{"id":139736,"date":"2015-06-11T17:27:43","date_gmt":"2015-06-11T15:27:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=139736"},"modified":"2015-06-11T17:27:43","modified_gmt":"2015-06-11T15:27:43","slug":"vor-50-jahren-umbenennung-des-katholisch-kaufmaennischen-vereins-in-verband-der-katholiken-in-wirtschaft-und-verwaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=139736","title":{"rendered":"Vor 50 Jahren: Umbenennung des \u201eKatholisch-Kaufm\u00e4nnischen-Vereins\u201c in \u201eVerband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\u201eEin Wendepunkt in der Geschichte des KKV war 1965 der Verbandstag in Fulda. Nach einer intensiven innerverbandlichen Diskussion beschossen die Delegierten des katholischen Sozialverbandes am 18. Juni 1965 die \u00c4nderung ihres Verbandsnamens. Der ehemals \u201eKatholisch-Kaufm\u00e4nnische-Verein\u201c nannte sich um in \u201eVerband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung\u201c behielt aber gleichzeitig sein K\u00fcrzel \u201eKKV\u201c quasi als Markenzeichen bei.\u201c Mit diesen Worten erinnert heute der geb\u00fcrtige Fuldaer Bundesvorsitzende des KKV, Bernd-M. Wehner, an dieses historische Datum. Damit wurde auch offiziell nachvollzogen, was bereits seit Jahren Praxis war. Nicht nur Kaufleute sondern auch Angestellte, Beamte und Freiberufler aus den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung waren jetzt im KKV willkommen. Gleichzeitig konnten und k\u00f6nnen seitdem auch Frauen regul\u00e4re Mitglieder werden. \u201eWas damals hei\u00dfe Diskussionen ausl\u00f6ste, ist heute pure Selbstverst\u00e4ndlichkeit\u201c, erg\u00e4nzt Joachim H\u00fcpkes, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des KKV in Essen.<\/p>\n<p>An den grunds\u00e4tzlichen Zielen des Verbandes hat sich aber seitdem nichts ver\u00e4ndert. Nach wie vor beruhen das Selbstverst\u00e4ndnis und die Ziele des KKV auf den Grundlagen, die schon f\u00fcr seine Gr\u00fcndung im Jahre 1877 ma\u00dfgeblich waren: \u201eAls eine Gemeinschaft engagierter Katholiken will der Verband solidarisch und mitgestaltend in Beruf und Arbeitswelt in Staat und Gesellschaft wirken, um dabei christlichen Wertvorstellungen Geltung zu verschaffen\u201c, hei\u00dft es noch heute in seinem Grundsatzprogramm. Grundlage hierf\u00fcr ist das christliche Menschenbild und die Katholische Soziallehre mit ihren Grundprinzipien der Personalit\u00e4t, Solidarit\u00e4t und Subsidiarit\u00e4t.<\/p>\n<p>Stellungnahme zu aktuellen Themen<br \/>\nDeshalb nimmt der KKV auch immer wieder Stellung zu aktuellen Themen der Zeit. Angefangen vom Lebensschutz, dem Stellenwert der Familie, der Ethik in Wirtschaft und Verwaltung \u2013 hierzu geh\u00f6rt der Schutz des Sonntags aber auch das Recht auf Unerreichbarkeit, wie es der Verband schon seit l\u00e4ngerem propagiert \u2013 aber auch Fragen des Glaubens, die mehr und mehr in Zweifel gestellt werden. Kurzum, der KKV will in einer Zeit in der vielfach aus Gleichg\u00fcltigkeit heraus alles als gleich g\u00fcltig angesehen wird, glaubhaft darlegen, dass letztlich nur das christliche Menschenbild dem Wesen des Menschen am ehesten gerecht wird und insofern ein Angebot darstellt, das nachahmenswert ist. \u201eSchlie\u00dflich l\u00e4sst sich die christliche Botschaft nicht auf \u00e2\u20ac\u0161das Religi\u00f6se\u00e2\u20ac\u2122 beschr\u00e4nken. Die Verk\u00fcndigung muss das ganze Leben des Menschen erreichen. Das hei\u00dft aber auch, dass wir als Christen das leben, was wir verk\u00fcnden. Oder anders formuliert: Das Evangelium muss auf zwei Beinen kommen\u201c, so der Bundesvorsitzende w\u00f6rtlich.<\/p>\n<p>Recht auf Unerreichbarkeit<br \/>\nSo hat der Bundesverband erst k\u00fcrzlich auf seinem Verbandstag in Arnsberg-Neheim eine Erkl\u00e4rung zum Thema \u201cMensch bleib im Gleichgewicht \u2013 Mut zur Balance zwischen Arbeit und Freizeit\u201c verabschiedet. Tenor dieser Resolution: Weil die Arbeit nie aufh\u00f6rt, braucht der Mensch den Feierabend, den Sonntag und den Urlaub mit dem \u201eRecht auf Unerreichbarkeit\u201c. Gleichzeitig wirbt er hier f\u00fcr einen verantwortlichen Gebrauch der elektronischen Medien und f\u00fcr eine erneuerte Arbeitsphilosophie, die den Menschen nachhaltig in den Mittelpunkt stellt.<br \/>\nDie Erkl\u00e4rung kann unter www.kkv-bund.de, unter der Rubrik \u201eZum Runterladen\u201c abgerufen werden.<\/p>\n<p>\u201eMensch bleiben in der Arbeitswelt\u201c neues Schwerpunktthema<br \/>\nIn den n\u00e4chsten zwei Jahren wird sich der KKV schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit dem Thema \u201eMensch bleiben in der Arbeitswelt\u201c befassen. Weil der Mensch \u201eTr\u00e4ger, Sch\u00f6pfer und Ziel aller gesellschaftlichen Einrichtungen\u201c sei, wie es in der Sozialenzyklika Mater et Magistra hei\u00dfe, deshalb gelte f\u00fcr den KKV: \u201eDie Wirtschaft ist f\u00fcr den Menschen da und nicht der Mensch f\u00fcr die Wirtschaft.\u201c<\/p>\n<p>Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 80 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923 \u2013 0.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eEin Wendepunkt in der Geschichte des KKV war 1965 der Verbandstag in Fulda. Nach einer intensiven innerverbandlichen Diskussion beschossen die Delegierten des katholischen Sozialverbandes am 18. Juni 1965 die \u00c4nderung ihres Verbandsnamens. 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