinnen haben sich zum Ziel gesetzt, die Situation von M\u00e4dchen und Frauen zu verbessern, die von Gewalt oder von Kinder- oder Zwangsheirat bedroht sind. Beim offiziellen Empfang der G\u00e4ste im Lauterbacher Landratsamt begr\u00fc\u00dfte Landrat Manfred G\u00f6rig den hessischen Staatssekret\u00e4r Mark Weinmeister, weitere zahlreiche G\u00e4ste aus Politik und Gesellschaft sowie Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen aus allen drei osthessischen Landkreisen.<\/p>\n<p>H\u00e4usliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen und Kinder machen einen Gro\u00dfteil der gesellschaftlich auftretenden Gewalt aus. \u201eGewalt ist kein privates Ph\u00e4nomen. Sie darf nicht hingenommen werden.\u201c Landrat G\u00f6rig unterstrich in seinem Gru\u00dfwort an die G\u00e4ste, dass das B\u00fcndnis f\u00fcr Familie im Vogelsbergkreis mit der Gr\u00fcndung des Handlungsfelds \u201eGewaltpr\u00e4vention\u201c vor drei Jahren bewusst den Pr\u00e4ventionsansatz gest\u00e4rkt hat. \u201eWir wollen im Vogelsbergkreis ein Klima des Hinsehens schaffen. Die \u00d6ffentlichkeit soll ermutigt werden, Gewalt abzulehnen und Signale von Gewalt fr\u00fchzeitig zu erkennen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Magdalena Pitzer, Gleichstellungs- und Migrationsbeauftrage des Vogelsbergkreises, bedeutet der Aufbau von l\u00e4ngerfristigen Netzwerkbeziehungen zwischen MOR SALKIM und den Projektpartnern aus Osthessen eine Bereicherung der Arbeit. \u201eWir k\u00f6nnen viel voneinander lernen.\u201c<\/p>\n<p>Das gemeinsame Projekt der t\u00fcrkischen Frauenrechtsorganisation mit Violeta gGmbH , einer Jugendhilfeeinrichtung im Vogelsbergkreis, existiert seit 2013 im Rahmen der Regionalpartnerschaft des Landes Hessen mit der Region Bursa (T\u00fcrkei). Diesmal beteiligen sich zahlreiche Institutionen, die zum Thema Gewaltschutz arbeiten und sich In der Osthessischen Initiative gegen Gewalt im Namen der Ehre engagieren.<\/p>\n<p>Mark Weinmeister, hessischer Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Europaangelegenheiten, ist in Wiesbaden f\u00fcr die operative Gestaltung der hessischen Europapolitik zust\u00e4ndig. \u201eDie Partnerschaft zwischen Hessen und Bursa ist uns sehr wichtig. Weltweit r\u00fccken wir t\u00e4glich enger zusammen, kulturelle und wirtschaftliche Verflechtungen werden immer enger, so dass ein wechselseitiges Verst\u00e4ndnis unerl\u00e4sslich ist. Mit unseren Regionalpartnerschaften wollen wir dazu beitragen, dass sich Menschen begegnen und voneinander lernen k\u00f6nnen. Projekte, auf kommunaler Ebene sind hier die besten Multiplikatoren\u201c, so Staatssekret\u00e4r Weinmeister.<\/p>\n<p>Vor zwei Jahren bereits waren die Vorstandsmitglieder von MOR SALKIM auf Einladung der Stadt Fulda und der Violeta gGmbH Schlitz zu einem viert\u00e4gigen Erfahrungsaustausch zu Gast. Sie gewannen einen ersten \u00dcberblick zu den regionalen Gewaltschutzkonzepten, 2014 erfolgte ein Gegenbesuch der Violeta gGmbH in der Region Bursa. Dabei entstand die Projektidee, Vorstandsfrauen von MOR SALKIM f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum nach Deutschland einzuladen, um ihnen vor Ort vertiefende Einblicke in die Arbeit gew\u00e4hren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>An der Hochschule Fulda pr\u00e4sentierten die t\u00fcrkischen Frauenrechtlerinnen die Gewaltschutzkonzepte in Bursa und informierten sich \u00fcber die Forschung am Fachbereich Pflege und Gesundheit. Sie besuchten die Solwodi-Beratungsstelle und die Schutzambulanz in Fulda sowie den Landkreis Fulda, wo sie vom Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Wingenfeld herzlich empfangen wurden.<\/p>\n<p>Hospitationen in Frauenh\u00e4usern und Beratungsstellen \u2013 u.a. ein Austausch mit der Frauenberatungsstelle f\u00fcr t\u00fcrkische Migrantinnen in Kassel \u2013 Gespr\u00e4che mit Frauen- und Gleichstellungsbeauftragen, den Leitungen der Jugend\u00e4mter, die Teilnahme an der Sitzung der Osthessischen Initiative gegen Gewalt im Namen der Ehre und am Pr\u00e4ventionstag in Frankfurt sowie das Kennenlernen der Region und des deutschen Sozialsystems waren weitere Programmpunkte der t\u00fcrkischen G\u00e4ste.<\/p>\n<p>F\u00fcr Renate Lackner, Referentin bei Violeta gGmbH und Sprecherin der Osthessischen Initiative gegen Gewalt im Namen der Ehre, ist der gegenseitige Austausch sehr wichtig. \u201eWir lernen voneinander, gerade im Hinblick auf interkulturelle Kompetenzen und der im Wandel begriffenen Rolle der Frau in muslimischen Gesellschaften. Und das ist angesichts der zunehmenden Zahl von Menschen, die als Fl\u00fcchtlinge zu uns kommen und auch hier bleiben wollen, sehr wichtig.\u201c Intensiver Austausch fand im Polizeipr\u00e4sidium Westhessen und in der Staatskanzlei sowie im Justizministerium statt, wo die Landeskoordinierungsstelle gegen h\u00e4usliche Gewalt und die Frankfurt University of Applied Sciences \u00fcber ihre Arbeit berichteten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fast drei Wochen lang sind die beiden Frauen der t\u00fcrkischen Frauenrechtsorganisation MOR SALKIM, Burcu \u00dcz\u00fcmc\u00fcler und Iclay Polat, zu Gast in Osthessen. 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